Salvatore Vullo trifft diese Saison für die Rheinauer nach Belieben. Bislang kam er auf 18 Saisontreffer. Bild: Berno Nix

Salvatore Vullo trifft diese Saison für die Rheinauer nach Belieben. Bislang kam er auf 18 Saisontreffer. Bild: Berno Nix

Rheinaus Salvatore Vullo: „Natürlich, es gibt für mich kein schöneres Gefühl, als zu treffen. Das ist einfach das Größte.“

Kreisligen | erstellt am Mo. 30.04.2018

Die Mannschaft von Trainer Ralf Eckl stand in der Kreisliga Mannheim zwar noch nicht mit dem Rücken zur Wand, doch rosig sah es nicht aus. Man befand sich in akuter Abstiegsgefahr. Mittlerweile hat sich die Situation deutlich entspannt. Die Rot-Weißen stehen auf dem neunten Rang und dürften mit aktuell 29 Zählern wohl aus dem Gröbsten raus sein.

Einen großen Anteil am Höhenflug (Rheinau holte aus den letzten sechs Partien zwölf Punkte) hat Salvatore Vullo. Der 29-Jährige, der dem Mannheimer Stadtteilclub schon seit vielen Jahren die Treue hält, trifft wie er will. In dieser Saison brachte er es in 21 Spielen bislang auf 18 Treffer.

Die letzten zwei erzielte der eigentliche Abwehrmann am letzten Sonntag beim 5:2 Erfolg gegen den MFC Lindenhof, den Ex-Verein seines Trainers. „Naja, eigentlich waren es ja sogar drei Tore von mir“, sagt Vullo, der hauptberuflich bei Daimler als Mechaniker arbeitet. Aber in sämtlichen Statistiken tauchen nur zwei auf! „Ja, das ist ein Fehler, wir haben eigentlich auch 5:2 gewonnen. Wir haben schon mit dem Schiedsrichter gesprochen, das soll wohl nachträglich noch geändert werden“, stellt Vullo klar.

Und es gibt da noch so ein paar Dinge im World Wide Web, die nicht in Bezug auf Vullo nicht ganz richtig sind. So wird der Knipser der Rheinauer dort auf diversen Seiten als Abwehrspieler geführt. „Das liegt daran, dass ich mal für eine kurze Zeit umgeschult worden bin, aber ich bin eigentlich schon immer Stürmer.“ Macht ja auch mehr Spaß, oder? „Natürlich, es gibt für mich kein schöneres Gefühl, als zu treffen. Das ist einfach das Größte.“ Eine bestimmte Tormarke hat sich Vullo für diese Saison nicht vorgenommen. „Für mich gibt es kein Limit nach oben“, lacht er ohne dabei arrogant zu wirken.

SpVgg Wallstadt – SC RW Rheinau, Kreisliga, v.l. Wallstadts Mathias Mayer gegen Rheinaus Salvatore Vullo. Bild: Berno Nix

Der Verein steht für ihn sowieso über allem. Schon seit sechs Jahren schnürt Vullo nun seine Fußballschuhe für die Rot-Weißen. An einen Abschied verschwendet er keinen Gedanken. Laut ihm passt es dort einfach. Alle würden an einem Strang ziehen und freuen sich momentan darüber, dass es endlich läuft. Die Gründe für die Wende zum Guten liegen für Vullo auf der Hand: „Wir zeigen jetzt Spiel für Spiel, was wir drauf haben und machen vorne auch endlich unsere Tore.“

Und weiter: „Wir wussten schon zu Saisonbeginn, dass wir viel erreichen können. Denn wenn wir alle unser Potenzial abrufen, können wir uns unter den Top Fünf der Liga etablieren.“
In der nächsten Saison könnte das ein realistisches Ziel sein, das haben die letzten Wochen eindrucksvoll gezeigt. Vullo hätte nichts dagegen. Auch einen möglichen Aufstieg würde er gerne noch mal mitnehmen. „Gerade so eine Relegation würde mich schon nochmals sehr reizen. Ich liebe diesen Nervenkitzel“, betont er.

Sein einstiges Vorbild hat die Fußballschuhe mittlerweile an den Nagel gehängt. Es ist Alessandro Del Pierro, die ehemalige Tormaschine von Juventus Turin. Ihn himmelt Vullo schon immer an. Er selbst bezeichnet sich eher als Strafraumstürmer. Also als einen Typ, der immer da steht, wo er stehen muss und dann seinen Körper geschickt einsetzt, um zu treffen.

„Im Gegensatz dazu bin ich sicher keiner, den man schicken kann. Dazu fehlt mir mittlerweile die Schnelligkeit“, lacht der Torjäger aus Rheinau, von dem man in den nächsten Jahren sicher noch viel hören wird.

 

 

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