Torjubel beim 1. FC Turanspor Mannheim. Bild: 1. FC Turanspor
1. FC Turanspor Mannheim oder FV 03 Ladenburg – wer zieht die Fahrkarte zur Kreisliga Mannheim?
Kreisklassen | erstellt am Fr. 05.06.2015
Sieg und Niederlage, Auf- und Abstieg liegen oft nur einen Wimpernschlag auseinander. Kürzlich hat sich das mal wieder gezeigt, als sich der HSV Hamburg in einem wahren Herzschlagsfinale doch noch gegen den Karlsruher SC durchgesetzt hat, und somit weiter in der Bundesliga spielt.
Nicht minder spannend dürfte es ab Sonntag im Rahmen der Relegation zur Fußball Kreisliga Mannheim zu gehen. Hier treffen der FV 03 Ladenburg und 1. FC Turanspor Mannheim aufeinander. Die Römerstädter haben sich durch ihren zweiten Platz in der Kreisklasse A, Staffel II, qualifiziert. Den Quadratestädtern gelang das Gleiche in der Kreisklasse A, Staffel I.

Ladenburgs Trainer Rainer Elias hielt die 03er eineinhalb Jahrzehnte in der Kreisliga. Jetzt hat man die Chance auf den Wiederaufstieg. Berno Nix.
Der Favorit schlechthin ist schwer auszumachen. Für die „Nulldreier“ spricht sicherlich, dass sie noch ein wenig euphorisiert sind, schließlich rutschte die Mannschaft von Rainer Elias erst auf den letzten Drücker in die Relegation. Ladenburg gewann am letzten Spieltag mit 5:0 gegen Srbija Mannheim und profitierte gleichzeitig von der etwas überraschenden 1:2-Pleite des SC Käfertal beim FV Leutershausen. „In der Schlussphase der Saison hatten wir das Glück sicherlich auch etwas auf unserer Seite“, erklärt Elias: „Dass es nun so gekommen ist, ist natürlich wunderbar.“
Turanspor spielte hingegen eine nahezu perfekte Runde und ist letztlich auch nur haarscharf am Titel vorbeigeschrammt: Germania Friedrichsfeld hatte als Meister nur drei Punkte Vorsprung. Und wäre sogar fast noch von Turanspor abgefangen worden. Beide trafen am letzten Spieltag im direkten Duell aufeinander, das mit einem 2:2-Remis endete – zu wenig für Turanspor.
Bevor die Kreisklasse im vergangenen Sommer startete, kreuzten sich die Wege der Klubs bereits im Kreispokal. Damals hatte Turanspor das bessere Ende für sich, das mit 4:1 gewinnen konnte. Und schon damals war eines offensichtlich: Während in Ladenburg vor allem junge Spieler kicken, kann Turanspor auf einige erfahrene Kicker zurückgreifen. Im Nervenspiel Relegation könnte sich das natürlich auszahlen. Denn da ist Können allein oft nutzlos, viel wichtiger ist es oftmals einen kühlen Kopf zu bewahren.

Turanspor-Coach Mehmet Ali Topal. Seine Mannschaft geht favorisiert in die Endspiele. Bild: Berno Nix
Elias, der mit seinen Ladenburgern jahrelang in der Kreisliga auf Punktejagd gegangen ist, ehe im vergangenen Sommer der Absturz in die A-Klasse folgte, weiß das nur zu gut: „Wir sind die jüngere Truppe, aber ich bin mir sicher, dass auch wir unsere Chancen bekommen werden und es schaffen können.“ Und was, wenn nicht? „Dann wäre das auch kein Weltuntergang und wir würden es in der neuen Saison erneut probieren.“
In Sachen Kader sieht es bei beiden Mannschaften gut aus. Sowohl Ali Topal, der bei Turanspor an der Linie die Kommandos gibt, als auch Elias können aus dem Vollen schöpfen. Lediglich einer macht Elias derzeit noch Sorgen: Dennis Schäfer, dessen Einsatz aufgrund einer Zerrung im Oberschenkel auf der Kippe steht.
Anpfiff des Hinspiels ist am Sonntag um 15 Uhr im Ladenburger Römerstadion, das Rückspiel folgt eine Woche später.
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