Eppelheims Trainer Markus Schmid wird Ende der Saison beim Landesligisten aufhören. Bild: Rafael Kowollik.

Eppelheims Trainer Markus Schmid wird Ende der Saison beim Landesligisten aufhören. Bild: Rafael Kowollik.

ASV/DJK Eppelheim-Coach Markus Schmid verlässt den Club am Saisonende

Landesliga | erstellt am Mi. 17.02.2016

So eben hatte der Sportkurier den Trainer des Landesligisten auf seine langfristigen Ziele mit dem Klub angesprochen. Und das passt nicht so ganz, denn seit Sonntag ist klar, dass für Schmid nach dieser Saison Schluss ist in Eppelheim: „Ich habe dem Verein am Sonntag mitgeteilt, dass ich meinen Vertrag nicht verlängern werde.“

Die Gründe liegen für Schmid auf der Hand. Einerseits ist er beruflich sehr angespannt, seine Doktorarbeit geht in die entscheidende Phase und zum anderen ist da auch noch seine Familie mit den drei kleinen Kindern, die zuletzt häufig zu kurz gekommen sind. Allerdings ist es kein endgültiger Abschied von der Trainerbank. Schmid betont: „Ich hoffe, dass ich es in ein, zwei Jahren wieder besser vereinbaren kann.“

Die Eppelheimer hatten in der Hinrunde 2015/2016 häufiger Grund zum Torjubel. Foto: Lothar Fischer

Negative Auswirkungen auf die Rückrunde wird sein Abschied aber nicht haben

Schmid will nochmals alles geben und angreifen. Aktuell überwintert Eppelheim auf dem achten Tabellenplatz. 27 Punkte stehen auf der Habenseite. „Mit diesem Zwischenstand können wir zufrieden sein“, bilanziert Schmid, „schließlich haben viele Experten in uns einen potenziellen Abstiegskandidaten gesehen.“ Trotzdem sah es zwischenzeitlich mal nach mehr aus. Der Lohn war der dritte Platz, viele gute Ergebnisse – auch gegen starke Gegner – sorgten dafür. Schmid: „Wir haben über 2/3 der Spiele sehr gute Resultate erzielt.“

Ende 2015 kam es dann zu einem kleinen Einbruch. Woran lag’s denn? Zu viele Verletzte? „Das mit den Verletzten ist ein Argument, das manche Trainer gerne anführen, wenn es mal nicht so läuft, oder dass ihre Spieler einfach die Chancen nicht rein machen, aber das ist mir zu banal. Klar hatten wir auch unsere Verletzten, letztlich bin ich aber der Meinung, dass es bei uns eher daran lag, dass sich eine gewisse Selbstzufriedenheit eingeschlichen hatte.“ Und die wirkte sich auch negativ auf das Training aus.

Spielszene Fortuna Heddesheim – ASV Eppelheim – Heddesheims Boubacar Siby (blau) bleibt Sieger im Kopfballduell. Foto: Rafael Kowollik.

Es fehlte der letzte Biss

„Das ist auch ein Stück weit meine Schuld, ich hätte vielleicht auch mal mehr durchgreifen sollen im Training“, sagt Schmid. In den Spielen zeigten sich die Defizite dann ganz schnell. Das anfangs so stark umgesetzte Spiel gegen den Ball war plötzlich nicht mehr in der letzten Konsequenz vorhanden. Bei dem einen oder anderen fehlten die letzten Meter. In der Summe führt das dann zu einer Abwärtsspirale.

Doch in Kürze soll das wieder anders sein. Seit dem 27. Januar wird in Eppelheim, das am ersten Wochenende beim Start in die Rest-Rückrunde spielfrei ist, wieder im Training geschwitzt. „Wir arbeiten momentan daran, unser Spiel in die Spitze und das Pressingverhalten wieder zu verfeinern. Im taktischen Bereich machen wir sehr viel“, verrät Schmid.

An viele neue Gesichter muss sich der Trainer übrigens nicht gewöhnen. Lediglich ein neuer Mann steht im Kader: Johannes Schnell-Kretschmer. Ein Torhüter, der zuletzt in Dänemark war und vor seinem Auslandsaufenthalt bei der TSG Weinheim aktiv war. Bewähren konnte er sich schon. Bereits drei Testspiele haben die Eppelheimer abgespult. Es ging jeweils gegen Kreisligisten, die alle geschlagen wurden. Zum Abschluss der Vorbereitung folgt dann noch ein echter Härtetest. Dann geht es gegen den Verbandsligisten Zuzenhausen.

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