Hacke, Spitze, Tor!
Hacke, Spitze, Tor!
Archiv | erstellt am Do. 02.01.2014
Auch Budenzauber genannt. Die Technik soll im Vordergund stehen, nicht der Kampf. Kabinettstückchen statt Grätschen, Ballstafetten statt Pressschläge. Und nun ist die Zeit wieder gekommen. Für Turniere wie den Harder13-Cup und den Sparkassen Cup. Zwei Banden-Highlights mit Tradition, die im Januar wieder viele Fußball-Fans anlocken werden.
Den Anfang macht der Harder13-Cup, der am 4. Januar ab 17.45 Uhr wieder auf einer großen Bühne aufgeführt wird. In der SAP- Arena wird es zur Sache gehen. Fünf Mannschaften streiten sich dann um die Hallenkrone. Und das Feld ist erlesen, bietet Klasse und regionalen Bezug. Vor den Toren der Quadrate werden der Titelverteidiger Karlsruher SC, die Vorjahresfinalisten vom SV Sandhausen, Bundesligist 1899 Hoffenheim, erstmals der FSV Frankfurt und Regionalligist SV Waldhof Mannheim, der Hecht im Karpfenteich, passen und dribbeln.
Foto: In der Mannheimer SAP-Arena wird der Harder13-Cup ausgespielt.
Die Veranstalter um Arena-Chef Daniel Hopp gehen von einem vollen Haus aus. Was auch nicht überraschen würde, schließlich haben es die einzelnen Fanlager nicht weit. Die Schlachtenbummler des SV Waldhof ohnehin nicht. Folglich ist davon auszugehen, dass die blau-schwarze Fan-Wand wieder den Ton angeben wird. Kenan Kocak, Trainer der Kicker vom Alsenweg, weiß den großen Zuspruch zu schätzen. Und natürlich würde er an die Treuesten der Treuen gerne etwas zurückgeben. „Die Rolle als Underdog ist ja nicht die schlechteste für uns. Wir wollen deshalb die Chance nutzen und somit für eine Überraschung sorgen.“
Deutlich mehr Druck hat da der Kraichgau-Club. Hoffenheim ist als Bundesligist der Titelfavorit – auch wenn die Halle ihre eigenen Gesetze hat. Doch bei „Hoffe“ hat man bekanntlich andere Sorgen. Erneut muss man sich in Sinsheim auf einen harten Abstiegskampf einstellen. Die Zweite Liga ist derzeit bedrohlich nahe. Wer nun meint, Hoffenheim würde beim Heimturnier abschenken, der irrt sich allerdings.
Trainer Marcus Gisdol dazu: „Wir wollen unser bestmögliches Ergebnis erzielen, aber im Vorfeld keine großen Versprechnungen machen.“ Beim SV Sandhausen träumt man insgeheim schon vom Titel in Mannheim. Denn der könnte Flügel verleihen, zu einem Startschuss für eine ebenso gute Rückrunde verhelfen. Die Truppe von Trainer Alois Schwartz befindet sich in der Zweiten Liga bekanntlich auf einem sehr guten Weg, ist auf direktem Weg zum Klassenerhalt.
Foto: Rechts im Bild der Unternehmer Jürgen B. Harder.
Doch auch mit dem Harder13-Cup verbinden die Hardtwälder gute Erinnerungen. Im letzten Jahr war erst im Finale gegen den Karlsruher SC Endstation. Schwartz war damals noch nicht im Amt, trotzdem will er es dieses Mal besser machen: „Falls wir wieder das Finale gegen Karlsruhe erreichen sollten, wollen wir den KSC in die Knie zwingen“, sagt Schwartz.
Sparkassen-Cup
Weg vom Harder13-Cup, hin zum Sparkassen Cup. Der findet diesmal am 5. und 6. Januar statt. Und zwar in ungewohnter Umgebung. Der Ball fliegt diesmal in der Ketscher Neurotthalle. Im Vergleich zum Harder13-Cup ist das Teilnehmerfeld zwar nicht ganz so hochkarätig besetzt, doch spannende Spiele scheinen auf jeden Fall vorprogrammiert zu sein.
Aufgeteilt auf vier Gruppen werden sich Zweitligist SV Sandhausen, die Regionalligisten SV Waldhof Mannheim und SpVgg Neckarelz, die Oberligisten FC Astoria Walldorf und der VfR Mannheim, die Verbandsligisten SG Kirchheim und SV Schwetzingen, die Landesligisten TSV Wieblingen, VfB St. Leon, Badenia St. Ilgen, SpVgg Ketsch, TSG Eintracht Plankstadt, ASV/DJK Eppelheim und der FV Brühl sowie zwei Teams, die bei den Relegationsturnieren in Bammental und Eppelheim ermittelt werden, messen.
Bei der letzten Auflage im Januar 2012 schoss sich der FCA Walldorf zum Titel. Ein Endergebnis, das dem großen Nachbarn aus dem Hardtwald, dem SV Sandhausen, sicher ganz und gar nicht geschmeckt hat. Schon allein deshalb wird der SVS beim Heimturnier, das schon seit Jahren von Sandhausens Manager Otmar Schork organisiert wird, Vollgas geben.
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