Benötigt der VfR Mannheim bald ein Fernglas, um auf den souveränen Spitzenreiter aus Weinheim blicken zu können? Samstag kommt es zum direkten Duell. AS Sportfotos
VfR-Pleite beim FC Zuzenhausen +++ Marschiert Weinheim davon? +++ Hakan Atik im Gespräch mit dem sport-kurier
VfR Mannheim | erstellt am Mo. 28.11.2016
Mit 0:2 mussten sich die Rasenspieler in Zuzenhausen am letzten Wochenende geschlagen geben und rutschten dadurch in der Tabelle der Verbandsliga Nordbaden auf den dritten Platz hinter Spitzenreiter TSG Weinheim (40 Punkte) und Fortuna Heddesheim (36) ab.
Der Rückstand auf die Zweiburgenstädter beträgt somit bereits sechs Punkte – und am kommenden Wochenende droht erneut Gefahr: Der VfR muss zum Spitzenspiel in Weinheim antreten.
Der Sportkurier sprach mit Mannheims Trainer Hakan Atik.
Hallo Herr Atik, was war los in Zuzenhausen?
Das Problem war, dass wir in der ersten Halbzeit eine Vielzahl an Chancen hatten, diese aber leider nicht genutzt haben. Als wir nach der Pause dann das erste Tor nach einer Standardsituation kassiert haben, haben sich einige unserer Spieler in einer Art Schockstarre befunden. Die Folge war, dass sich für Zuzenhausen dann viele Räume ergeben haben. Und so ist das zweite Gegentor dann auch durch einen Konter entstanden.
Nach der Niederlage gegen Kirchheim war es bereits die zweite Pleite gegen einen vermeintlichen leichten Gegner. Fehlt da vielleicht auch etwas die Konzentration, weil man die Gegner unterschätzt?
Unterschätzt würde ich nicht sagen. Aber die Körpersprache stimmt vielleicht nicht immer. Es muss einfach so sein, dass wir die nötige Geilheit und Kompaktheit über 90 Minuten zeigen. Wichtig ist auch, dass man gerade gegen Mannschaften, die tief stehen, auch die nötige Geduld mitbringt, ein Tor zu erzielen. Standardsituationen vor unserem Tor sollten deshalb tunlichst vermieden werden. Ich muss sagen, dass ich wirklich enttäuscht von den Jungs bin, denn wir können es auch anders. Das haben wir gegen die Spitzenteams der Liga gezeigt. Deshalb dürfen uns solche Niederlagen einfach nicht passieren.
Kann es sein, dass das Problem auch etwas in der Defensive liegt?
Nur auf die Abwehr kann man das nicht schieben. Unser Defensivverhalten beginnt schon bei den Stürmern. Wichtig ist immer, dass wir die Abstände einhalten. Niemand darf sich zu schade sein, auch mal ein, zwei Schritte mehr zu machen. Sonst passt es in der Arbeit gegen den Ball nicht. Das komplette Team muss die Wege machen. Das müssen wir beherzigen, dann wird der Erfolg auch wieder zurück kommen.
Nun geht es nach Weinheim, kann man sagen, dass das schon eine Art Alles-oder-Nichts-Spiel ist?
Sagen wir es so, ich denke nicht, dass es sich Weinheim nochmals nehmen lassen würde, wenn sie uns schlagen und auf neun Punkte davon ziehen. Aber wir fahren da hin, um zu gewinnen. Und das ist nicht unrealistisch, denn wir waren in den Topspielen bislang aus meiner Sicht die bessere Mannschaft. Zudem sind noch 15 Spiele zu spielen. Deshalb sehe ich diese Partie auch nicht als unsere letzte Chance. Falls es mit dem direkten Aufstieg nichts werden sollte, kann man auch noch über die Relegation gehen. Momentan liegt Heddesheim da zwei Punkte vor uns. Es ist also noch alles offen.
Was für ein Spiel ist in Weinheim zu erwarten?
Ein Topspiel. Wir werden alles daran setzen, um es zu gewinnen. Im Hinspiel haben wir das auch geschafft. Wir wollen kompakt stehen und permanent aggressiv gegen den Ball arbeiten.
zurück