Petrovic (rot) gegen seinen Schwetzinger Gegenspieler. Bild: VfR Mannheim

Petrovic (rot) gegen seinen Schwetzinger Gegenspieler. Bild: VfR Mannheim

„Es wird diese Saison keine Mannschaft einen Durchmarsch machen“ +++ Schwetzingens Coach Steffen Kohl nach dem 1:0 Sieg über den VfR im Interview

Verbandsliga | erstellt am Mi. 02.09.2015

Momentan rangiert die Mannschaft von Steffen Kohl auf dem sechsten Tabellenplatz. Einem 0:2 gegen Durlach folgten zwei Siege. Ein 3:1 gegen Zuzenhausen und ein 1:0-Ausrufezeichen gegen den VfR Mannheim.

Der Sportkurier sprach mit Trainer Steffen Kohl über den Start in eine aufregende Saison.
 
Hallo Herr Kohl, wie zufrieden sind Sie denn mit dem Auftakt in der Verbandsliga?

Wir können absolut zufrieden sein. Gegen Durlach hatten wir noch 30 Minuten, die schlecht waren. Deshalb sind wir auch in Rückstand geraten. Gegen Zuzenhausen und den VfR haben wir uns dann kontinuierlich gesteigert.
 
Durlach scheint aber auch ein richtig gutes Team zu sein. Es steht mit neun Punkten an der Tabellenspitze…

Ja, ich halte sie auch für wirklich gut. Sie haben ein paar gestandene Oberligaspieler im Kader. Und gerade die Offensive von Durlach ist sehr stark.
 
Gibt es aus Ihrer Sicht schon eine Mannschaft, die bislang überrascht hat in der Verbandsliga?

Nach drei Spielen ist das schwer zu sagen. Aber dass Durlach mit drei Siegen ganz oben steht, war so sicher nicht unbedingt zu erwarten. Aber um so etwas richtig beurteilen zu können, müssen erstmal sieben bis acht Spieltage gespielt sein. Dann sieht man schon etwas genauer, wo wer steht. Momentan haben sich einfach noch nicht alle Mannschaften gefunden.
 
Der VfR Mannheim hat derzeit auch noch so seine Probleme…

Ich habe mir die Mannschaft zuvor genau angeschaut und wusste, was auf uns zukommt. Dementsprechend habe ich meine Spieler dann auch eingestellt. Wir wussten, wie man sie vielleicht ärgern kann. Und letztlich lagen wir dann ja auch richtig.

Schwetzingens Trainer Steffen Kohl sieht keine Mannschaft, die einen glatten Durchmarsch durch die Verbandsliga machen kann. Bild: lofi.
 
Gut, aber wie muss man denn nun gegen die Rasenspieler antreten, wenn man sie schlagen möchte? Eher defensiv?

Grundsätzlich muss ich sagen, dass wir offensiver gegen den VfR Mannheim gespielt haben, als gegen Zuzenhausen. Doch ich will jetzt hier auch keine Tipps geben, wie man den VfR schlagen kann. Oder sagen, was sie meiner Meinung nach können und was nicht so gut. Denn im Endeffekt kann es der VfR sicher. Die Saison ist ja auch noch jung. Prinzipiell bin ich mir aber sicher, dass es in dieser Saison keine Mannschaft wie den SV Sandhausen II in der Vorsaison geben wird, der locker durch die Verbandsliga marschiert. Alles ist sehr ausgeglichen. Und wenn man nicht zu hundert Prozent bei der Sache ist, kann man gegen jeden Gegner Punkte liegen lassen.
 
Am Sonntag tritt Ihre Mannschaft nun ab 15.30 Uhr in Spöck an. Was erwarten Sie dort?

Das ist schwer zu sagen. Spöck kenne ich nicht wirklich. Aber sie sind mit 0 Punkten und 0:16-Toren sehr schlecht gestartet. Trotzdem werden sie gegen uns sicher hoch motiviert sein, weil sie den ersten Heimsieg wollen. Wichtig ist, dass wir alle heiß sind und voll konzentriert. Klar ist auch, dass wir mit einem Sieg in Spöck unsere sechs Punkte vergolden könnten. Oder besser: untermauern könnten. Denn wenn du dort verlierst, hast du sechs Punkte aus vier Partien, was wiederum ein nicht mehr ganz so guter Saisonstart wäre.

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