VfR Mannheim - SV Eintracht Trier, Regionalliga Südwest, v.re. Mannheims Jonas Weik hat hier gegen Triers Jannis Held das Nachsehen. 16.08.2026 / Foto: Berno Nix

VfR Mannheim - SV Eintracht Trier, Regionalliga Südwest, v.re. Mannheims Jonas Weik hat hier gegen Triers Jannis Held das Nachsehen. 16.08.2026 / Foto: Berno Nix

Auftaktheimniederlage gegen Eintracht Trier ++ VfR verliert sein erstes Heimspiel in der Regionalliga Südwest mit 1:2 (1:1).

Regionalliga | erstellt am Mo. 17.08.2026

War in der letzten Woche dem VFR noch das Glück der letzten Sekunde hold, verhielt es sich beim Heimauftakt gegen Eintracht Trier genau andersherum. Als Zuschauer und Spieler bereits mit einem Unentschieden rechneten, schlug in der 90. Minute Jonas Singer für Trier zu und erzielte, als er nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum in Ballbesitz kam, das spielentscheidende 1:2 per Abstauber. Die letzte Chance für den VfR in der 94. Minuten setzte Hartmann nach Ecke per Kopf über den Kasten.

So blieb es also nicht bei einem Unentschieden, dass man sicher als leistungsgerecht bezeichnet hätte.

Der genannte Singer, Neuzugang vom TSV Steinbach Haiger, war es auch, der Trier in der 4. Minute des Spiels in Führung gebracht hatte. Er war auf der linken Angriffsseite fein in Szene gesetzt worden, setzte sich gegen einen Abwehrspieler durch und vollendete ins lange Eck. Dabei waren die ganz in Rot spielenden Mannheimer sehr gut ins Spiel gekommen, und hatten bereits nach zwei Minuten einen ersten Pfostenschuss durch Esswein zu verzeichnen. Die Quadratestädter waren durchaus als Favoriten ins Spiel gegangen, hatten doch die Trierer ihren Auftakt zu Hause mit 0:1 in den Sand gesetzt.

Der VfR zeigte sich kurz geschockt und musste in der 5. Minute einen weiteren schwierigen Moment überstehen, als die Eintracht-Spieler erneut über links einen Konter fuhren.

VfR Mannheim – SV Eintracht Trier, Regionalliga Südwest, v.l. Mannheims Alexandru Paraschiv gegen die Trierer Gianluca Pelzer und Elia Dittrich 16.08.2026 / Foto: Berno Nix

Mit zunehmender Spieldauer erkämpfte sich Mannheim jedoch ein Übergewicht im Mittelfeld, kam zu ersten Eckstößen und erarbeitete sich durch Pander eine Situation, die in der 22. Minute zum Elfmeter führte. Esswein verwandelte diesen stramm unten links. Die Rasenspieler erhöhten den Druck und kamen kurz nach dem Elfmeter durch Pander und in der 37. durch Paraschiv zu gefährlichen Chancen. Die Moselstädter blieben ihrerseits durch Konter sehr gefährlich und setzten insbesondere über die linke Seite durch die agilen Dittrich und Blum der VfR-Abwehr zu. Die Innenverteidigung hatte einiges zu tun. Die linke Abwehrseite des VfR war heute dank des starken Umut Sentürk jedoch quasi nicht zu durchdringen.

Die 1.075 Zuschauer hatten in der ersten Halbzeit ein gutklassiges, temporeiches und durchaus auch kampfbetontes Spiel gesehen. Die 2. Halbzeit begann mit zwei starken Szenen für die Eintracht, die aber nicht verwertet werden konnten. Von dieser ersten Dynamik konnten sich die Mannheimer schnell erholen, und sie kamen ihrerseits in der 56. Minute durch Paraschiv, der heute erneut auffallender Aktivposten war, zu einer Großchance. An der rechten Strafseite setzte er sich gegen drei Trierer durch, in letzter Sekunde verhinderte jedoch ein Trierer Bein den Schuss in die untere Torecke.

In der Folgezeit versuchte, Mannheim das Geschehen zu kontrollieren. Man merkte aber auch, dass die sommerliche Hitze ihren Tribut verlangte. Auf beiden Seiten wurden Torchancen rarer, wobei in der 2. Hälfte Trier die gefährlicheren hatte, so in der 66. und 71., als Sentürk vor einem einschussbereiten Trierer Stürmer rettete.
Zwar versuchten die Stürmer der Hausherren, immer wieder schnell nach vorne zu spielen, aber das gelang nur noch punktuell wie in der 83., als Pasqual Pander sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und ins Tor traf, dieses aber wegen Abseitsstellung nicht anerkennt wurde.

In den letzten zehn Minuten plätscherte das Spiel vor sich hin, Sommerruhe schien sich über das Rhein-Neckar-Stadion gelegt zu haben – bis zur 90. Minute eben. Der zahlreich erschienene Trierer Anhang durfte sich freuen. Für die Mannheimer geht es nächste Woche gegen den Tabellenführer Freiberg-Heilbronn weiter. Moral und Kampfbereitschaft haben gestimmt, Erfolge werden sich sicher einstellen.

Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Weik (90. +2 Seifert), Becker, Hartmann, Sentürk (84. Zeigler) – Marx, Rupp (78. Krüger) – Paraschiv, Esswein – Berisha, Pander

Aufstellung SV Eintracht Trier:
Wechsel – Held, Blum (81. Filipe), Dittrich, Tekerci (46. Sausen), Pelzer (65. Mikatidis), Spang, Kritzer (65. Wähling), Herber (77. Rahn), Singer, Marceta.

Tore: 0:1 Singer (4.), 1:1 Esswein (22. Foulelfmeter), 1:2 Singer (90.).

Zuschauer: 1.075
Schiedsrichter: Elias Appel

Pressemitteilung VfR Mannheim / Von Tilman Braun

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