9b5c8c5b4a81c1d9ea9ed3060317f130-4f5
Badischer Krombacher Pokal geht in seine erste Runde
Badischer Fußballverband | erstellt am Do. 17.07.2014
Foto oben. Der Sieger des Badischen Pokalfinales 2013/2014 – der FC Astoria Walldorf.
Am 26. und 27. Juli rollt der Ball. Als Losfee für die erste Runde fungierte übrigens Regis Dorn, der ehemalige Knipser des SV Sandhausen, der mittlerweile im Managementbereich der Hardtwälder mitmischt.
Zunächst werden dann nur unterklassige Vereine am Start sein. Landesligisten, Kreisligisten, A-Ligisten. Also alles Teams, denen der ganz große Coup nicht zuzutrauen ist. Doch letztlich träumen auch die Kleinen vom Titel und dem damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal, der die Amateurklubs dann mit einem warmen Geldregen eindeckt.
Foto: Szene aus dem Pokalspiel zwischen dem VfB Gartenstadt und dem VfR Mannheim. Saison 2013/2014. Bild: Rhein-Neckar Picture.
Zuletzt kam der FC Astoria Walldorf in diesen Genuss. Die Astorstädter setzten sich im letztjährigen Krombacher Pokal die badische Krone auf. Im Endspiel gegen den FC Nöttingen triumphierte der FCA mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Michael Kaufmann in der 65. Minute. Ausschlaggebend für das Erfolgserlebnis war aber vor allem eins: eine bärenstarke Defensive. Walldorf ließ nichts zu, verteidigte auf einem ganz hohen Niveau. Und der Lohn ist fürstlich: Mit dem Erreichen der ersten Runde im nationalen Pokal haben die Walldorfer 110.000 Euro sicher. 
Zudem hatte man auch noch Losglück. Gut, es sind nicht die Bayern oder die Dortmunder, die in der Kurpfalz aufkreuzen werden. Aber immerhin ein anderer Bundesligist: In der ersten DFB-Pokal-Runde, die zwischen dem 15. und 18. August ausgetragen wird, empfängt man Hannover 96.
Ein spielstarker Erstligist, bei dem es unter Tayfun Korkut zuletzt wieder spürbar aufwärts ging. Wo die Partie ausgetragen wird, war lange unklar. Zuletzt wurde geprüft, in wie weit das Walldorfer Stadion den Ansprüchen genügt. Oder ob man vielleicht doch in die Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena ausweichen sollte. Alles in allem eine blöde Situation, die mittlerweile beendet ist. Es wird definitiv in Walldorf gespielt.
Foto: Szene aus dem Halbfinalspiel zwischen dem VfR Mannheim und FC Nöttingen. Hier treffen die Remchinger gegen die Mannheimer – zogen in das Finale ein.
Zurück zur Qualifikation. Die würde auch der SV Waldhof gerne mal wieder meistern. Seit Jahren versuchen es die Blau-Schwarzen vergeblich. Wobei es zu Zeiten, als der SV Sandhausen, der Karlsruher SC und einst auch 1899 Hoffenheim die gleichen Ziele hatten, auch ein schwieriges Unterfangen war. Diese Zeiten sind aber vorbei. Im letzten Jahr scheiterte die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak auswärts beim klassentieferen FC Nöttingen. Ein Trauerspiel, das viele Waldhof-Fans fassungslos mitverfolgten.
In diesem Jahr soll es nun einen neuen Anlauf geben. Aber die Konkurrenz ist erneut groß. Die Hauptkonkurrenten dürften wieder die üblichen Verdächtigen sein: Titelverteidiger Walldorf, der FC Nöttingen und die SpVgg Neckarelz. Drei Mannschaften, die genau wie der SVW bereits für die dritte Runde gesetzt sind.
Foto: Auch die Waldhöfer unternehmen einen erneuten Anlauf, um endlich einmal den durchaus begehrten Pokalsieg zu erringen. Dieser berechtigt zur DFB-Pokalrunde.

Im Klartext: Am Wochenende des 9. und 10. August müssen die „großen Vier“ erstmals ihre Vormachtstellung beweisen. Apropos Neckarelz: Die SpVgg hat vor Jahren eindrucksvoll bewiesen, was ein Coup im Krombacher Pokal bewirken kann.
Nachdem die Mannschaft von Erfolgscoach Peter Hogen dann auch noch den FC Bayern zugelost bekam und dieser vor ausverkauftem Haus in der Rhein-Neckar-Arena empfangen wurde, wurde so viel Geld in die Kasse gespült, das aus einem ambitionierten Oberligisten mittlerweile eine Truppe geworden ist, die in der Regionalliga höchsten Ansprüchen genügt.
Der Artikel erschien in unserer Sportkurier-Printausgabe.
Fotos: Rhein-Neckar Picture – letztes Bild Marco Bschirrer
zurück