VfR-Mittelfeldakteur Daniel Herm am Ball. Eppingens Mike Kappes (rechts) versucht den Ball zu erobern. Bild: Berno Nix
Vorschau 15. Spieltag Verbandsliga Nordbaden 2016/2017
VfR Mannheim | erstellt am Mi. 23.11.2016
Am übernächsten Wochenende wird noch der erste Rückrundenspieltag ausgespielt, bevor es für alle Mannschaften in die verdiente Winterpause geht.
Aktuell sieht die Lage wie folgt aus: Weinheim ist souveräner Tabellenführer, knapp dahinter der VfR Mannheim (2.) und Fortuna Heddesheim (3.). Auch der 1. FC Bruchsal (4.) ist sehr gut im Rennen, wenn er denn sein Nachholspiel beim ASV Durlach nicht verliert und auch nicht am Samstag beim Primus Weinheim stolpert. Die Germania aus Friedrichstal (5.) ist noch lange nicht abgeschrieben, wenn auch die Chancen auf einen der ersten beiden Plätze stark gesunken sind. Der ASV Durlach (6.) und alle dahinter platzierten Mannschaften werden in der Aufstiegsfrage kein Wörtchen mehr mitreden können.
Auf Abstiegsplätzen stehen der TSV Strümpfelbrunn (16.), TSV Reichenbach (15.) und TSV Amicitia Viernheim (14.). Die SG Heidelberg-Kirchheim (13.) steht auf einem Abstiegs-Relegationsplatz.
Szene aus Heddesheim-Bruchsal. Morad El Wardi (weiß) köpft auf das Bruchsaler Tor. Bild: Rafael Kowollik.
TSG 62/09 Weinheim – 1.FC Bruchsal (Sa.26.11. um 14:30 Uhr)
Wo steht der 1. FC Bruchsal (4.) wirklich? Nach einem mässigen Saisonstart, holten die Barockstädter unter Trainer Hicham Ouaki aus den vergangenen 8 Spielen, sieben Siege und ein Remis. Jetzt geht es gegen das Schwergewicht (12-1-1) der Liga, die TSG 62/09 Weinheim (1.). Bruchsal (8-3-2) müsste punkten, wenn man am führenden Trio dranbleiben will. Ganz leicht wird dies jedoch nicht werden, denn die Bergsträßer sind auch auf eigenem Platz eine Macht. Seit April 2015 haben die Weinheimer keine Niederlage auf eigenem Platz einstecken müssen. „Jede Serie geht mal zu Ende, aber das soll gegen Bruchsal noch nicht der Fall sein“, sagt TSG-Coach Dirk Jörns. SR. ist Michael Schroeter. Unser Tipp: 3:1.
FC Zuzenhausen – VfR Mannheim (So.27.11. 14:30 Uhr)
Der FC Zuzenhausen (12.) steckt in einer Krise. Die letzten vier Spiele gingen verloren (0:12 Tore), dabei weht zudem in der Offensive ein „laues Lüftchen“. Nur 16 Treffer haben die Kraichgauer erzielt, sechs davon alleine gegen den Tabellenletzten TSV Strümpfelbrunn. So wird es schwer werden, den gut aufgelegten VfR Mannheim zum Stolpern zu bringen. Einzig eine sehr defensive Ausrichtung, könnte für eine Minimalchance sorgen. Der VfR hat sieben seiner letzten acht Spiele gewonnen (7-0-1). Auch auswärts lassen die Rasenspieler nur sehr wenig liegen (5-1-1). Aus den letzten 8 Ligaspielen holte die Atik-Elf 7 Siege. SR. ist Markus Seidl. Unser Tipp: 0:2.
Fortuna Heddesheim – FV Lauda 1913 (So.27.11. um 14:30 Uhr)
Die Heddesheimer (3.) haben vier Siege in Folge eingefahren. Die Erfolge in den letzten Wochen mussten oft hart erkämpft werden, da fehlte so etwas die Leichtigkeit im Spiel der Heddesheimer. „Wir hatten schon einige Male das Glück auf unserer Seite“, weiß auch Trainer Rene Gölz, dass seine Mannschaft einen noch stärkeren Ball spielen kann. Mit im Aufgebot dabei, wird nach siebenmonatiger Verletzungspause erstmals Neuzugang Sandro Inguanta sein, der noch in Diensten des 1. FC Bruchsal, im April dieses Jahres einen Kreuzbandriss erlitt. Der FV Lauda (11.) ist eine „launische“ Mannschaft, die an guten Tagen auch Top-Teams aus dem Weg räumen kann. Auswärts waren die Taubertäler (1-0-6) bislang weniger erfolgreich. SR. ist Andreas Reuter. Unser Tipp: 3:1.
Schwetzingens Trainer Steffen Kohl will mit seiner Mannschaft das Derby in Viernheim für sich entscheiden. Bild: Lofi
TSV Amicitia Viernheim – SV 98 Schwetzingen (So.27.11. um 14:30 Uhr)
Beide Mannschaften haben schon manch größere Schlacht gegeneinander geschlagen. Jetzt trifft quasi der potentielle Abstiegskandidat TSV Amicitia Viernheim (14.), auf einen SV 98 Schwetzingen (7.), der mit dem Saisonverlauf (noch) nicht wirklich zufrieden sein kann. Nach ganz oben geht in der Tabelle nicht mehr viel und nach unten ist der Vorsprung nicht groß. Viernheim (10 Punkte) müsste dieses Spiel gewinnen, will man den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen nicht aus den Augen verlieren. Das Viernheimer Team hat genug Qualität im Kader, um drei vier Teams hinter sich zu lassen – aber dafür braucht man jetzt auch Siege. Auf eigenem Platz (1-2-4) lief es bislang nicht besonders. Ob sich das gegen die zuletzt doch stärker gewordenen Schwetzinger ändert? SR. ist Sebastian Reichert. Unser Tipp: 1:3.
