Weinheims Timo Gebhardt (rot) am Ball. Rechts Marcel Höhn (VfR), der den Weinheimer Abwehrspieler attackiert. Bild: Berno Nix
Dirk Jörns: „Es macht den anderen Teams sicherlich Mut, dass auch der VfR verlieren kann.“
Verbandsliga | erstellt am Di. 27.09.2016
Der Aufsteiger führt überraschend das Tableau mit 16 Zählern an, doch die Konkurrenz lauert. Die TSG Weinheim könnte an diesem Mittwoch nun bis auf einen Punkt heranrücken. Die Zweiburgenstädter empfangen Durlach-Aue. Es ist ein Nachholspiel, bei dem nun das Heimrecht getauscht wurde.
In Weinheim freut man sich auf die Partie, hat aber auch Respekt: „Das ist ein Gegner, der sehr unbequem spielt und auch sehr aggressiv. Sie stehen meist eher tief und fahren dann sehr gefährliche Konter. Individuelle Klasse ist ebenfalls vorhanden. Es wird deshalb mehr nötig sein als nur gut Fußball zu spielen“, sagt TSG-Trainer Dirk Jörns, der jedoch klar stellt: „Unser Anspruch ist es, dieses Spiel zu gewinnen. Und das können wir auch schaffen, weil wir fußballerisch die bessere Mannschaft sind.“
Mit dem Saisonstart an sich ist man in Weinheim sehr zufrieden
Verloren wurde nur zum Auftakt gegen den VfR Mannheim, was laut Jörns aber auch kein schlechtes Spiel seiner Mannschaft war. Vielmehr habe eigentlich nur das Ergebnis nicht gepasst. „Ansonsten haben wir wirklich schon ein paar sehr gute Spiele gemacht, in denen wir schon nahe am Optimum dran waren“, berichtet der Trainer. Der kürzliche 2:0-Sieg gegen Lauda passt hingegen nicht in dieses Schema. „Da hatten wir einen kleinen Durchhänger, aber haben eben trotzdem gewonnen. Und das ist wichtig.“
Steigerungspotenzial sieht er aber so oder so. Denn bislang ist es seinen Fast-Aufsteigern aus der Vorsaison noch nicht gelungen, ihr Toplevel über 90 Minuten zu halten. Im Gegenteil: „Meist waren es sogar nur 40, 50 Minuten, die wir wirklich am Limit gespielt haben. Das hat bis dato gereicht, doch da ist natürlich noch Luft nach oben.“

Szene aus dem Aufstiegsspiel gegen den Göppinger SV. Weinheims Christopher Hiller am Ball. Rechts TSG-Torjäger Cihad Ilhan (blau). AS Sportfotos
Mit einem Sieg wäre man Tabellenzweiter
Egal, mit einem Sieg gegen Durlach-Aue könnte Weinheim nun auch am VfR Mannheim vorbeiziehen und sich auf den zweiten Platz schieben. Spielt das in den Hinterköpfen eine Rolle? Jörns lacht: „Nein, sicher nicht. Aber natürlich fühlt es sich besser an, wenn du Erster und nicht Dritter bist, aber die Saison ist noch so lang, da kann noch ganz viel passieren. Letztes Jahr waren wir zwischendurch mal Zehnter und am Ende wurden wir Zweiter.“ Und weiter: „Aber es macht den anderen Teams sicher Mut, dass man am letzten Wochenende gesehen hat, dass eben auch der VfR verlieren kann.“
Einen Vorteil hätte ein Vormarsch auf den zweiten Platz aber dann doch: Am übernächsten Wochenende steigt nämlich das Derby gegen Heddesheim, das momentan ja an der Spitze steht. Und Erster gegen Zweiter hätte schon was. Jörns beurteilt die Lage ähnlich: „Das wäre dann ein echtes Spitzenspiel, zu dem bei dieser Konstellation dann vielleicht noch mehr Zuschauer kommen würden.“
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