Foto: IMAGO / Eibner
Ein Punkt beim Spitzenreiter – und beinahe wäre für Walldorf noch mehr drin gewesen
Regionalliga | erstellt am So. 01.11.2026
SGV Heilbronn-Freiberg – FC-Astoria Walldorf 0:0
sport-kurier. Keine Tore, aber ein Ergebnis mit Gewicht: Der FC-Astoria Walldorf hat beim bisherigen Tabellenführer SGV Heilbronn-Freiberg einen verdienten Punkt gewonnen. Vor 1.054 Zuschauern im Heilbronner Frankenstadion überzeugten die Gäste nicht nur mit aufmerksamer Abwehrarbeit, sondern stellten den Favoriten auch offensiv vor Probleme. Während Walldorf seinen Aufwärtstrend bestätigte, musste der weiterhin ungeschlagene SGV die Tabellenführung abgeben. Aalen und der VfR Mannheim zogen vorbei.
Trainer Andreas Schön vertraute jener Startelf, die eine Woche zuvor Hessen Kassel mit 4:1 bezwungen hatte. Zunächst waren allerdings die Gastgeber gefährlicher. Merveille Biankadi verfehlte nach einer Hereingabe von Meghon Valpoort das Tor. In der 28. Minute landete der Ball dann im Walldorfer Netz, doch Scott Kennedys Treffer zählte wegen einer Abseitsentscheidung nicht. Eine Szene, über die sich die Freiberger auch nach dem Abpfiff noch ärgerten.
Walldorf fand anschließend zunehmend eigene Wege zum gegnerischen Tor. Kenny Freßle und Felix Kendel kamen noch vor der Pause zu guten Möglichkeiten. Damit zeigte sich bereits im ersten Durchgang: Die Astoria war keineswegs nur angereist, um den Punkt zu verteidigen.
SGV-Trainer Kushtrim Lushtaku wechselte zur Halbzeit gleich dreimal. Die erhoffte Überlegenheit stellte sich jedoch nicht ein. Walldorf blieb ein unbequemer Gegner und zwang Torhüter Benedikt Grawe auch nach dem Seitenwechsel zu wichtigen Eingriffen. Auf der anderen Seite vergab Gwangin Lee eine aussichtsreiche Gelegenheit. Trotz der Chancen auf beiden Seiten fehlte im Abschluss die letzte Präzision. Bis zum Ende blieb offen, ob einer Mannschaft noch der entscheidende Treffer gelingen würde.
Die Gelegenheit dazu hatte kurz vor Schluss Marcel Carl. Der eingewechselte Walldorfer scheiterte nach einem Gegenangriff an Grawe. So blieb es beim Remis, mit dem Schön zufrieden war: „Wir können mit dem Punkt sehr gut leben.“ Der FCA-Coach hob besonders die Qualität der eigenen Möglichkeiten hervor. Auch Lushtaku zollte den Gästen Anerkennung und bescheinigte ihnen eine hohe spielerische Qualität, bemängelte zugleich aber die Chancenverwertung seiner Mannschaft.
Für Walldorf ist der Punktgewinn ein weiterer Hinweis auf eine positive Entwicklung. Aus den vergangenen fünf Ligaspielen holte die Astoria acht Zähler und verlor in diesem Zeitraum lediglich beim VfR Aalen. Bemerkenswert ist zudem, dass der FCA erstmals in dieser Saison auswärts ohne Gegentor blieb – ausgerechnet gegen eine Mannschaft, die zuvor bereits 32 Treffer erzielt hatte. Mit nun 14 Punkten und einem Torverhältnis von 20:22 verbesserte sich Walldorf nach den Samstagsspielen auf Rang zwölf.
SGV Heilbronn-Freiberg: Benedikt Grawe – Tino Bradara (46. Tim Niklas Pietzsch), Marshall Murray Ngassa Faleu (46. Paul Polauke), Scott Kennedy, Abou Dramane Ballo – Tim Latteier, Merveille Biankadi (46. Justin Steinkötter), Gwangin Lee, Leon Petö (61. Marius Köhl), Michael Martin – Meghon Valpoort (68. Marlon Mustapha).
FC-Astoria Walldorf: Michel Witte – Marvin Mutz, Bennet Schieber, Emilian Lässig – Iosif Maroudis (87. Joseph Charles Richardson II), Maximilian Waack, Yannick Thermann (65. Lennart Grimmer), Konrad Riehle, Kenny Freßle (72. Tom Gebauer) – Felix Kendel (65. Marcel Carl), Karlo Kuranyi (87. Max Müller).
Tore: keine.
Schiedsrichter: Julien Belzer (Pirmasens).
Zuschauer: 1.054.