Nicht nur Hakan Atik sah seine Mannschaft in Friedrichstal durch die Schiedsrichterleistung klar benachteiligt. Bild: AS Sportfotos
VfR Mannheim beim Spiel 12 gegen 9 unterlegen / 2 Feldverweise / 3:1 (0:0) Niederlage der Atik-Elf
VfR Mannheim | erstellt am So. 01.10.2017
Beim noch unbezwungenen FC Germania Friedrichstal verloren die Mannheimer vor 300 Zuschauern mit 3:1 (0:0) Toren. Die Treffer für Friedrichstal erzielten Patrick Roedling (68./89. Strafstoß) und Claudio Ritter (85.). Mannheims zwischenzeitliches 1:1 hatte Marc Haffa (71.) erzielt.
Unmut beim Anhang des VfR über die Schiedsrichterleistung von Mika Forster, der auch für den neutralen Betrachter des Spiels doch eine recht einseitige Auslegung von Entscheidungen zeigte. So flogen Mannheims Ajdin Zeric (44.) beim Stande von 0:0 und Christopher Hiller (78.) beim Stande von 1:1 jeweils mit gelbrot vom Platz.
Hakan Atik war nach dem Spiel entsprechend frustriert: „Die Schiedsrichterleistung war alles andere als gut. Da war konsequentes „pfeifen“ auch nur in eine Richtung erkennbar. Mehr möchte ich dazu jetzt gar nicht sagen.“
Zum Spielverlauf:
Die Friedrichstaler zeigten von Beginn an ein druckvolles Spiel auf das Mannheimer Tor. In der 16. Minute war es Claudio Ritter, der mit einem strammen Flachschuss den Innenpfosten, des von Keeper Sinan Bal gehüteten Tores traf. Und in der 20. Minute rettete Steffen Kochendörfer auf der Torlinie, als Patrick Roedling den VfR-Keeper bereits ausgespielt hatte und in das leere Tor einschieben wollte.
„In der Phase hatten wir Glück. Da hätten wir in Rückstand geraten können“, sah Atik sein Team anfangs etwas zu passiv. So nach 25 Minuten kamen die Mannheimer besser ins Spiel. Christopher Hiller scheiterte gleich zwei Mal kurz hintereinander mit Torschüssen nur knapp (26./30.). Auf der anderen Seite zischte ein Flachschuss von Claudio Ritter (39.) knapp am Torpfosten vorbei.
In die mittlerweile ausgeglichene und bis dahin auch faire Begegnung kam der doch überraschende Feldverweis (gelbrot) gegen Ajdin Zeric. SR. Forster sah in dem nicht wirklich verwarnungswürdigen Foulspiel in Höhe der Mittellinie die Notwendigkeit, gelbrot (44.) zu ziehen. Der VfR-Kapitän musste also fast mit dem Pausenpfiff von „Bord“.
„Da gibt man kein gelbrot. Da hat dem Referee das Fingerspitzengefühl gefehlt“, so Atik beim Pausengang.
In der 2. Halbzeit zeigte der VfR in numerischer Unterzahl eine gute Abwehrleistung, setzte selbst Akzente nach vorne. So war es der eingewechselte Marc Haffa, der nach schöner Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Joseph Olumide, mit einem Kopfball den vielumjubelten 1:1 Ausgleich erzielte (71.).
Hoffnung im VfR-Lager, bis zur 77. Minute. Da flog der nächste VfR-Akteur vom Platz. Christopher Hiller erhielt nach wiederholtem Foulspiel gelbrot.
Konsequent? Nicht wirklich, denn in der 66. Minute war es Mannheims Joseph Olumide, der zuvor in der Hälfte der Germania nach einer „Grätsche“ seines Gegenspielers regelrecht abhob. Da wäre wohl sogar ein glattes Rot gegen den Friedrichstaler Akteur die logische Konsequenz gewesen.
Der VfR nun mit 9 Mann und chancenlos? Nein, nach einer Flanke in den Strafraum kam Daniel Herm in aussichtsreicher Schussposition an den Ball und wurde von den Beinen geholt (83.). Der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus, da nutzten auch die lautstarken Proteste der Mannheimer nichts. Fast im Gegenzug düpierte Claudio Ritter den ansonsten gut haltenden Sinan Bal – es stand 2:1 (85.).
Seine schwache Leistung untermauerte Schiedsrichter Forster, indem er in der Schlussminute einen Strafstoß für die Germania verhängte, der selbst die Friedrichstaler und deren Anhang zum „schmunzeln“ veranlasste. Patrick Roedling nahm das Geschenk dankend an und erzielte den 3:1 Endstand.
FC Germania Friedrichstal – VfR Mannheim 3:1 (0:0)
Tore: 1:0 Roedling (68.), 1:1 Haffa (71.), 2:1 Ritter (85.), 3:1 Roedling (90./Elfmeter).
Bes. Vorkommnisse: Ajdin Zeric (VfR/44./gelbrot), Christopher Hiller (VfR/78./gelbrot), Strafstoß gegen VfR (90.)
Schiedsrichter: Mika Forster
Zuschauer: 300