Der Blick in Richtung Kreisliga ist für SCP-Coach Miguel de Mingo noch "Zukunftsmusik" Bild: Berno Nix
Der SC Pfingstberg-Hochstätt hat in der Kreisklasse A1 viele überrascht
Kreisklassen | erstellt am Do. 25.03.2021
Und das mit Erfolg. Seine Mannschaft rangiert in der Mannheimer Kreisklasse A, Staffel I, derzeit auf dem vierten Tabellenplatz und befindet sich mit 17 Punkten in Schlagdistanz zur Spitze – Tabellenführer FV Brühl 2 hat nur zwei Zähler mehr auf dem Konto, allerdings auch noch ein Spiel in der Hinterhand.
Dass Pfingstberg dort oben mitmischen kann, glaubten kurz vor Saisonbeginn nur die wenigsten. „Auf den letzten Drücker haben uns noch fünf oder sechs Stammspieler verlassen, die eigentlich fest zugesagt hatten“, erinnert sich de Mingo zurück, „damals waren wir wirklich ratlos. Kurzzeitig haben wir uns sogar überlegt in die B-Klasse zurückzugehen.“
Aber es kam anders. Der Verein nahm die Herausforderung an und stellt eine blutjunge Mannschaft, die zunächst viel Lehrgeld zahlen musste. Die Vorbereitung lief nicht gut und auch der Saisonstart ließ nichts Gutes erwarten: Einem 1:1 gegen die SpVgg Ketsch 2 folgte ein 1:5 gegen den FV Brühl 2, doch danach hat es dann „Klick gemacht“, berichtet de Mingo, dessen Mannschaft ein Durchschnittsalter von 20 Jahren hat.
Auch die Konkurrenz war angetan von den Leistungen der Pfingstberger. Schon mehrere Trainer aus der A1 haben im Gespräch mit dem sport-kurier die dortige Entwicklung gelobt. De Mingo freut das, überbewerten will er es aber auch nicht. „Wir hätten viele der starken Mannschaft jetzt erst noch gehabt, deshalb wäre es für mich ja so interessant zusehen, wie wir uns da geschlagen hätten“, erzählt der Coach, der aber nicht mehr an eine Fortsetzung der Runde glaubt: „Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen.“
Lust hätte man in Pfingstberg. Laut de Mingo sind die Spieler heiß. „Ich bekomme täglich Anrufe meiner Jungs. Alle würden gerne wieder spielen, aber die Situation lässt es nicht zu.“ Auf dem Platz trainiert hat man bislang noch nicht. De Mingo: „Die Situation mit den Fallzahlen hat es in Mannheim ja nicht zugelassen und ganz ehrlich: Trainingseinheiten mit 5 Spielern pro Platzhälfte machen aus meiner Sicht keinen Sinn.“
Er und seine Vorstandskollegen machen sich vielmehr bereits Gedanken um die neue Saison. Und hier ist man schon recht weit gekommen. Bei den Planungen für die neue Runde stand eines über allem: Der Kern der Mannschaft soll bestehen bleiben. Und das scheint so aufzugehen.
„Wir haben drei oder vier Abgänge, der Rest wird aber bleiben. Drei Neuzugänge stehen auch schon fest. Mit zwei, drei weiteren Spielern sind wir in Kontakt“, verrät de Mingo, der mit seiner Mannschaft noch viel vorhat. „Wenn wir zusammenbleiben und uns immer besser einspielen, können wir irgendwann auch mal angreifen.“ Die Kreisliga soll dann ins Visier genommen werden, allerdings hat das keine Eile. „Das ist Zukunftsmusik“, formuliert es de Mingo.
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