Hoffenheims Niklas Süle (blau) gegen Frankfurts Alexander Meier (Szene aus dem Hinspiel). Foto: Marc Schüler

Hoffenheims Niklas Süle (blau) gegen Frankfurts Alexander Meier (Szene aus dem Hinspiel). Foto: Marc Schüler

Im Abstiegskampf gilt nach wie vor: „Verlieren verboten“ +++ Hoffenheim tritt bei der Frankfurter Eintracht an

TSG Hoffenheim | erstellt am Fr. 08.04.2016

„Verlieren verboten“ heißt es dabei vor allem für Frankfurt (17.), als auch für Hoffenheim (14.).

Nach einer guten Hinrunde sind die Hessen mit nur einem Sieg aus neun Rückrundenpartien in den Tabellenniederrungen gerutscht. Der neue Eintracht-Coach Niko Kovac machte deshalb die Schotten dicht und ließ hinter verschlossenen Türen trainieren. Am Riederwald wurde vor allem am Torabschluss trainiert, da die SGE mit zwei mageren Treffern aus den letzten sieben Spielen besonders unter Treffsicherheit leidet. Den verletzungsbedingten, längeren Ausfall von Torjäger Alexander Meier können die Hessen nur schwer kompensieren – Alternativen gibt es wenige.

Ganz anders die TSG: Unter Trainer Julian Nagelsmann verbuchten die Kraichgauer in jedem Spiel mindestens einen Treffer

Besonders heiß ist Angreifer Kevin Volland, der drei Tore in den letzten fünf Partien erzielte. Optimistisch blickt Niklas Süle auf das Duell „Bankenmetropole“ gegen „Dorfverein“: „Es hat lange gedauert bis wir endlich die Abstiegsränge verlassen konnten. Deshalb gilt es jetzt da weiter zu machen, dran zu bleiben und in Frankfurt mit drei Auswärtspunkten den Abstand zu den Abstiegsrängen zu vergrößern.“

Stefan Aigner (Eintracht) gegen Kevin Kuranyi (Hoffenheim) – TSG 1899 Hoffenheim vs. Eintracht Frankfurt, Rhein-Neckar Arena. Bild: Marc Schüler

Spiele am Main sind für den 20-Jährigen immer etwas Besonderes: „Als gebürtiger Frankfurter freue ich mich natürlich immer wieder auf dieses Duell. Die Motivation ist groß, schließlich sind viele Freunde und Bekannte im Stadion.“ Volland weiß, dass das der Aufschwung nach dem Trainerwechsel derzeit noch eine Momentaufnahme ist: „Mit 28 Punkten hat sich noch keine Mannschaft gerettet, es ist daher noch ein schwerer Weg und wir wissen, dass wir noch ein paar gute Spielen liefern müssen. Frankfurt wird ein hartes Match, bei dem sehr viel auf dem Spiel steht.“

Die Gastgeber können mit einem Sieg die TSG wieder auf einen Abstiegsplatz herunterziehen, während bei einer Niederlage sich der Abstand zu den rettenden Plätzen deutlich vergrößert. Ein Unentschieden würde keinem so richtig helfen. Die letzten Duelle waren besonders hitzig, sowohl auf dem Spielfeld als auch den Rängen. Der Großteil der Hoffenheimer Fans reist mit einem Sonderzug an, will der Mannschaft so den Rücken stärken.

Der neue Frankfurter Trainer Nico Kovac mit Sportdirektor Bruno Hübner und Co-Trainer Robert Kovac. Eintracht Frankfurt Training, Commerzbank Arena. Bild: Marc Schüler

Wiedersehen der besonderen Art

Zu einem Wiedersehen der besonderen Art kommt es zwischen 1899-Stürmer Andrej Kramaric und SCE-Coach Nico Kovac, der ihm 2014 zum Debüt in der A-Nationalmannschaft Kroatiens verhalf. Kramaric: „Ich habe unter Kovac meine ersten Tore für Kroatien geschossen und bin ihm sehr dankbar, mir die Chance gegeben zu haben. Aber am Samstag geht es ums sportliche Überleben. Das wird ein sehr wichtiges Spiel, da will ich mit Hoffenheim gewinnen.“

Kovac sieht es genauso und glaubt, wenn es gelingt die gegnerische Tormaschine Volland und Kramaric aus dem Spiel zu nehmen, sich die Erfolgsaussichten deutlich vergrößern. Hoffnung macht zudem der 3:1 Sieg im letzten Heimspiel gegen die TSG am 32. Spieltag 2014/15, nachdem der Klassenerhalt auch rechnerisch feststand. Die bisherige Bilanz spricht dagegen bei sechs Siegen, vier Remis und drei Niederlagen für die Nordbadener. Hoffenheims Ermin Bicakcic interessieren solche Statistiken wenig: „Egal ob Frankfurt oder sonst wer, ich habe schon früher gesagt, jedes Spiel ist eine Art Endspiel.“

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