TSG 1899 Hoffenheim vs. FC Schalke 04 / Kopfballduell v.li. Lukas Rupp (Hoffenheim) und Naldo (Schalke 04). Bild: Siegfried Lörz

TSG 1899 Hoffenheim vs. FC Schalke 04 / Kopfballduell v.li. Lukas Rupp (Hoffenheim) und Naldo (Schalke 04). Bild: Siegfried Lörz

Kann Hoffenheim „Auf Schalke“ die Big-Points holen?

TSG Hoffenheim | erstellt am Do. 15.02.2018

Besonders eng geht es dabei im Kampf um die anspruchsvollen und finanziell sehr begehrten internationalen Platzierungen zu. Im dichten Gedränge um die Europa-League-Plätze begegnen sich mit Leverkusen (35 Punkte), Schalke 04 (34), Augsburg (31), Hoffenheim (31), Hannover (31), Mönchengladbach (31) und Berlin (30) gleich mehrere Teams auf Augenhöhe.

In der Samstagabendpartie (18.30 Uhr) hat die TSG Hoffenheim die große Chance, unterstützt von 1.000 Hoffe-Fans, mit einem Auswärtserfolg in Gelsenkirchen mit den Königsblauen gleichzuziehen und somit Big-Points zu verbuchen.
In der Rückrunde läuft es für beide Blau-Weiß-Teams noch nicht wunschgemäß.

Die Knappen sind von Rang zwei am Jahresende auf den sechsten Platz abgerutscht. Hoffenheim steht, trotz zuletzt sechs sieglosen Auswärtsspielen, nach dem ersten Dreier in 2018 am letzten Spieltag gegen Mainz auf Platz acht noch in Schlagdistanz. Für die Kraichgauer gab es in den letzten sechs Gastspielen „Auf Schalke“ bei fünf Niederlagen und einem Remis nichts zu holen. Insgesamt ist die Bilanz jedoch aus 19 Ligaspielen bei je sieben Siegen und fünf Unentschieden ausgeglichen.

Szene aus dem Hinspiel TSG 1899 Hoffenheim vs. FC Schalke 04 v. li. im Zweikampf Havard Nordtveit (Hoffenheim) und Yevhen Konoplyanka (Schalke 04). Bild: Siegfried Lörz

Für Torjäger Uth dürfte es bei seinem künftigen Arbeitgeber ein besonders brisantes Spiel werden, schließlich geht es dabei auch gegen einen direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze. Jedes Uth-Tor könnte der TSG helfen, zugleich aber auch dessen eigene Chancen auf einen erneuten Europacupauftritt in der kommenden Saison verschlechtern.

Trainer Nagelsmann ist fest davon überzeugt, dass sein Noch-Stürmer solche Gedanken am Samstag völlig ausblendet und alles dafür tun wird, um für sein Team zu treffen: „Ich kenne ihn sehr gut und weiß, dass er für uns Vollgas geben wird. Er will ja auch seinem neuen Arbeitgeber und den Fans dort zeigen, was er kann.“ Auch wenn Uth, laut Aussage seines Trainers, nach seiner Verletzung körperlich noch nicht bei 100 Prozent ist, ist davon auszugehen, dass der gebürtige Kölner anstelle des erkrankten Gnabry in der Startformation auf der rechten Außenbahn beginnt. Im Sturmzentrum dürften die beiden Doppeltorschützen Szalai und Kramaric gesetzt sein.

Für Nagelsmann hat S04 aufgrund der personellen Besetzung das Rüstzeug für Europa. Aufgrund des schwachen Rückrundenstarts sieht er den kommenden Gegner bereits leicht unter Druck. Die Herangehensweise beschreibt der 30-Jährige wie folgt: „Gegen Schalke bekommt man immer sehr wenige Räume – das ist die Basis ihres Spiels unter Trainer Tedesco. Dabei variieren sie die Angriffshöhe – vor allem nach Führung stehen sie sehr tief und kompakt, manchmal pressen sie aber auch sehr hoch. Nach vorne mag er es sehr gradlinig und in der Spitze auch körperbetont. Für uns wird es wichtig sein, Standards zu vermeiden, weil sie da eine große Stärke haben.“

Domenico Tedesco, vom einstigen Jugendtrainer bei 1899 Hoffenheim zum Schalke-Coach. Bild: Siegfried Lörz

Ganz besonders denkt er dabei an den Brasilianer Naldo, der als Abwehrchef schon so manchen entscheidenden Treffer nach Standards für sein Team erzielte. Nagelsmann: „Klar müssen wir auf Naldo aufpassen – er ist groß und wuchtig und bringt zudem eine starke Kopfballtechnik mit. Wir müssen versuchen, ihn am Anlaufen zu hindern, ihn da schon zu blocken. Auch ein Spieler seiner Größe von 1,86 Meter ist da zu verteidigen. Zur Not nehmen sich Spieler einfach huckepack.“

Personell sieht es für die Nagelsmänner nicht so rosig aus. So können neben dem Langzeitverletzten Demirbay mit Geiger (Oberschenkelzerrung), Schulz (muskuläre Probleme), Gnabry (Erkältung) und Posch (Schambein, Leiste) gleich mehrere Stammkräfte nicht am Flug ins Ruhrgebiet teilnehmen.

Für Nagelsmann ist es dennoch kein Schlüsselspiel: „Ich bin kein Freund davon, den Saisonverlauf von einem Spiel abhängig zu machen. Natürlich wäre es schön, wenn wir nach dem Spiel mit Schalke punktgleich wären, aber dazu brauchen wir eine Top-Leistung. Ich halte es nicht für ratsam, sich vor einem Spiel mit den Konsequenzen des Spiels zu befassen. Wir befassen uns mit den Dingen, die wir beeinflussen können. Wenn wir diese gut umsetzen, folgt daraus irgendwann die gewünschte Konsequenz.“

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