SpVgg Wallstadt - FV 03 Ladenburg, Kreisliga, Wallstadts Markus Köhler ueberwindet hier Ladenburgs Philip Ernst Bild: Berno Nix
Zwei Spiele – 0 Punkte – 0:16 Tore +++ FV 03 Ladenburg bezieht derzeit in der Kreisliga „Prügel“
Kreisligen | erstellt am Di. 29.08.2017
0:9! hatte der Kreisliga-Aufsteiger FV 03 Ladenburg gegen die TSG 62/09 Weinheim II verloren. Das war heftig. Ein Ausrutscher? Nicht wirklich, denn auch am Sonntag setzte es für die Römerstädter bei der SpVgg. Wallstadt eine deutliche 7:0 Niederlage.
Ist der FV nun die „Schießbude der Liga“… oder woran liegt es? Wir haben uns mit Trainer Rainer Elias unterhalten. Der trainiert die Gelbschwarzen seit knapp 22 Jahren. Eine verdammt lange Zeit und deshalb muss es der erfahrene Übungsleiter am besten wissen, wie diese Ergebnisse einzuordnen sind.
Hallo Herr Elias. Nicht jeder Trainer stellt sich den Fragen, wenn es zwei Mal solch heftige Niederlagen hagelte. Dafür erstmal Dankeschön. Muss man sich in Zukunft an solche Ergebnisse gewöhnen?
Rainer Elias: Mir fällt das natürlich nicht leicht, solche Niederlagen zu erklären. Zum einen ging es ja gegen zwei vermeintliche Spitzenmannschaften, gegen die man schon verlieren kann. Nur die Art und Weise wie wir verloren haben, die ist natürlich deprimierend. Aber auch erklärbar.
Woran liegt es denn genau?
Wir hatten keine gute Vorbereitung. Zu keiner Zeit war der Kader komplett, denn es waren verletzte Akteure zu beklagen und wir hatten/haben „Urlauber“ in unseren Reihen. Aktuell waren vier Spieler weg, die jetzt wieder da sind. Dafür gehen vier andere in den Urlaub. Wir waren also nie komplett und sind es auch jetzt nicht. Dieser Zustand wird noch 14 Tage so sein, dann wird sich das merklich entspannen.
Es fehlen also schon wichtige Leute?
Rainer Elias: Das kann man so sagen. Unser Innenverteidiger Andreas Tatzel hat Knieprobleme. Renè Scherb zog sich gegen Weinheim einen Innenbandriss zu. Philip Westermann ist jetzt im Urlaub und war zuvor 1/2 Jahr auf Auslandssemester. Mirko Schaudt zog sich im März einen Kreuzbandriss, wurde im Mai dann operiert. Angreifer Khalid Tabti ist ebenfalls im Urlaub usw. Das können wir im Gesamten natürlich nicht kompensieren.

Trainer Rainer Elias muss seine Mannschaft dieser Tage mehr aufrichten, denn je. Der Blick richtet sich jedoch für den Ladenburger Coach nach vorne. Bild: Berno Nix
Wie haben ihre Spieler diese zwei „Schlappen“ im Nachgang gesehen?
Rainer Elias: Das nagt auch an den Spielern. Da gehen verständlicherweise die „Köpfe“ nach unten und es mangelt am erforderlichen Selbstbewusstsein. Als wir gegen Wallstadt das 3:0 kassierten, da brach das Team zum Schluss wieder ein. Der Gegner hat dann noch einmal einen draufgesetzt, weil die das ja auch spüren, dass wir da „angezählt“ waren. Wir müssen das jetzt aus unseren Köpfen bekommen und am Sonntag gegen Neulußheim unsere Chancen suchen.
Die Liga scheint auch diese Saison ausgeglichen. Wo sehen Sie bei all ihrer Erfahrung ihre Mannschaft in der Endabrechnung?
Rainer Elias. Man kann das natürlich nicht ein Jahr im Voraus vorhersagen, aber ich bin überzeugt, dass wir in wenigen Wochen eine andere Ladenburger Mannschaft sehen werden. Solche Ergebnisse werden sicher nicht zur Tagesordnung werden. Wichtig ist die Rückkehr von Leistungsträgern. Wenn erforderlich und natürlich auch möglich, dann werden wir nach der Hinrunde am Kader „nachjustieren“. Unser Ziel ist der Erhalt der Spielklasse und daran glaube ich auch.
Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in den nächsten Wochen.
Rainer Elias: Vielen Dank.
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