Frank Wormuth (schwarz), als Trainer der U 20 Nationalmannschaft beim Testspiel gegen die A - Nationalmannschaft im Rahmen der WM-Vorbereitung 2014 in St. Martin. Bild: Marc Schüler.

Frank Wormuth (schwarz), als Trainer der U 20 Nationalmannschaft beim Testspiel gegen die A - Nationalmannschaft im Rahmen der WM-Vorbereitung 2014 in St. Martin. Bild: Marc Schüler.

Der Sportkurier im Gespräch mit Frank Wormuth, dem DFB Trainer-Ausbilder von Waldhof-Coach Kenan Kocak

Regionalliga | erstellt am Fr. 13.11.2015

Ganz oben, auf dem Platz an der Sonne, thronen die Blau-Schwarzen. Und das ist natürlich auch ein großer Verdienst von Kenan Kocak, dem Trainer der Waldhof-Buben.

Wobei der es derzeit bekanntlich eigentlich nicht leicht hat. Der 34-Jährige hat nämlich richtig viel um die Ohren, hat quasi zwei Jobs. Den beim SVW und nebenbei feilt er noch an der DFB-Sporthochschule in Hennef bei Köln an seinem Profi-Trainerschein.

In der Regel büffelt der ehemalige Mittelfeldspieler dort von Montag bis Mittwoch, ehe er sich wieder um seine Waldhöfer kümmert. Geschult wird Kocak an der Sporthochschule von Frank Wormuth. Der einst für den SC Freiburg und Hertha BSC am Ball war. Mittlerweile ist der 55-Jährige der Leiter der Fußball-Lehrerausbildung an der Hennes-Weisweiler-Akademie. Zudem trainiert Wormuth auch noch die deutsche U20-Nationalmannschaft.

Der Sportkurier fragte bei Wormuth mal nach, wollte wissen, wie sich der Erfolgscoach des SV Waldhof so auf der Schulbank schlägt.

Hallo Herr Wormuth, Kenan Kocak sagte uns, dass ihm die Trainerausbildung bei Ihnen sehr hilft und dass er viel dazu lernt. Wie macht er sich denn so als Schüler?

FRANK WORMUTH: Zunächst freut es mich, dass er unsere Ausbildung als fruchtbar ansieht. Das spiegelt auch sein Verhalten bei uns wider: Er ist immer sehr aufmerksam und fokussiert. Auch eine Selbstverständlichkeit sollte zwischendurch erwähnt werden, weil Ausbildung und eine parallele Trainertätigkeit einen angehenden Fußballlehrer mächtig beanspruchen.
 
Wie läuft so eine Ausbildung denn ab? Ist sie eher theoretisch aufgebaut?

FRANK WORMUTH: Unsere Ausbildung ist stark anwendungsorientiert aufgebaut, d.h., dass die Theorie immer wieder mit der Praxis abgeglichen wird. Wir bilden Praktiker, nicht Theoretiker aus. Dennoch gehört beides zusammen. Hier an dieser Stelle ins Detail unseres lehrmethodischen Aufbaus einzugehen, würde den Rahmen sprengen, aber glauben Sie mir: Der Lehrgang ist im Detail durchdacht und an den Beruf „Trainer“ zielorientiert angepasst.

Kenan Kocak feilt an der DFB-Sporthochschule in Hennef bei Köln an seinem Profi-Trainerschein. Die Ausbildung bei Frank Wormuth bezeichnet Kocak als sehr hilfreich. AS Sportfotos.
 
Ist es von Vorteil, wenn man schon Praxiserfahrung als Trainer mitbringt, oder spielt das keine Rolle?

FRANK WORMUTH: Die Praxiserfahrung als Trainer ist Voraussetzung für unseren Lehrgang, denn wir arbeiten nicht mehr deduktiv, also frontal, sondern hauptsächlich induktiv, insbesondere in der Fußballlehre. Das heißt, die angehenden Fußballlehrer müssen ihr Wissen einbringen. Wir Dozenten sind Wegbegleiter und schließen die Wissenslücken der gesamten Gruppe.
 
Verfolgen Sie, was da aktuell beim SV Waldhof passiert? Dort geht es ja seit dieser Saison aufwärts…?

FRANK WORMUTH: Klar. Ich beobachte immer die Teams meiner Schüler, auch wenn ich montags nie eine Bilanz ihrer Wochenendspiele vorlege. Den einen oder anderen Hinweis gibt es aber immer mal zwischendurch im Unterricht, denn die Tabellensituation von Waldhof Mannheim ist allen bewusst.

Vielen Dank für das Gespräch.

FRANK WORMUTH: Nichts zu danken, gerne geschehen.

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