Hakan Atik hat die erstn beiden Plzäe im Visier. Nur die ermöglichen eine Rückkehr in die Oberliga BW. AS Sportfotos
VfR-Coach Hakan Atik: „Ausreden zählen jetzt nicht mehr. Wer nicht mitzieht, fliegt aus dem Kader!“
VfR Mannheim | erstellt am Do. 12.01.2017
Doch das ist nur vorübergehend, es ist gewissermaßen die Ruhe vor dem Sturm. Denn ab dem 23. Januar weht bei den Rasenspielern ein anderer Wind. Dann starten die Rasenspieler in die Vorbereitung auf die Rest-Rückrunde und läuten gleichzeitig die Aufholjagd ein.
Momentan tut ein Blick auf die Tabelle nämlich weh. Dritter ist man, hat 34 Punkte auf dem Konto. Das sind fünf weniger als die Fortuna aus Heddesheim und neun weniger als die TSG Weinheim. VfR-Trainer Hakan Atik stellt bereits jetzt klar, dass ab sofort härter durchgegriffen wird: „Ausreden zählen jetzt nicht mehr. Wer nicht mitzieht, fliegt aus dem Kader!“
Stichwort Kader, kann es sein, dass der sich in der Winterpause dramatisch verändert? Aktuell deutet darauf nichts hin. Bis auf den Wechsel auf der Torhüterposition – Timo Utecht, der nach Thailand auswandert, wird durch Sandro Dörner ersetzt – hat sich nichts getan bislang.

Die Rasenspieler liegen mittlerweile 9 Punkte hinter der TSG Weinheim. Piero Adragna (VfR) am Ball – umringt von den Weinheimern Gegenspielern. AS Sportfotos
Atik sagt: „Wir werden wirklich nur dann jemand holen, wenn er uns auch wirklich qualitativ weiterbringt.“ In Frage kommen laut ihm ohnehin nur Spieler, die in der Innenverteidigung oder im Sturm eingesetzt werden können. Eine Änderung gibt es allerdings auf der Kommandobrücke. Künftig wird Ahmet Bozkoyun an der Seite von Atik als Co-Trainer fungieren. Zuvor war Bozkoyun als Trainer der U23 des VfR Mannheim aktiv. „Wir kennen uns schon sehr lange und zwar aus gemeinsamen Zeiten beim SV Waldhof. Er ist ein enger Vertrauter von mir und ich habe ihn ganz bewusst dazu geholt“, verrät Atik.
Gemeinsam wollen sie nun die Spitzengruppe aufmischen. Kann es vielleicht sogar sein, dass die TSG Weinheim komplett einbricht, da es dort bekanntlich nach der Saison große Veränderungen in Sachen Trainer und Mannschaft geben wird? Atik glaubt das nicht. „Dass der Verein in Weinheim nicht mitzieht, war ja schon länger bekannt und die Mannschaft hat trotzdem ihre Leistung gebracht. Das ist jetzt eine Charaktersache. Ich denke, dass sie das weiter professionell runter spielen werden.“

Mustafa Hariri (VfR/blau) gegen Heddesheims Anthony Loviso. Die Mannheimer liegen nach Ende der Hinrunde, fünf Punkte hinter dem Aufsteiger aus Heddesheim. AS Sportfotos
Und weiter: „Aber für uns geht es auch nicht darum, auf andere zu schauen. Wir müssen unsere Pflicht erfüllen. Wir haben dazu auch das Potenzial, brauchen aber eben auch die richtige Einstellung.“
Um rechtzeitig in Form zu sein, hat der VfR einige Testspiele ausgemacht. Es geht dabei vornehmlich gegen Landesligisten, was auch einen Grund hat: Atik will neue Spielsysteme ausprobieren und sich für die Rest-Saison möglicherweise taktisch neu ausrichten. Ein Schwergewicht ist dann aber doch dabei. Der VfR testet die Regionalliga-Elf des FC Astoria Walldorf.
In der Halle war man beim Sparkassen-Cup in Ketsch am Ball, konnte dort aber nichts reißen. In der Vorrunde war Endstation. Wer nun meint, Atik legt keinen Wert auf den Budenzauber, der täuscht sich jedoch. „Wir werden auch beim Morgenmasters mit der bestmöglichen Mannschaft antreten, allerdings sind einige Jungs zu dieser Zeit wohl noch im Urlaub und man muss schauen, wer alles zur Verfügung steht. Aber mit einem guten Abschneiden könnten wir Selbstvertrauen in die Verbandsliga-Runde mitnehmen.“
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