VfR Mannheim - SV Stuttgarter Kickers, Regionalliga Süd West, v.l. Mannheims Lukas Peter Rupp zwischen den Stuttagrtsern Melkamu Benjamin Daniel Frauendorf (li.) und Nico Blank (re.). 10.10.2026 / Foto: Berno Nix

VfR Mannheim - SV Stuttgarter Kickers, Regionalliga Süd West, v.l. Mannheims Lukas Peter Rupp zwischen den Stuttagrtsern Melkamu Benjamin Daniel Frauendorf (li.) und Nico Blank (re.). 10.10.2026 / Foto: Berno Nix

Aufsteiger VfR Mannheim setzt nächstes Ausrufezeichen ++ VfR Mannheim – Stuttgarter Kickers 2:0 (1:0)

Regionalliga | erstellt am So. 11.10.2026

SPK. Der VfR Mannheim hat seinen bemerkenswerten Saisonstart fortgesetzt und mit dem 2:0 gegen die Stuttgarter Kickers eines der Spitzenteams der Regionalliga Südwest bezwungen. Vor 1.233 Zuschauern im Rhein-Neckar-Stadion überzeugte der Aufsteiger vor allem mit seiner taktischen Disziplin, einer erneut stabilen Defensive und großer Konsequenz in den entscheidenden Momenten.

Die Mannheimer erwischten einen Auftakt nach Maß. Bereits in der fünften Minute brachte Kapitän Alexander Esswein die Blau-Weiß-Roten in Führung. Der frühe Treffer spielte dem VfR in die Karten, der sich anschließend auf seine kompakte Organisation verlassen konnte. Trainer Marcel Abele musste seine Formation allerdings früh verändern: Bereits nach 14 Minuten kam Jonas Weik für Tim Seifert in die Begegnung.

Stuttgarter finden nur schwer in die Partie

Die Kickers, die als Tabellenzweiter und nach vier ungeschlagenen Pflichtspielen nach Mannheim gereist waren, fanden nur schwer in die Partie. Zwar hatten die Gäste längere Ballbesitzphasen, doch im Spiel nach vorne fehlten Tempo, Genauigkeit und die nötige Durchschlagskraft. Der VfR arbeitete geschlossen gegen den Ball, hielt die Räume eng und zwang die Stuttgarter immer wieder zu Fehlern. Wirklich klare Gelegenheiten blieben aufseiten der Gäste Mangelware.

Die Begegnung wurde mit zunehmender Spieldauer intensiver. Mehrere Verwarnungen auf beiden Seiten unterstrichen den umkämpften Charakter der Partie. Mannheim ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und verteidigte den knappen Vorsprung mit großer Konzentration. Die Stuttgarter Kickers blieben trotz ihrer offensiven Qualität – vor der Begegnung hatten sie in zehn Spielen 19 Tore erzielt – weitgehend wirkungslos. Auch der zur Pause eingewechselte Sebastian Müller und die später gebrachten Christoph Meister und Christian Mauersberger konnten dem Spiel der Gäste keine entscheidende Wendung geben.

Nach etwas mehr als einer Stunde reagierte auch Abele und brachte mit Kevin Krüger und Tyrese Zeigler zwei frische Kräfte. Der VfR konzentrierte sich weiterhin auf eine sichere Ordnung, blieb bei seinen Umschaltaktionen aber gefährlich. Alexander Esswein verließ nach 77 Minuten unter dem Beifall der Zuschauer den Platz. Gleichzeitig kam Alexandru Paraschiv für Mart Ristl in die Partie.

VfR Mannheim – SV Stuttgarter Kickers, Regionalliga Süd West, v.l. Mannheims Flamur Berisha gegen Stuttgarts Vincent Glessing 10.10.2026 / Foto: Berno Nix

Einwechslungen zahlten sich aus

Diese Einwechslung sollte sich auszahlen. Die Kickers warfen in der Schlussphase mehr Spieler nach vorne, entwickelten dabei aber weiterhin kaum echte Torgefahr. Mannheim verteidigte leidenschaftlich und wartete geduldig auf die Möglichkeit zur endgültigen Entscheidung. In der zweiten Minute der Nachspielzeit machte Paraschiv schließlich alles klar. Der Rumäne erzielte das 2:0 und belohnte den VfR für eine reife und über weite Strecken kontrollierte Vorstellung.

Der Erfolg war keineswegs selbstverständlich. Stuttgart war mit 20 Punkten und großen Ambitionen angereist, blieb in Mannheim jedoch erstmals seit vier Pflichtspielen wieder ohne Zähler. Besonders bemerkenswert: Die Kickers hatten zuvor in jedem ihrer Saisonspiele getroffen – diese Serie beendete die Mannheimer Defensive eindrucksvoll.

Für den VfR war es dagegen das nächste starke Signal an die Konkurrenz. Der Aufsteiger ist mittlerweile seit acht Begegnungen ungeschlagen und musste in zehn Saisonspielen lediglich eine Niederlage hinnehmen. Mit 17 Punkten rückten die Rasenspieler auf den fünften Tabellenplatz vor und haben weiterhin eine Partie weniger absolviert als mehrere Konkurrenten. Die erst neun Gegentreffer sind zudem der beste Defensivwert der Liga.

Nach dem 5:1 gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz bestätigte der VfR damit auch gegen einen deutlich stärker eingeschätzten Gegner seine hervorragende Verfassung. Die Mannschaft wirkt längst nicht mehr wie ein Aufsteiger, der ausschließlich um den Klassenerhalt kämpft. Gegen die Stuttgarter Kickers präsentierte sich Mannheim abgeklärt, widerstandsfähig und in den entscheidenden Situationen effizient.

VfR Mannheim: David Nreca-Bisinger – Hans-Juraj Hartmann, Christian Kuhn, Mehdi Hetemaj – Vincent Moreno Giesel (63. Kevin Krüger), Tim Seifert (14. Jonas Weik), Flamur Berisha, Mart Ristl (77. Alexandru Paraschiv), Lukas Rupp (63. Tyrese Zeigler) – Anas Alaoui, Alexander Esswein (77. Jannik Marx).

Stuttgarter Kickers: Felix Dornebusch – Nico Fundel, Luca Trslic (79. Laurin Völlmerk), David Udogu, Elvir Zukaj – Nico Blank, Melkamu Frauendorf (71. Christoph Meister), Maximilian Zaiser (46. Sebastian Müller) – Dejan Božic, Yannick Glessing (71. Christian Mauersberger), David Stojak.

Tore: 1:0 Alexander Esswein (5.), 2:0 Alexandru Paraschiv (90.+2).
Zuschauer: 1.233.
Schiedsrichter: Jan-Vincent Ritter (Kaiserslautern).
Zuschauer: 1.233.

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