Archivbild. Bei Badenia Hirschacker rollte der Ball bislang noch nicht so, wie er sollte Bild: Berno Nix
„Werden noch etwas tun“ ++ A-Ligist Badenia Hirschacker will mit einem veränderten Spielerkader die Saison fortsetzen
Kreisklassen | erstellt am Di. 24.11.2020
So hat Badenia Hirschacker als Tabellenvorletzter der Kreisklasse A I auch für sich einmal analysiert, warum bislang erst vier Punkte aus acht Spielen auf der Habenseite stehen. In Gesprächen mit der Mannschaft kam man überein, dass die bisher gezeigten Leistungen nicht ausreichend sind.
Schwierig war schon die Ausgangsposition zu Beginn. Nach dem ersten Spieltag kam der bisherige Trainer Dennis Hardung zur Erkenntnis, dass er nicht mehr alles unter einen Hut bringen kann. Parallel zu seiner Trainerstellung in Hirschacker übernahm er zu Saisonbeginn auch die U10 des SV Waldhof und hatte in der Folge auch die ein oder andere Terminkollisionen. „Dazu noch mit Geschäft und Familie, das war zu viel“, musste er einsehen, dass es so keinen Sinn macht.
Plan B war schon vorher in der Schublade. Der bisherige Co-Trainer Timo Becker und Marco Obeldobel sowie Alexander Reinhardt übernahmen das Zepter und sorgten früher als vorgesehen für einen reibungslosen Übergang. Hardung ist als Abteilungsleiter Fußball jetzt mehr im Hintergrund tätig. Wenn er gefragt wird, ist er allerdings immer zur Stelle.
Als sich das Trainergespann und die Mannschaft aufgrund der schwachen Ergebnisse zusammensetzten, war von allen Seiten auch die Teilnahme von Hardung erwünscht. Heraus kam, dass „manche Spieler ihr eigenes Ego in den Vordergrund gestellt haben. Es wurde auch gegen den Trainer gearbeitet. Von der Qualität des Kaders waren wir vorher eigentlich überzeugt“, meinte Hardung. Steine wird man abwanderungswilligen Akteuren nicht in den Weg legen.
Nicht infrage gestellt wird der Coach. „Timo ist neu im Trainergeschäft und muss erst in die Rolle hineinwachsen, wie das bei mir seinerzeit auch der Fall war“, kann sich Becker der Rückendeckung im Verein gewiss sein. Wenn es voraussichtlich im neuen Jahr weitergeht, soll die Mannschaft ein verändertes Gesicht erhalten.
„Wir werden da auf jeden Fall noch etwas tun“, hat Hardung schon die ein oder andere Verstärkung im Auge. Wenn die Pause nicht gekommen wäre, wären in der Liga die kommenden Gegner mehrheitlich aus den untern Tabellenregion gewesen (Bosna Mannheim, Viktoria Neckarhausen, Turanspor Mannheim). Da will Hirschacker, sobald es weitergeht, möglichst viele Punkte sammeln. „Vom Klassenerhalt bin ich nach wie vor überzeugt“, ist für Hardung noch nichts verloren.
Während der Corona-Pause war der Verein in Sachen Infrastruktur nicht untätig. Die alte Flutlichtanlage wurde auch als Beitrag zum Klimawandel durch eine LED-Lichtanlage ersetzt. Nun hofft man bei der Badenia, dass sie nach Ende des Mannschaftssportverbots auch endlich zum Einsatz kommt.
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