Fussball 3.Liga, SV Waldhof Mannheim - FC Ingolstadt 04 v.l. Thijmen Nijhuis (SV Waldhof Mannheim), Julian Rieckmann (SV Waldhof Mannheim) und Vincent Thill (SV Waldhof Mannheim) enttäuscht nach dem Tor zum 0:2 durch Max Plath (FC Ingolstadt 04), mit Lars Lokotsch (FC Ingolstadt 04). Foto: IMAGO/Jan Huebner.
Bitterer Abend im Carl-Benz-Stadion: Waldhof unterliegt Ingolstadt mit 0:3
3. Liga | erstellt am Do. 15.10.2026
sport-kurier. So hatte man sich das beim SV Waldhof Mannheim nicht vorgestellt. Die Truppe vom Alsenweg wollte in der 3.Liga den dritten Sieg in Folge einfahren. Aber dieser Traum war gegen den FC Ingolstadt, der am Ende mit 3:0 (0:0) gewann, ehrlicherweise schon nach 14 Spielminuten ausgeträumt. Hier stand es im Carl-Benz-Stadion über 9.000 Zuschauern zwar noch 0:0, aber die Blauschwarzen waren zu diesem frühen Zeitpunkt schon ein Spieler weniger.
Maximilian Thalhammer, der im Mittelfeld für Ordnung sorgt, rutschte auf Höhe der Mittellinie unglücklich weg und stocherte im Liegen nach. Dabei erwischte er seinen Gegenspieler am Schienbein und sah für sein erstes Foul überhaupt in diesem Drittligaduell sofort die rote Karte. Auf den Fernsehbildern sah es unglücklich aus, weil Thalhammer auf dem Boden sitzend beide Beine vorausstreckte, allerdings war kein Tritt zu erkennen. Es wirkte eher wie eine Abwehrhaltung.
Unterkriegen ließ sich der SVW davon jedoch nicht. Ingolstadt fiel auch weiterhin wenig bis nichts ein. In den ersten 45 Minuten hatten die Gäste keine einzige Torchance, was für den aufopferungsvollen Kampf der Mannheimer zurückzuführen war. Doch der kostete reichlich Körner, die so in etwa ab der 60. Spielminute schließlich spürbar fehlten. Ingolstadt schnürte den Waldhof hinten ein, benötigte aber wieder die Mithilfe des Schiedsrichters. Denn das 0:1 durch Lokotsch fiel in der 59. Spielminute aus einer stark abseitsverdächtigen Position. Der Stürmer des FCI stand im Fünfmeterraum plötzlich komplett frei und schob problemlos ein.
Für den SVW hieß das nun, dass er extremes Risiko gehen musste und das mit sehr schweren Beinen. Schließlich hatte man bereits lange in Unterzahl verteidigt und das auf einem Rasen, der in der Länderspielpause sichtlich gepflegt wurde, aber dennoch sehr tief war. Ernsthafte Torgefahr konnte man nicht mehr entwickeln und Ingolstadt verlegte sich auf Konter, was noch zwei Mal von Erfolg gekrönt war. Plath (64.) und Ugondu (88.) sorgten für den Endstand von 0:3.
„Wir waren auf ein schweres Spiel vorbereitet und im Fußball können Momente ein Spiel komplett verändern. Die Rote Karte war so ein Moment. Das war keine Absicht und trotzdem entscheidet es der Schiedsrichter so. Ich will das jetzt gar nicht kommentieren“, analysierte Achim Beierlorzer, der Trainer der Ingolstädter nach dem Spiel. „Wir sind happy über diesen Dreier.“
Sein Gegenüber Rui Mota war natürlich nicht ganz so gut gelaunt. Der Portugiese betonte: „Ich bin nicht einverstanden mit der roten Karte. Unser Spieler rutscht aus und es gibt einen leichten Kontakt. Wir haben in der ersten Halbzeit dennoch einen guten Job gemacht. Außerdem waren das erste und dritte Tor abseits. Der Schiedsrichter hatte nicht seinen besten Tag.“
Waldhof: Nijhuis – Klünter (71. Okeke), Kammerknecht, Ogbemudia, Keumo – Thalhammer, Thill, Rieckmann – Bierschenk (71. Sarenren Bazee), Ulbricht (71. Gregorio), Mickels (46. Masca)
Ingolstadt: Klein – Plath (77. Deichmann), Antzoulas, Scholz, Rosenlöcher – Fröde (67. Sapina), Bennetts (62. Ganda), Kanuric (67. Carlsen), Kaygin (63. Ugondu), Vellupillay – Lokotsch
Tore: 0:1 Lokotsch (59.), 0:2 Platz (64.), 0:3 Ugondu (88.)
Schiedsrichter: Schulz (Hannover)
Zuschauer: 9.052
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Thalhammer (14.)