Der SV Waldhof will gegen Eintracht Trier eine "Jetzt-Erst-Recht-Mentalität zeigen"
Der SV Waldhof will gegen Eintracht Trier eine „Jetzt-Erst-Recht-Mentalität zeigen“
Archiv Regionalliga (Fußball) | erstellt am Fr. 04.04.2014
Foto oben. Szene aus dem Hinspiel bei Eintracht Trier.
Nur drei Tage nach dem Pokal-K.o. in Nöttingen geht es für den SV Waldhof bereits in der Liga weiter. Gegen Eintracht Trier (Samstag, 14 Uhr) bietet sich für Kenan Kocak und seine Mannschaft die Möglichkeit zur Rehabilitierung.
„Niederlagen sind immer bitter, aber lehrreich, wenn man die richtigen Schlüsse daraus zieht“, sagt Kocak, der sich sehr über das Ausscheiden in Nöttingen geärgert hat. Vor allem über den Auftritt seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit, als sich der SVW „taktisch nicht gut verhalten“ hat. „Dadurch sind wir nicht in die Zweikämpfe gekommen“, sagt Kocak, der die 90 Minuten mit seinen Spielern aufgearbeitet hat und jetzt in die Zukunft schaut.
Foto: Die Fans des SV Waldhof waren zahlreich nach Nöttingen angereist.
Schließlich geht es gegen Trier darum, die gute Rückrunde ungeachtet vom Pokalaus fortzusetzen. „Im Hinspiel haben wir in Treier verdient 0:2 verloren, jetzt wollen wir es besser machen“, sagt der Waldhof-Coach, der vor der Eintracht viel Respekt hat, schließlich starteten die mit dem festen Vorhaben in die Saison, um den Aufstieg mitzuspielen. Davon ist sie im Moment aber so weit entfernt wie der SVW von einem Traumlos im DFB-Pokal. „Wir werden wahrscheinlich ein paar Wechsel vornehmen“, kündigt Kocak personelle Änderungen in der Startformation an. Es sollen sich jetzt andere Spieler beweisen können.
Kenan Kocak: „Wir sollten eine Jetzt-Erst-Recht-Mentalität entwickeln“
Für den gesamten Verein erhofft er sich, dass Fans, Mannschaft und Trainer das Negativerlebnis in Nöttingen nutzen, um es in positive Energie umzuwandeln. „Zumindest sollten wir das
versuchen“, sagt Kocak und verweist auf den FC Bayern München, dem das nach der bitteren Finalniederlage 2012 gegen Chelsea in der Champions League gelungen sei. Der Lohn: Ein Jahr später gewannen die Bayern das Triple. „Wir sollten eine Jetzt-Erst-Recht-Mentalität entwickeln“, so Kocak.
Foto rechts: Waldhofs Bektashi und Gallego im Zweikampf mit Nöttingens John.
Jetzt erst recht – das gilt auch für die Planungen für die kommende Saison. Immerhin herrscht Planungssicherheit, denn Einnahmen aus dem DFB-Pokal werden in den neuen Etat nicht einfließen können. Und – nebenbei erwähnt – wäre es auch unseriös, darauf eine solide Planung aufzubauen.
Ab sofort keine Siegprämie mehr
„Wir werden die Gespräche mit den Spielern jetzt intensivieren und müssen dann schauen, was möglich ist“, erklärt Kocak. Weiterhin steht seine Meinung, dass er einen großen Teil der aktuellen Mannschaft halten möchte, um sie dann auf ein paar Positionen zu verstärken. „Die Mannschaft hat viel geleistet in diesem Jahr, das sollte man nicht vergessen“, sagt der Trainer. Genaue Planzahlen für das Budget hat der Sportlicher Leiter und Trainer aber weiterhin nicht vorliegen.
Abzuwarten bleibt, wie sich die Prämienregelung auf die Leistungen in den kommenden Wochen auswirkt. Das von Kurzzeit-Sportlichen-Leiter Jürgen Kohler ersonnene Modell sieht vor, dass es für die ersten 42 Punkte normale Prämien gibt und die anschließend eingefroren werden. Nur bei einer Qualifikation für die Aufstiegsrelegation würden die nachträglich ausbezahlt.
Und die ist in diesem Jahr nicht mehr möglich, da erstens der Abstand auf die Tabellenspitze zu groß ist und zweitens der Klub gar keine Lizenz für die Dritte Liga beantragt hat. Entsprechend ist eine Teilnahme an der Relegation auch nicht möglich. Die Lage beim SV Waldhof bleibt also spannend, auch wenn der Traum von der Teilnahme am DFB-Pokal in dieser Woche geplatzt ist.
Fotos: Marco Bschirrer