SG HD-Kirchheim – SpVgg Durlach-Aue (Sa.26.11. um 14:30 Uhr)
Auch wenn die Heidelberger (13.) dies vielleicht etwas anders sehen wollen, aber man kann schon von einer Krise sprechen. Trainer Thorsten Moser musste gehen – Neu-Coach Manuel Wengert holte aus zwei Spielen null Punkte. So steht die SGK auf einem Abstiegsplatz, den es zu verlassen gilt. Aus den letzten 9 Spielen (1-2-6) holten die Kirchheimer nur einen einzigen Sieg, das war ausgerechnet gegen den Aufstiegsaspiranten VfR Mannheim (4:2). Kann Manuel Wengert der SGK neues Leben einhauchen? Es wird Zeit hierfür und den Anfang könnte man gegen die SpVgg. Durlach-Aue machen. Die „Veilchen“ unterlagen Heddesheim am Sonntag mit 0:1 Toren, konnten sich somit nicht von der unteren Region lösen. Trainer Patric Gondorf hat eine kampfstarke Truppe beisammen, die der SGK alles abverlangen wird. Auswärts konnte Durlach-Aue schon einige Male Punkten (2-3-3). SR. ist Rini Iljazi. Unser Tipp: 1:2.
ASV Durlach – VfB Eppingen (Sa.26.11. um 14:30 Uhr)
In den letzten drei Wochen lief es für die Durlacher (6.) weniger gut. Ein Spielausfall (Bruchsal) und zwei Auswärtsniederlagen gegen die Weinheimer und den VfR, haben die Karlsruher zunächst aus der Spitzengruppe katapultiert. Die letzten beiden Spiele gegen Eppingen und Reichenbach sollen nun siegreich gestaltet werden. Dazu beitragen soll die Heimstärke des ASV (3-2-1), auf dessen schwer bespielbarem Geläuf die Eppinger (8.) jedoch nicht chancenlos sind. Zum einen sind die Kraichgauer einen weniger guten Rasenplatz auch aus dem heimischen Stadion gewohnt, zum anderen sind die Eppinger kein typischer Punktelieferant, können jedem Gegner der Liga „Zähne zeigen“. Auswärts gelangen der Streichsbier-Elf erst zwei Siege (2-0-5). SR. ist Björn Schumann. Unser Tipp: 2:1.
TSV Strümpfelbrunn – TSV 05 Reichenbach (Sa.26.11. um 14:30 Uhr)
Dem TSV Strümpfelbrunn (16.) gebührt Respekt. Der letztjährige Meister der Landesliga Odenwald ist zwar abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz (0-3-11), aber das war auch irgendwie zu erwarten. Die finanziellen Möglichkeiten der Odenwälder sind nicht groß und der Aufstieg kam für den gesamten Verein auch etwas überraschend. Nun versucht man sich Woche für Woche gegen die stärksten Fußballteams aus dem nordbadischen Raum zu messen. Das kostet Kraft und Substanz, jeden Spieltag an die Grenzen zu gehen. Mit dem TSV Reichenbach (15.) kommt ein Mitabstiegskandidat nach Strümpfelbrunn. Die Reichenbacher (3-0-11) hatten einen großen, personellen Umbruch. Das Team ist mit knapp über 20 Jahren wohl das jüngste der gesamten Liga. Diese Unerfahrenheit hat in der Vergangenheit auch schon zu unnötigen Punktverlusten geführt, denn spielerisch ist der TSV richtig gut drauf. Die Jungs können kicken. In Strümpfelbrunn muss für die Mittelbadener ein Sieg herausspringen, ansonsten sieht es ganz düster aus. SR. ist Lukas Heim. Unser Tipp: 1:3.
TuS Bilfingen – Germania Friedrichstal (Sa.26.11. um 14:30 Uhr)
Der letztjährige mittelbadische Landesligameister TuS Bilfingen (9.) begann die Saison stark, baute dann aber auch mächtig ab (1-1-6). Die beiden letzten Spiele gingen dann wieder an Bilfingen, so dass der Aufsteiger im Soll liegt. Jetzt geht es gegen die spielstarken Friedrichstaler (5.), die selbst etwas unzufrieden sind, mit dem bisherigen Saisonverlauf. Der Oberligaabsteiger wollte um den Aufstieg spielen, hat aber aktuell 12 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Weinheim. Da stellt sich die Frage, ob die Germania jetzt noch so richtig an die Grenzen gehen kann/will. Einem starken Auftritt in Heddesheim, wo Friedrichstal unglücklich mit 1:0 unterlag, folgte trotz eines 1:0 Erfolges gegen die SG Kirchheim ein weniger gutes Spiel. Bilfingen ist Außenseiter und hat deshalb nichts zu verlieren. SR. ist Fabian Ebert. Unser Tipp: 2:3.
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