Bild: Siegfried Lörz

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Glanzloser, aber verdienter Derbysieg der Hoffenheimer über den VfB Stuttgart

TSG Hoffenheim | erstellt am Do. 14.12.2017

Während die Kraichgauer nach ihrem eher glanzlosen Sieg in der Tabelle hoch auf Platz 5 klettern, stecken die Schwaben nach vier sieglosen Spielen mitten im Abstiegskampf.

Dem Tor des Tages von Mark Uth in der 81. Minute gingen einige Kuriositäten voraus. Nachdem VfB-Verteidiger Emiliano Insua im Zweikampf mit Pavel Kaderabek sechs Meter vor dem eigenen Tor nicht entscheidend klären kann, schießt sein Teamkollege Benjamin Pavard den Ball kurz vor der Torlinie an den Pfosten, von wo aus er bei Kaderabek landet, der uneigennützig quer in die Mitte auf Uth legt und dieser aus fünf Meter einnetzt.

Kopfballduell v.li. Stefan Posch (Hoffenheim) und Emiliano Insua (Stuttgart). Bild: Siegfried Lörz

In einer tempoarmen und von wenigen Torraumszenen geprägten Partie war es am Ende ein glücklicher Heimsieg für die TSG. Die Gäste aus der Landeshauptstadt hatten in der Anfangsphase durch Berkay Özcan (4.) und Anastasios Donis (6.) gute Führungsmöglichkeiten. Nach den frühen verletzungsbedingten Auswechslungen von Donis und Chadrac Akolo kam der VfB aus seinem Konzept und beschränkt sich zunehmend auf Defensivarbeiten.

Die TSG hatte bei intensivem, frühem Pressing zwar viel Ballbesitz, schaffte es aber nicht sich zwingende Torchancen zu erspielen. Die beste Möglichkeit bot sich Serge Gnabry, der nach herrlichem Solo den Ball knapp neben den Pfosten setzte (31.). Kurz vor der Pause vergab Uth aus spitzem Winkel (40.).

Nach der Pause das gleiche Bild. Nachdem Stuttgarts Josip Brekalo an TSG-Keeper Oliver Baumann scheiterten (50.), vergab im Gegenzug Kaderabek mit einem Distanzschuss. Mit zunehmender Spieldauer zogen die Gastgeber das Tempo an und drängten die Rot-Weißen in die Defensive. Neun Minuten vor Ende der regulären Spielzeit war es dann „Mister Zuverlässig“ Mark Uth, der die TSG auf die Siegerstraße schoss.

v.li. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus ,v. li. im Zweikampf Dennis Geiger (TSG) und Christian Gentner (Stuttgart) und Pacel Kaderabek (TSG). Bild: Siegfried Lörz

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann, der nach der guten Stuttgarter Anfangsphase seine Grundordnung früh umstellte, bemängelte in der Folge die mangelnde Chancenverwertung seines Teams. Aufgrund der spielerischen Überlegenheit fiel sein Fazit dennoch positiv aus: „Wir haben uns den Sieg nach der Pause verdient und ich bin sehr glücklich über die drei Punkte. Zum Glück konnten wir am Ende einen Ball über die Linie drücken.“

Kollege Hannes Wolf sah sein Team nach gutem Beginn durch die frühen Auswechslungen zunehmend im Hintertreffen. „Nach der Pause haben wir defensiver gespielt, die Räume eng gemacht und viele Zweikämpfe gewonnen. Leider haben wir es nicht geschafft, offensiv etwas zu entwickeln. Die Niederlage ist bitter, weil wir zwar viel investiert, aber nach vorne zu wenig getan haben. Deshalb hat die TSG verdient gewonnen.“

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