FV-Coach Jörg Höpfner hat auch mit Sonnenbrille den Durchblick. Sein Team steht auf dem Aufstiegsrelegationsplatz. Bild: Berno Nix

FV-Coach Jörg Höpfner hat auch mit Sonnenbrille den Durchblick. Sein Team steht auf dem Aufstiegsrelegationsplatz. Bild: Berno Nix

„Gegen den Ball haben wir deutliches Verbesserungspotential“ – Ladenburgs Trainer Jörg Höpfner im Interview

Kreisligen | erstellt am Do. 02.02.2023

Die Mannheimer führen das Tableau mit 7 Punkten Vorsprung an und haben außerdem sogar noch eine Partie in der Hinterhand.

Der hartnäckigste Verfolger ist der FV 03 Ladenburg. Die Römerstädter, die von Jörg Höpfner trainiert werden, haben als Zweiter momentan 39 Punkte gesammelt und damit drei mehr als der TSV Schönau.

Wir haben und mit Jörg Höpfner unterhalten.

Hallo Herr Höpfner, wie beurteilen Sie die Hinrunde Ihrer Mannschaft? Mittlerweile kann man zufrieden sein, oder?

Man muss einfach sagen, dass Käfertal wirklich sehr, sehr gut war. Wir selbst haben den ein oder anderen Punkt liegen gelassen. Deshalb bin ich selbst nicht ganz so zufrieden mit unserer Punkteausbeute. Aber letztlich waren wir zuletzt 11 Spiele in Folge ungeschlagen. Darauf kann man schon aufbauen, weil es uns momentan auch auf den zweiten Platz gebracht hat.

Meister ist Käfertal noch nicht, aber als Topfavorit kann man sie mittlerweile schon bezeichnen. Oder sehen Sie das anders?

Das ist absolut der Fall. Wenn sie ihr Nachholspiel gewinnen, wären sie auf 10 Punkte weggezogen. Das ist schon ein Wort. Da müsste es eigentlich schon fast mit dem Teufel zugehen, dass sie sich das noch nehmen lassen. Aber klar, man muss immer abwarten. Es ist immer wichtig, dass man gut aus den Startlöchern kommt. Wir werden jedenfalls noch alles versuchen.

Das Ziel ist den 2. Platz zu verteidigen, kann man das so sagen?

Ja, das trifft es. Mit dieser Marschroute werden wir die Rückrunde antreten.

Wenn man sich die Tabelle anschaut, fällt auf, dass Ihre Mannschaft mit 71 Treffern, die meisten Tore in der Liga geschossen hat. Die Offensive ist demnach die große Stärke des FV Ladenburg.

Natürlich. Wir sind nach vorne hin wirklich sehr gut besetzt. Im Gegensatz dazu können wir mit unseren 33 Gegentoren nicht zufrieden sein. Das sind einfach zu viele. Das ist aber nicht das Problem unserer Defensive. Mir fehlt es vielmehr an der Defensivarbeit unserer Offensivleute. Gegen den Ball haben wir deutliches Verbesserungspotential.

Dann wird auf diesen Bereich wohl das Hauptaugenmerk gelegt in der Winter Vorbereitung…

Hier arbeiten wir gezielt. Es muss einfach verinnerlicht werden, dass die Defensive schon beim vordersten Stürmer beginnt. Es gilt besser umzuschalten, um sofort gegen den Ball zu arbeiten, wenn er mal weg ist. So kannst du Konter unterbinden, weil du schneller wieder im Ballbesitz bist und genau darum geht es.

Verändert sich etwas personell in der Winterpause?

Nein, bei uns bleibt alles beim Alten. Leider haben wir aber jetzt eine schwere Verletzung dazu bekommen. Unser Angreifer Shawn Hartmann hat sich in der ersten Trainingseinheit im neuen Jahr das Kreuzband gerissen. Er wird uns leider die komplette restliche Saison fehlen. Unser Kader umfasst 22 Spieler, inklusive zweier Torhüter.

Seit wann ist man denn schon wieder im Training?

Wir haben am Dienstag, den 24. Januar, wieder mit der Vorbereitung begonnen. Wir versuchen alles mit Ball zu machen. Die Jungs sollen auch mit Spaß bei der Sache sein. Natürlich gibt es zwischendurch auch mal ein paar Läufe, aber danach ist schnell wieder der Ball mit dabei.

Wie sieht es denn mit Testspielen aus?

Da haben wir ein paar ausgemacht. Das erste hat bereits stattgefunden. Da haben wir mit 16:1 gegen den Heidelberger A-Ligisten FC Badenia St. Ilgen gewonnen. Das war schon mal ein guter Start. Zur Halbzeit stand es schon 9:0. Nun folgen noch 4 Testspiele, in denen es ausnahmslos gegen höherklassige Gegner gehen wird. Wir testen am Sonntag gegen den MFC Lindenhof, danach geht es noch gegen die TSG Lützelsachsen, die Spvgg Ilvesheim und die Spvgg Wallstadt, die alle in der Kreisliga spielen. Das ist ein strammes Programm, was uns aber auch wichtig war, um uns gut auf die Rückrunde vorbereiten zu können.

 

 

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