Aufwärtstrend bei der Fortuna aus Düsseldorf
Aufwärtstrend bei der Fortuna aus Düsseldorf
Fussball | erstellt am So. 20.04.2014
Foto: Sandhausens Julian Schauerte (Nr.11) gegen Duesseldorfs Cristian Ramirez beim Spiel in der 2. Bundesliga, SV Sandhausen 1916 – Fortuna Duesseldorf.
Völlig verdient entführte der Bundesliga-Absteiger bei dem 3:0 (2:0) Auswärtssieg im Hardtwaldstadion des SV Sandhausen die drei Punkte und rückte damit in der Tabelle den Gastgebern unmittelbar auf die „Pelle“. „Von der ersten Minute an ging meine Mannschaft engagiert zu Werke. Wir wollten agieren, den SV unter Druck setzen und das ist uns gelungen“, resümierte der frühere Bundesliga-Keeper und gab unumwunden zu, „dass uns die beiden frühen Treffer natürlich hervorragend in die Karten spielten“.
Gerade das bemängelte sein Gegenüber Alois Schwartz, der mit ansehen musste, dass seine Truppe in den ersten zehn Minuten so gut wie nicht auf dem Platz stand. „Wenn du gegen eine stabile Elf wie Düsseldorf, die das Umschaltspiel perfekt beherrscht, so schnell in Rückstand bist, eigene Chancen danach leichtfertig vergibst, dann hast du keine Möglichkeit, so eine Partie noch zu drehen“.
Foto: Duesseldorfs Trainer Oliver Reck beim Spiel in der 2. Bundesliga, SV Sandhausen 1916 – Fortuna Duesseldorf.
Der SV-Trainer sah es nüchtern, gab aber so manch einem Kritiker mit auf den Weg: „Jetzt haben wir in den vorausgegangenen 30 Begegnungen hervorragende Leistungen gebracht, den Klassenverbleib frühzeitig erreicht und im 31. Spiel erstmals so richtig verloren. Was wollen wir eigentlich mehr mit einem Verein, der auf dem besten Wege ist, sich in der zweiten Liga zu etablieren“. Wie recht er hat, der 47-jährige Fußball-Lehrer.
Die Fortuna, die nach dem Abstieg aus der Bundesliga in dieser Saison schon viele Wünsche nicht erfüllen konnte, erwischte einen Blitzstart, während die Defensivabteilung der Gastgeber, ansonsten die Verlässlichkeit in Person, von einem Problem in das andere hineinstolperte. Bereits nach 120 Sekunden setzte sich Erwin Hoffer auf der linken Seite durch und seine genaue Hereingabe verwandelte Ben Halloran zur frühen Führung.
Foto: Torraumszene am Tor von Duesseldorfs Michael Rensing beim Spiel in der 2. Bundesliga, SV Sandhausen 1916 – Fortuna Duesseldorf.
Erstmals sorgte Schiedsrichter Robert Hartmann nach acht Minuten für Aufregung. Im Gästestrafraum übersah er ein elfmeterwürdiges Foulspiel an Ranisav Jovanovic und der direkte Gegenzug führte zum zweiten Fortuna-Treffer. Während Jovanovic noch im Fünfmeterraum unbehandelt auf dem Boden lag, jubelte Michael Liendl auf der Gegenseite. Wiederum Erwin Hoffer leitete über links den Konter ein und Liendl brachte im zweiten Versuch das Leder im SV-Gehäuse unter. Direkt vor dem Seitenwechsel boten sich Florian Hübner und Nicky Adler die besten Verkürzungsmöglichketen, doch Michael Rensing parierte zweimal glänzend.
Foto: Sandhausens Nicky Adler (Nr.8) gegen Duesseldorfs Michael Liendl beim Spiel in der 2. Bundesliga, SV Sandhausen 1916 – Fortuna Duesseldorf.
Fünf Minuten nach Wiederbeginn, als man im SV-Lager die Wende noch nicht abgeschrieben hatte, folgte ein weiterer Konter, den von Ben Halloran vorbereitet und erneut durch Michael Liendl abgeschlossen wurde. 0:3, die Angelegenheit war damit erledigt. Die Gäste steuerten einem ungefährdeten Auswärtssieg entgegen, während die Platzherren überwiegend versuchten, Schadensbegrenzung zu betreiben.
Zehn Minuten vor dem Ende schien gar das 0:4 fällig. Manuel Riemann holte Ben Halloran an der rechten Strafraumgrenze von den Beinen. Seinen Fehler machte er jedoch postwendend wieder gut, in dem er den fälligen Foulelfmeter von Michael Liendl parierte. Ohne Fremdverschulden musste Düsseldorfs Kapitän Oliver Fink verletzt vom Platz geführt werden. Im Nachhinein stellte sich ein Kreuz- und Innenbandriss heraus, sodass die Fortuna die nächste sechs Monate ohne ihn auskommen muss.
SV Sandhausen: Riemann – Schauerte (72. Ulm), Olajengbesi, Hübner, Achenbach – Linsmayer, Tüting (83. Kulovits) – Zimmermann, Thiede – Adler, Jovanovic.
Fortuna Düsseldorf: Rensing – Levels, Soares, Bodzek, Ramirez – Fink (75. Parevic), Gartner – Halloran, Liendl – Hoffer (59. Bance), Benschop (22. Golley).
Tore: 0:1 (3.) Halloran, 0:2 (9.) Liendl, 0:3 (50.) Liendl. Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen). Zuschauer: 5.750. Gelbe Karten: Jovanovic (8), Adler (5), Ulm (4/alle SVS).
Quelle: SV Sandhausen / sim Fotos: Rhein-Neckar Picture