VfR Mannheim - FC Nöttingen, Oberliga Württemberg, v.l. Mannheims Akin Ulusoy gegen Nöttingens Oguzhan Kececi. Foto: Berno Nix

VfR Mannheim - FC Nöttingen, Oberliga Württemberg, v.l. Mannheims Akin Ulusoy gegen Nöttingens Oguzhan Kececi. Foto: Berno Nix

Beste zweite Halbzeit im Kalenderjahr 2024 beschert dem VfR Mannheim ein Remis gegen den FC Nöttingen

Oberliga BW | erstellt am So 28.04.2024

(mk) Der Positivtrend setzt sich beim VfR Mannheim weiter fort. Die Rasenspieler legten gegen den FC Nöttingen, das viertbeste Rückrundenteam der Oberliga Baden-Württemberg, erneut einen beherzten Auftritt hin. Die Damm-Elf überzeugte ebenfalls im mentalen Bereich und sicherten sich schlussendlich ein verdientes 1:1 (0:1)-Unentschieden.

In den ersten 45 Minuten bot sich den 200 Zuschauern im Rhein-Neckar-Stadion eine kampfbetonte Begegnung mit wenigen Torraumszenen. Den ersten nennenswerten Abschluss verbuchte der VfR nach knapp 30 Minuten, als Robin Szarka aus der Distanz abzog und den Schuss etwas zu hoch ansetzte. Wenige Augenblicke später versuchte Akin Ulusoy mit einem Weitschuss aus halbrechter Position sein Glück (29.).

Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich der gegnerische Führungstreffer nicht ab. Die VfR-Defensive agierte stabil, konnte die Hereingaben des Kontrahenten souverän klären und Nöttingens Standards geschickt verteidigen. Doch schlussendlich leitete ein individueller Fehler im Mannheimer Spielaufbau das erste Tor der Partie ein. Der missratene Rückpass bot Nikolaos Dobros die perfekte Vorlage, der das Leder aus halblinker Position im langen Eck unterbrachte (34.). Der FCN hatte in der folgenden Zeit seine beste Phase im Spiel und kam noch vor dem Pausenpfiff zu zwei weiteren Abschlüssen: Zunächst setzte Enes Olgun Tubluk seinen Schuss aus halbrechter Position zu hoch an (42.), ehe wenige Augenblicke später derselbe Spieler einen Konter nicht erfolgreich abschloss (44.).

Der VfR spielte in den ersten 45 Minuten keinen schlechten Fußball. Das Team ging nicht nur engagiert zu Werke, sondern stand vor allem in der Defensive ziemlich sicher. Einzig in den Offensivaktionen konnte zu diesem Zeitpunkt wenig Gefahr erzeugt werden. Doch im zweiten Durchgang sollte sich das Bild ändern. Nach Wiederanpfiff übernahm die Damm-Elf sofort das Kommando und kam nach knapp 50 Minuten erstmals durch Andrew Wooten zum Abschluss (48.).

Eine Zeigerumdrehung später hämmerte Robin Szarka den Ball aus der Distanz über das Tor (49.). Die beiden ersten Offensivaktionen sollten allerdings nur den Startpunkt eines dominanten Mannheimer Auftritts im zweiten Durchgang einleiten. Der gallig wirkende VfR blieb am Drücker, gewann deutlich mehr Zweikämpfe und setzte Nöttingen permanent unter Druck. Obwohl im letzten Drittel gelegentlich die Durchschlagskraft fehlte, lag das 1:1 in der Luft. Auch die Standards waren nun gefährlicher: Nach knapp 70 Minuten hatte der eingewechselte Elvir Maloku nach einer Eckballhereingabe den Ausgleich auf dem Kopf, sein Abschluss war allerdings nicht präzise genug (68.).

Die Zeit war mit voranschreitender Spieldauer jedoch kein Freund der Mannheimer. Manch ein VfR-Fan blickte bereits nervös auf die Uhr. Sollte die wahrscheinlich stärkste zweite Halbzeit im Jahr 2024 tatsächlich unbelohnt bleiben? Nöttingen verteidigte leidenschaftlich und schlug die eroberten Bälle lang nach vorne. Zehn Minuten vor Ende fiel schließlich der erlösende Ausgleichstreffer. Wooten nahm einen langen Ball ins Zentrum gekonnt an und leitete diesen vertikal weiter auf Maloku. Der quirlige Flügelflitzer stellte daraufhin via Kopfballtreffer den hochverdienten Ausgleich her. In den verbliebenen Minuten gab es keine weiteren Großchancen. Somit trennten sich beide Teams 1:1-Unentschieden.

Den kommenden Aufgaben darf der VfR optimistisch entgegenblicken: Nicht nur der Punktgewinn an sich ist als Erfolg zu bewerten. Auch die Art und Weise war wichtig. Schließlich bestimmten die Rasenspieler gegen eine der besten Rückrundenmannschaften das Geschehen im zweiten Durchgang. Tabellarisch rutschte der VfR trotz der starken Leistung auf den 12. Tabellenplatz ab. Falls die Damm-Elf in den kommenden Wochen an die Leistung der zweiten Halbzeit anknüpfen kann, dürften noch einige Punkte eingefahren werden. Vielleicht gibt es bereits am kommenden Samstag (14.00 Uhr) beim Tabellensechsten 1. FC Normannia Gmünd wieder etwas Zählbares.

VfR Mannheim: Can Tayar, Becker, Franz, Vrella, Denefleh (64. Bozic), Titsch Rivero (68. Polat), Szarka, Ulusoy, Sahiti (64. Maloku), Pander (68. Neuner), Wooten (81. Arthee).
FC Nöttingen: Onohiol, Zimmermann, Marton, De Santis, Trivunic, Fassler, Hauser, Kececi, Tubluk, Torres Farias, Dobros.

Tore: 0:1 Dobros (34.), 1:1 Maloku (80.).
Schiedsrichter: Timon Ulrich.
Zuschauer: 200.

zurück