Bild: Berno Nix

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„Lieber heute als morgen auf dem Platz“ – Niki Antos, Trainer der TSG Rheinau, im Interview

Kreisklassen | erstellt am Di. 17.11.2020

Und die Chance auf die Top 2, die auch das erklärte Ziel sind, ist nach wie vor groß. Auf Spitzenreiter FV Brühl II hat die TSG einen Rückstand von drei Punkten. Genau wie auf den Zweiten aus Rohrhof, der allerdings bereits ein Spiel mehr absolviert hat. Wir sprachen mit Niki Antos, dem Trainer der Rheinauer.

sport-kurier: Hallo Herr Antos, wie stehen Sie denn persönlich zu dem coronabedingten Abbruch?
Niki Antos: Ich kann da wirklich nur für mich selbst sprechen und nicht für den Verein. Vorneweg muss ich sagen, dass ich definitiv kein Verschwörungstheoretiker bin, aber aus meiner Sicht hätten wir weiterspielen können. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Infektionszahlen durch den Fußball steigen. Wir bewegen uns an der frischen Luft und Sport ist wichtig für den Menschen. Ich denke, dass das viele meiner Kollegen ähnlichsehen, es teilweise aber vielleicht nicht so sagen. Wenn ich sehe, wie voll die Verkehrsmittel in Mannheim teilweise sind und nichts dagegen unternommen wird, dann steht das alles für mich in keinem Verhältnis.

Der südbadische Fußball Verband hat frühzeitig beschlossen, dass im Dezember nicht mehr gespielt wird. Das erleichtert die Planungen. Wäre eine klare Entscheidung für unseren Raum nicht auch von Vorteil?
Man könnte dadurch natürlich besser planen, andererseits würde ich lieber heute als morgen auf den Platz zurückkehren. Allerdings nicht, um sofort wieder Punktspiele durchzuführen. Die Jungs brauchen schon eine gewisse Vorbereitung. Und mit Läufen oder dergleichen, ist es eben nicht getan. Klar, die kann man per App überprüfen, aber eine 100 prozentige Sicherheit hast du als Trainer da nie. Wir kennen unsere Pappenheimer doch, es zieht einfach nicht jeder mit. Und das würde dann eben die Verletzungsgefahr erhöhen.

Wie zufrieden seid ihr mit der bisherigen Saison?
Wir sind mit großen Zielen gestartet. Letzte Saison hat uns Corona bereits ausgebremst, da waren wir zwei Punkte hinter dem Tabellenzweiten. Jetzt stehen wir wieder ähnlich da. Wir würden gerne hoch gehen. Bislang hatten wir etwas Verletzungspech, konnten es aber ganz gut kompensieren. Zum jetzigen Zeitpunkt hätte ich gerne zwei Punkte mehr.

In der Winterpause kann man stets noch Veränderungen am Kader vornehmen, wobei man diesmal nicht weiß, ob es überhaupt eine Wechselperiode geben wird.
Das stimmt. Da muss man abwarten. Stand jetzt gehe ich davon aus, dass wir mit dem gleichen Kader ins neue Jahr gehen werden. Wir haben da schon etwas im Auge, aber man muss schauen, inwieweit sich das realisieren lässt.

Gab es ein Spiel, das besonders gut war von Ihrer Mannschaft?
Im Pokal, in dem wir immer noch dabei sind, haben wir uns sehr gut verkauft. Auch gegen Neulußheim haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Beim 2:2 gegen Pfingstberg waren wir in der ersten Halbzeit dafür nicht so gut. Das sind auch die zwei Punkte, die ich gerne noch mehr gehabt hätte. Aber man muss eben auch sagen, dass die es in Pfingstberg richtig gut machen. Sie haben eine sehr junge Mannschaft und mischen oben mit. Das ist schon richtig gut.

 

 

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