Felix John, Trainer der FT Kirchheim. Bild: Siegfried Lörz Kraichgaufoto
„Noch ein oder zwei Schritte nach vorne machen“ ++ Trainer Felix John sieht die Entwicklung bei der FT Kirchheim noch nicht am Ende
Landesliga | erstellt am Mi. 12.05.2021
Der Weg dahin war beschwerlich, ebenso der Kampf, die Klasse zu halten. Aber eines muss man den FT lassen: Relegation können die Kirchheimer. Der Aufstieg in die Landesliga klappte erst mit zwei Siegen in den Relegationsspielen, die FT durfte als Vizemeister der Heidelberger Kreisliga nicht direkt aufsteigen.
Ein Jahr später bestritt Kirchheim erneut zwei Relegationsspiele, diesmal aber, um die Klasse zu halten. Auch diesmal hielt sich Kirchheim schadlos. Seit vor rund 18 Monaten Felix John das Team übernahm, entfernte sich Kirchheim langsam, aber stetig aus den unteren Tabellenregionen.
Der erst 28-jährige John, der einst in der U17-Bundesliga für die TSG Hoffenheim stürmte, wuchs schon in jungen Jahren in den Trainerjob. Zunächst in der zweiten Mannschaft, in der er auch weiterhin als Spieler aushilft, wenn es erforderlich ist und mittlerweile in der Landesligaelf. „Ich habe gemerkt, dass es für mich als Spieler für ganz oben nicht reicht und mich gefragt: Was kommt danach? Früh habe ich mich damit auseinandergesetzt, im Trainerbereich tätig zu sein“, hat John, der im Innendienst der Inter-Versicherung arbeitet, schon zeitig die Weichen gestellt.
Die C-Lizenz hat er schon, im Sommer steht nun der Eignungstest für die B-Lizenz an. Ziel soll später die A-Lizenz sein. „Als ich begann, das Training in der zweiten Mannschaft zu leiten, habe ich gemerkt, dass es bei den Spielern sehr gut ankommt. Daher war es für mich auch keine Frage, die erste Mannschaft zu übernehmen, als ich gefragt wurde“, blickt er zurück.
„Früher war ich impulsiver, heute bin ich beim Spiel etwas ruhiger. Wenn aber etwas nicht so umgesetzt wird wie besprochen, dann kann es in der Kabine auch schon mal lauter werden, das gehört dazu. Ansonsten pflege ich einen respektvollen Umgang mit den Spielern“, charakterisiert er sich selbst.
Im Heidelberger Stadtteil Kirchheim drehte sich lange alles nur um die SG Heidelberg-Kirchheim, ob die FT der SG den Rang ablaufen werden, bleibt die Frage. „Wegen dem Nachwuchsleistungszentrum von Anpfiff ins Leben hat man bei der SG viel bessere Möglichkeiten, mal ein paar Spieler für oben herauszubringen. Das geht bei uns natürlich nicht“, sagt John. Auch wenn man aufgrund der Voraussetzungen bei der SG neidisch werden könnte, respektiert er die benachbarte Konkurrenz. Böses Blut fließt zwischen den beiden Clubs nicht, nur bei den anstehenden Derbys könnte es vielleicht auch mal hitzig werden, meint er.
Wenn es nach Felix John geht, soll die Landesliga nicht für ewig das Ende der Fahnenstange für die FT sein. „Man muss abwarten, ob es funktioniert, aber ich würde mich freuen, wenn der Verein noch ein oder zwei Schritte nach vorne machen würde“, soll für John der Blick eher nach oben als nach unten gehen.
Die Planungen für die neue Saison sind schon weit fortgeschritten. John sieht sein Team gut aufgestellt, es gibt nur wenige Veränderungen. Sergen Sertdemir wird die Freien Turner in Richtung FC Bammental verlassen, neu dabei ist künftig Torwart Dominik Sandritter vom ASC Neuenheim. Gespannt ist Trainer John auch auf Dennis Litvinec, der zwar schon in der abgebrochenen Saison verpflichtet wurde, aber aufgrund der Pandemie noch kein einziges Spiel bestreiten konnte.
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