SGK-Keeper Andy Gänsmantel greift das Leder vor den Heddesheimern Angreifern ab.  Foto: Rafael Kowollik

SGK-Keeper Andy Gänsmantel greift das Leder vor den Heddesheimern Angreifern ab. Foto: Rafael Kowollik

SG Heidelberg-Kirchheim wirft Heddesheimer aus dem Pokal +++ 0:3 (0:1) Niederlage

Verbandsliga | erstellt am So. 02.08.2015

Unter dem Strich ein verdienter Sieg der Heidelberger, die clever agierten und sich in den entscheidenden Momenten sehr effektiv zeigten. Rehm (12./Foulelfmeter), Peric (61.) und Aydingülü (90.) trafen für die Elf von Trainer Kristian Sprecakovic.

Rene Gölz: „Wir haben zu umständlich agiert“

„Wir können über weite Strecken mit dem Spiel nicht zufrieden sein. Zwar hatten wir deutlich mehr Ballbesitz, aber wir konnten uns in der entscheidenden Zone nicht durchsetzen, das war zu wenig. Die Heidelberger haben hinten konsequent verteidigt und durchweg mit langen Bällen auf die schnellen Angreifer ihr Spiel aufgezogen. Da waren wir auch in der Defensive zu anfällig und haben es dem Gegner zu leicht gemacht“, so Fortuna Coach Rene Gölz nach dem Spiel.

Heddesheims Markus Engel wird von Kirchheims Dragan Peric verfolgt. Bild: Kowollik

In der Tat: Bis zur 61. Minute, als Dragan Peric die gesamte Viererkette der Heddesheimer wie C-Schüler aussehen ließ und gekonnt den Ball aus knapp 20 Metern in den Torwinkel platzierte – so zum vorentscheidenden 0:2 traf, war das Spiel auf der Kippe gestanden.

Wenige Torgelegenheiten auf beiden Seiten

Nach ausgeglichener 1. Halbzeit, in der die Kirchheimer ihre einzige Torchance in Form eines verhängten Strafstoßes zum 0:1 durch Jonas Rehm (12.) nutzten und die Fortuna durch Nico Maxein einen Lattentreffer zu verzeichnen hatte – starteten die Heddesheimer rasant in die 2. Halbzeit.

Mit der Einwechslung von Marcel Höhn, der eigentlich geschont werden sollte, wurde das Spiel der Hausherren stärker. Richard Wegmann hatte auch gleich den Ausgleich in der 46. Minute auf dem Fuße. Sein platzierter und wuchtiger Distanzschuss aus 20 Metern faustete Heidelbergs Keeper Andy Gänsmantel jedoch mit einer Glanzparade aus dem Torwinkel.

Heddesheims Nicolas Hahn (blau) ging mit einem grippalen Infekt ins Spiel. Er hatte nur Luft für 45 Minuten. Neben ihm Kirchheims Patrick Berecko. Bild: Kowollik.

Bis zum 0:2 war die Fortuna am Drücker

„So einen Schuss halten nur sehr wenige Torsteher. Ist der Ball drin, läuft das Spiel anders“, haderte nicht nur Co-Trainer Melvin Faust mit dieser vergebenen Ausgleichschance. Die nächste Möglichkeit bot sich Damian Pritchett, der eine Hereingabe von Anthony Loviso frei vor dem Tor nur knapp verfehlte (53.).

Der Ausgleich lag zwischen der 46. und 60. Minute förmlich in der Luft, aber die SGK zeigte sich nach einem schnellen Vorstoß konsequent. Dragan Peric narrte die gesamte Abwehr der Heddesheimer und durfte zeitweise 15 Sekunden lang unbehelligt nahe der Strafraumgrenze sein Unwesen treiben. Als sich Peric immer noch nicht gestört fühlte, platzierte er das Leder aus 18 Metern in den Torwinkel (61.). Keeper Daniel Tsiflidis war machtlos – 0:2!

Marcel Höhn (blau) spielte nach seiner Einwechslung stark auf, aber auch er konnte dem Spiel keine Wende verleihen. Bild: Kowollik.

In der Folge ein zu statischer Spielaufbau bei der Fortuna. Die Angreifer Thorsten Kniehl und Daniel Gulde waren fast komplett aus dem Spiel genommen und über die Außenpositionen lief bis auf die eine und andere Aktion von Marcel Höhn, wenig bis gar nichts. Die Gäste aus Heidelberg bei Kontern stets gefährlich, hätten es durch Mustafa Hariri in der 79. Minute endgültig klar machen können, aber er scheiterte in der 1:1 Situation an FV-Keeper Daniel Tsiflidis.

Das Tüpfelchen auf dem „i“ in der 90. Minute, als Can Aydingülü das Leder an Tsiflidis vorbeischlenzte und der eingewechselte Amar Puzic noch vor der Linie retten wollte, den Ball aber nicht mehr wegbekam und ins eigene Tor abfälschte.

Rene Gölz: „Ein verdienter Sieg der Heidelberger. Wir werden dieses Spiel in Ruhe analysieren und daraus unsere Konsequenzen ziehen“, so der FV-Cheftrainer.

Kristian Sprecakovic: „Meine Mannschaft hat das sehr gut gemacht. Wir haben den Wirkungskreis der Heddesheimer eingegrenzt und in der Offensive Akzente gesetzt“, war Heidelbergs Trainer mit dem Auftritt seiner Mannschaft hochzufrieden.

Heddesheim: Tsiflidis – Loviso (82. Puzic), Pritchett, Göttlicher, Engel (84. Zax), Wegmann, Krohne (64. F. Zimmermann), Maxein (73. Giovanni Marino), Gulde, Hahn (46.Höhn), Kniehl.
Auf der Bank: Bal – Höhn, Zax, Zimmermann, Puzic, Marino, (Erdem nicht einsatzfähig).

Heidelberg: Gänsmantel – Bergold, Rehm, Berecko, Kiefer (90. Kupceric), Hariri (80. Schmidt), Zimmermann (57. Gessel), Noura, Peric (86. Aydingülü), Rehberger, Schaudt.
Auf der Bank: Gebhard – Gessel, Schmidt, Nakic, Kupceric, Aydingülü.

Tore: 0:1 Jonas Rehm (12. Foulelfmeter), 0:2 Dragan Peric (61.), 0:3 Can Aydingülü (90.)
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Sebastian Reichert;
Assistent I Steffen Heer; Assistent II Maurizio Häfele

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