Reilingens Patrick Rittmaier am Ball (orange). Heddesheims Cihad Ilhan versucht zu stören. Szene aus einem Testspiel zw. Reilingen und Heddesheim.  Bild: Lothar Fischer

Reilingens Patrick Rittmaier am Ball (orange). Heddesheims Cihad Ilhan versucht zu stören. Szene aus einem Testspiel zw. Reilingen und Heddesheim. Bild: Lothar Fischer

Wenn es ums Tore schießen geht, macht Reilingens Spielertrainer Patrick Rittmaier so schnell niemand etwas vor

Kreisligen | erstellt am Di. 24.04.2018

In der letzten Saison schoss er den SC Reilingen mit 29 Kisten zur Meisterschaft in der Mannheimer Kreisklasse A1, mittlerweile arbeitet er bei seinem Heimatverein als Spielertrainer und ist auch auf dem Platz wieder nicht zu stoppen.

Am letzten Wochenende knackte der 31-jährige Familienvater nun die 20 Tore Marke. Beim 4:2-Erfolg über die TSG Weinheim II ließ er es am Wochenende drei Mal klingeln und hat jetzt 22 Treffer auf dem Konto. „Es freut mich natürlich nach wie vor, wenn ich treffe“, sagt der knipsende Trainer, „es ist immer ein tolles Gefühl, wenn man der eigenen Mannschaft weiterhelfen kann.“

Allerdings ist Rittmaier kein Egoshooter. „Mir ist ehrlich gesagt egal, wer bei uns trifft, wichtig ist in erster Linie, dass wir gute Ergebnisse erzielen.“ Und das tun die Reilinger, als Aufsteiger spielen sie eine sorgenfreie Saison und rangieren derzeit auf dem siebten Tabellenplatz. In der Winterpause schnupperte man sogar noch an den ganz vorderen Plätzen, doch damals war Rittmaier nicht hundertprozentig zufrieden.

Gestört hat ihn damals vor allem die Art und Weise, mit der Reilingen gespielt hat. Es wurden immer wieder lange Bälle nach vorne gehauen, in der Hoffnung, dass Rittmaier es schon irgendwie regeln wird. Hat sich das gebessert? „Auf jeden Fall, wir spielen mittlerweile deutlich besser von hinten raus. Es ist nicht mehr alles auf mich fixiert“, betont er. Dass man trotzdem etwas zurückgefallen ist in der Tabelle, liegt an der eher durchwachsenen Vorbereitung, in der Rittmaier auf einige verletzte Spieler verzichten musste. Folgerichtig stimmten zum Start in 2018 auch die Ergebnisse nicht so richtig. Nun zeigt die Tendenz aber klar nach oben: „Die Verletzten kommen nach und nach alle zurück und das zahlt sich aus.“

Trotzdem ist eines klar: Ohne die 22 Treffer des Spielertrainers würde Reilingen wohl weiter unten drin hängen. Auch Rittmaier sieht diese Problematik und sagt: „Ich denke, dass dann vielleicht andere anstelle von mir getroffen hätten. Aber man kann das durchaus so sehen.“

Ein Problem in diesem Zusammenhang ist das Wegbrechen eines ganz wichtigen Spielers: Paul Stroh, der vor der Saison aus Heddesheim kam, spielt derzeit nicht mehr. Rittmaier: „Er hat sich beruflich verändert, ist jetzt selbstständig und kann deshalb nicht mehr trainieren. Und wer nicht trainiert, spielt bei mir auch nicht. Wir hoffen alle, dass Paul nach dieser Saison wieder voll bei uns einsteigen kann.“

Doch auch diese Saison ist noch nicht abgehakt. Denn da ist schon noch ein Ziel, das die Reilinger gerne realisieren würden: „Es wäre schön, wenn wir am Ende vor Neulußheim und vor Hockenheim landen könnten, das ist so ein regional bezogener Konkurrenzkampf“, lacht Rittmaier.

 

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