VfR Mannheim - VfR Gommersdorf, Verbandsliga, Mannheims Enes Baltaci (MItte) scheitert an den Gommersdorfern Jan Conrad und Torwart Patrick Fleischhacker. Bild: Berno Nix

VfR Mannheim - VfR Gommersdorf, Verbandsliga, Mannheims Enes Baltaci (MItte) scheitert an den Gommersdorfern Jan Conrad und Torwart Patrick Fleischhacker. Bild: Berno Nix

Den Angriff auf die Tabellenspitze hat der VfR Mannheim erst einmal selbst gestoppt – 0:2 gegen Gommersdorf

Archiv Verbandsliga (Fußball) | erstellt am So. 04.10.2015

Mit vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Weinheim ist der VfR vor den Sonntagsspielen auf Rang Sechs. Gute Laune herrschte indes bei den mitgereisten Anhängern des VfR Gommersdorf, die den Sieg frenetisch feierten.

„Wo liegt Gommersdorf überhaupt?“

… fragten sich so manche Mannheimer Zuschauer. Gommersdorf hat 700 Einwohner und ist ein Stadtteil von Krautheim an der Jagst. Über Siege in den Relegationsspielen gegen Wieblingen und Waldhof II hatte sich der letztjährige Zweite der Landesliga Odenwald für die Verbandsliga qualifiziert.

„In der ersten Halbzeit waren wir zu arrogant. Bei uns haben wohl einige gedacht, dass wir gegen eine Freizeitmannschaft spielen. Das Spiel ist nur so dahingeplätschert“, ließ VfR-Coach Hakan Atik schon nach 45 Minuten kein gutes Haar an seiner Elf. Die Gäste waren über weite Strecken nur auf Verteidigung bedacht und köpften und grätschten die Bälle immer wieder aus der Gefahrenzone. Einmal kamen sie dann sogar ernsthaft über die Mittellinie. Einen Kopfball setzte Sascha Silberzahn aber über den Kasten (15.).

Es folgten drei starke Mannheimer Minuten mit Torchancen von Max Denefleh (23.), Enis Baltaci (24.) und Salih Özdemir (25.)

Danach war wieder „Kick and Rush“ in einem schwachen Spiel angesagt. Erst kurz vor der Pause prüfte Piero Adragna mit einem gefährlichen Freistoß den Gästekeeper Patrick Fleischhacker (44.). Nach dem Seitenwechsel zeigten die Hausherren erkennbar mehr Engagement und die Führung schien aufgrund zahlreicher Torchancen nur noch eine Frage der Zeit.

Für Stimmung auf den Rängen sorgte auch eine knappe Hundertschaft von Flüchtlingen, die auf Einladung des VfR der Begegnung beiwohnten. Plötzlich aber beteiligten sich auch die Gäste am Spiel. Bei einem Konter konnte der Ball aber noch klar vor der Linie geklärt werden (59.).

Dann wurde es kurios

Gommersdorfs Fleischhacker und sein Abwehrspieler waren sich nicht einig und Joseph Olumide spritze dazwischen, wurde aber wegen eines angeblichen Stürmerfouls zurückgepfiffen. Im Gegenzug vollendete Dominik Feger einen klassischen Konter zum 0:1 (61.). In der letzten Viertelstunde agierten die Mannheimer nach der gelbroten Karte gegen Jan Conrad sogar in Überzahl, scheiterten aber noch dreimal an der Gästeabwehr.

Drei Minuten vor dem Ende forderten die Hausherren einen Handelfmeter, doch der Unparteiische  wollte keine Absicht erkannt haben. In der 89. Minute war erneut Feger zur Stelle, der eine Flanke von Torben Götz zum 0:2 verwertete (89.). Die Sensation war perfekt.

„In der zweiten Halbzeit waren wir zu dumm, ein Tor zu schießen“, meinte ein frustrierter Atik, der in der Schlussminute auch noch auf die Tribüne verbannt wurde und dem damit das gleiche Schicksal ereilte wie seinem Co-Trainer, der schon in der 17. Minute vom insgesamt sehr schwachen Schiedsrichter Rother aus Bensheim ebenfalls von der Bank verbannt wurde.

VfR Mannheim  –  VfR Gommersdorf  0:2  (0:0)

VfR Mannheim: Jäger – Maier (85.Bunjaku), Rau, Kirschner, Denefleh – Özdemir (46.Lodato), Zogaj (66.Petrovic), Gruber, Olumide – Baltaci, Adragna.

Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Rother (Bensheim)
Tore: 0:1, 0:2 D. Feger (61., 85.)
gelbrote Karte: – / Conrad (77.)

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