SV Waldhof holt bei destruktiv spielenden Zweibrückenern nur einen Punkt
SV Waldhof holt bei destruktiv spielenden Zweibrückenern nur einen Punkt
Archiv Regionalliga (Fußball) | erstellt am Mo. 25.08.2014
Erstmals in der laufenden Spielzeit wollte er sein Team nicht uneingeschränkt in Schutz nehmen. Zu dünn war die Leistung und leichtfertig wurden beim 1:1-Unentschieden zwei Punkte liegengelassen.
Der SVN Zweibrücken ist streng genommen eine Ansammlung von Anti-Fußballern wie z. B. Torwart Thorsten Hodel. Der Ex-Lauterer verzögerte von Beginn an das Spiel. Erst wenn sich ein Waldhof-Akteur näherte, gab er den Ball ins Spiel zurück. Zweibrückens Coach Adis Herceg weiss wohl um die fehlende Qualität in seinem Kader und gab die Taktik „tief stehen und das Spiel des Gegners zerstören“ aus.
Foto: Zweibrückens Torhüter Hodel faustet das Leder aus dem Gefahrenbereich.
Immerhin zwei Akteure hat Herceg in der Offensive, die mit dem Ball etwas sinnvolles anfangen können. Emmanuel Mbella und Bruno Gomis können eine Abwehr beschäftigen und zeichneten auch in einer Gemeinschaftsproduktion für den Ausgleich verantwortlich. Die linke Abwehrseite des SVW sah in dieser Situation ziemlich alt aus. Gomis war es, der vorbereitete und Mbella ließ Dennis Broll keine Chance (25.).
Es dauerte bis zur 89. Minute, ehe der SVN zum zweiten Mal gefährlich vor Brolls Kasten auftauchte. Benjamin Arnold mußte hier eigentlich das Tor machen, doch ihm versagten die Nerven und frei vor dem Kasten ballerte er ans Außennetz. Fast wäre der SVW am Ende noch mit leeren Händen dagestanden.
Foto: Waldhofs Bektashi kann den Ball nicht unter Kontrolle bringen.
„Mannschaften wie Zweibrücken, die sehr tief stehen, liegen uns einfach nicht“, entschuldigte Mittelfeldspieler Lutz Radojewski die biedere Vorstellung. Kenan Kocak wurde da schon etwas deutlicher: „Wir haben nach der Pause teilweise sehr arrogant gespielt und den Zug zum Tor vermissen lassen, um so ein Spiel noch gewinnen zu können. Dies regt mich maßlos auf.“ An der Leistung im ersten Abschnitt hatte der Trainer nicht viel auszusetzen („Da haben wir genug Druck entwickelt“) und nach zwei vergebenen Möglichkeiten von Radojewski (14.) und Marcel Sökler (18.) schien dem SVW die frühe Führung in die Karten zu spielen.
Nach einer Flanke von Steffen Straub köpfte Daniel Di Gregorio den Ball unbedrängt zum 0:1 über die Linie (19.). Doch nach dem nur sechs Minuten später fälligen Ausgleich schlichen sich viele Unkonzentriertheiten in das Waldhof-Spiel ein. Da der SVN seinerseits keinen Siegeswillen erkennen ließ, wurde das Spiel für die Zuschauer mehr und mehr zum Langeweiler. Immerhin dreimal hatte der SVW nach der Pause noch die Chance zum Sieg. Di Gregorio schoss über das Tor (57.), Salvatore Bari, erst kurz zuvor eingewechselt, verzog knapp (83.) und Shqipon Bektashis Schuss wurde noch zur Ecke abgeblockt (89.). „Bei uns fehlt etwas der letzte Wille und die Konsequenz, den Ball reinmachen zu wollen“, haderte der erneut überzeugende Innenverteidiger Marcel Seegert.
Foto: Waldhofs Marcel Seegert (Nr. 5) gewinnt das Kopfballduell gegen seinen Zweibrückener Gegenspieler.
Mit einem Sieg hätten die Blau-Schwarzen bis auf den vierten Rang vorrücken können. Stattdessen verharren die Waldhöfer nach dem dritten Remis der Saison auf Rang Zehn. „Unentschieden bringen uns gar nicht weiter“, stellte Keeper Dennis Broll zu recht fest. Die nächste Chance auf einen Dreier hat der SVW am kommenden Sonntag bei TuS Koblenz
SVN Zweibrücken: Hodel – N.Müller, Banouas, Meisenheimer, Bach – Mbella (39.Arnold), Bouzid, Maurer (46.Roller), Sommer – Dadachev (79.Reljic), Gomis
SV Waldhof: Broll – M.Müller, M.Seegert, Neupert, Mühlbauer (46.Schulz) – Radojewski (74.Amiri), Lindner, Di Gregorio – Sökler, Bektashi, Straub (80.Bari)
Schiedsrichter: Weickenmeier (Frankfurt)
Zuschauer: 498
Tore: 0:1 Di Grgorio (19.), 1:1 Mbella (25.)
Fotos: immer-svw / R. Müller
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