Waldhofs nächster Gegner - der KSV Hessen Kassel unter der Lupe

Waldhofs nächster Gegner - der KSV Hessen Kassel unter der Lupe

Waldhofs nächster Gegner – der KSV Hessen Kassel unter der Lupe

Archiv Regionalliga (Fußball) | erstellt am Di. 07.08.2012

… KSV Hessen Kassel den SV Waldhof Mannheim um 19:00 Uhr empfängt. Die Mannheimer haben mit dem Auftaktspiel zur Regionalligaspielzeit 2012/2013 die Saison eingeläutet. Am Ende stand ein 3:0 Sieg über die TuS Koblenz, der sicher um zwei Tore zu hoch ausfiel, denn lange Zeit hatten die Gäste aus Koblenz den gepflegteren Fußball gespielt. Die Kasseler waren spielfrei am ersten Spieltag und das Wolf-Team wird gegen die Blauschwarzen zum ersten Mal in das Saisongeschehen eingreifen.    

Foto: Die Fans beim KSV Kassel stehen wie eine Wand hinter ihrem Team. Die Kasseler Spieler werden die Zuschauer als 12. Mann hinter sich haben

1ks9

Wie stark sind die Kasseler – was erwartet die Elf von Waldhof-Coach Reiner Hollich?

Ähnlich wie beim SV Waldhof, war man mit der Spielzeit 2011/2012 nicht zufrieden. Platz 11 stand am Ende zu Buche, genau drei Punkte und einen Tabellenplatz besser als die Mannheimer. Mitte Oktober 2011 wurde Trainer Christian Hock und sein Co-Trainer Christoph Keim entlassen. Nach der 4:1 Niederlage beim 1. FC Nürnberg II und dem Abrutschen auf Rang 13 sahen die Vereinsverantwortlichen Handlungsbedarf. Nach Hock kam Trainer Uwe Wolf, der aber bekanntlich am Ende der Spielzeit mit der Mannschaft nicht viel besser platziert war, als sein Vorgänger.

In Kassel hat man sich Qualität eingekauft

In der Saison 2012/2013 soll es nun allgemein besser laufen. Man hat beim KSV schon den Blick in Richtung oberes Tabellendrittel gerichtet. Dafür wurde auch geklotzt, nicht gekleckert. Insgesamt 12 Neuzugänge haben sich den Nordhessen angeschlossen. Darunter einige sehr namhafte Spieler, die auch in der Vorbereitung durchaus überzeugen konnten.

Foto: Tor für Hessen Kassel – in der Vorsaison unterlagen die Waldhöfer mit 3:0 Toren in Kassel1ks38

Zugänge: Tobias Becker (1. FC Magdeburg), Steffen Dieck (VfL Wolfsburg U 19), Gabriel Gallus (SC Freiburg II), Nico Hammann (Arminia Bielefeld), Ingmar Merle (1. FC Schwalmstadt), Stefan Müller (Karlsruher SC), Carsten Nulle (FC Carl Zeiss Jena), Ricky Pinheiro (Borussia Neunkirchen), Matthias Rahn (FC Rot-Weiß Erfurt), David Senghore (eigene U 23), Sebastian Schmeer (KSV Baunatal), Tobias Schöffel (SC Paderborn 07 II).

Den Club verlassen haben 15 Spieler. Abgänge: Bernd Gerdes (BV Cloppenburg), Dennis Joedecke (OSV Vellmar), Tim Knipping (1. FC Saarbrücken), Moritz Murawski (BC Sport Kassel), Christopher Nguyen (1. FC Eschborn), René Ochs (eigene Reserve), Manuel Pforr (KSV Baunatal), Steven Preuß (1. FC Schwalmstadt), Dennis Wehrendt (Eintracht Norderstedt), Patrick Wolf (FC Hansa Rostock), Michael Zepek (Karriere beendet), Eric Domaschke, Pascal Formann, Jens Grembowietz, Jin-Woo Kwak (alle Ziel unbekannt).

Starke Vorbereitung / Nur zwei von 17 Spielen verloren

In der Vorbereitung ließen die Wolf-Schützlinge einige Male aufhorchen. So wurde z.B. der Zweitligaaufsteiger SV Sandhausen mit 4:1 bezwungen. Der Schweizer Zweitligist FC Wohlen wurde mit 5:1 auf die Heimreise geschickt und beim AXA-Kaiserstuhlcup gelang gegen den Bundesligisten SC Freiburg ein 3:3 Remis. In 17 Pokal- und Testspielen verlor Hessen Kassel nur zwei Mal (VfL Bochum II und Oberligist Balinger SC).   

Foto: Im Rückspiel 11/12 im Mannheimer Carl-Benz Stadion waren die Waldhöfer das bessere Team, unterlagen jedoch mit 0:1 Toren

0ks34

„Wir sind stärker als letzte Spielzeit und ich habe die Qual der Wahl am Freitag. Die Spieler ziehen alle stark mit und es will natürlich jeder den Platz in der ersten Elf“, so ein rundum zufriedener Uwe Wolf. Das kann er auch sein, denn die neue Mannschaft hat sich schnell gefunden. „Sie ist qualitativ reifer als in der Vorsaison und auch das Mannschaftsklima ist hervorragend“, sagt Andreas Mayer, der es wissen muss, denn er spielt jetzt die dritte Saison bei den Löwen. Bei den Nordhessen ist jede Position doppelt besetzt. „Das ist unser großes Plus. Wenn jemand aus der Stammelf ausfällt, haben wir gleichwertigen Ersatz. Das Leistungsgefälle ist teilweise nicht mehr so groß und auch der zweite Anzug wird passen“, so Uwe Wolf.

In Kassel rechnet man am Freitag mit einem guten Zuschauerinteresse
 
Gegen den SV Waldhof rechnen die Verantwortlichen mit einer sehr guten Zuschauerkulisse, die Nachfrage nach Karten sei groß. Im Vorjahr waren es 3.400 Besucher, die dieses Duell zweier Traditionsvereine sehen wollten. In bisher 12 Spielen die gegeneinander ausgetragen wurden, gewann Kassel 7 Begegnungen, drei Mal trennte man sich Remis und zwei Mal gewannen die Waldhöfer. In der vergangenen Spielzeit unterlag das Hollich-Team in Kassel mit 3:0 Toren und auf eigenem Platz mit 0:1 Toren. Die Bilanz spricht eindeutig für die „Löwen“.

Foto: Martin Wagner versucht auf das Kasseler Tor zu schießen. Wagner war der erste Torschütze in der neuen Regionalliga-Spielzeit 2012/2013. Ihm gelang der 1:0 Führungstreffer gegen die TuS Koblenz bereits in der 2. Spielminute

0ks29

Die Sportkurier-Prognose: Der positive Saisonauftakt (3:0 über Koblenz) dürfte dafür sorgen, dass die Blauschwarzen mit breiter Brust in Kassel auftreten. Das Team von Reiner Hollich hat genug individuelle Qualität um auch gegen Kassel bestehen zu können. Dazu muss jedoch der Wirkungskreis der sehr starken Kasseler Mittelfeldfraktion eingegrenzt werden. Lässt man die Truppe von Uwe Wolf in einen Spielfluss kommen, bzw. ihr so viel Spielraum wie der TuS Koblenz beim Auftaktspiel – wird es schwer werden dort zu punkten. Kassel hat auf alle Fälle die Qualität, auch in der Breite des Kaders, um diese Saison ganz oben dabei zu sein.

Fotos: Marco Bschirrer www.kurpfalzonkel.de

News, Infos – Presseartikel rund um den SV Waldhof auf www.waldhof-board.de

zurück