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In der Rückrunde beginnt das Unternehmen „Klassenerhalt“ / Oberligist VfR Mannheim spielt beim FSV Hollenbach
Archiv Oberliga (Fußball) | erstellt am Fr. 28.02.2014
Im Augenblick stehen die Rasenspieler auf einem Abstiegsplatz, so dass im Duell beim FSV Hollenbach ein Sieg her soll. Im Interview vor dem Auftakt der Restrückrunde erzählt VfR-Trainer Christian Klein, warum er zuversichtlich ist, dass seine Mannschaft die Liga hält.
Sportkurier: Herr Klein, am Samstag geht es wieder los. Wie ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft?
CHRISTIAN KLEIN: Die Stimmung ist positiv, sie ist gut. Wir haben in den zurückliegenden Wochen gut ge- und uns einige Dinge erarbeitet. Deshalb sind wir froh, dass es jetzt los geht und wir wieder um Punkte spielen.
Sportkurier: In der Vorbereitungsphase waren die Ergebnisse in den Testspielen aber eher durchwachsen …
CHRISTIAN KLEIN: Wenn man es rein nach den Resultaten betrachtet, ja. Aber vom Verlauf her war das alles im Plan, auch wenn die Ergebnisse mal nicht so gestimmt haben. Der Weg war immer richtig, so dass ich zuversichtlich in die kommenden Wochen blicke. Wir haben zudem im Training Abläufe optimiert und uns so spielerisch gesteigert.
Foto: Beim MorgenMasters zeigten sich die Rasenspieler als wahre Ballkünstler – gewannen verdient das Turnier.
Sportkurier: Also wird man einen anderen VfR in der Rückrunde sehen?
CHRISTIAN KLEIN: Es ist noch nicht alles optimal und wird auch noch Zeit brauchen. Aber zuletzt war es so, dass wir uns in den Spielen deutlich mehr Chancen erarbeitet haben, was ich positiv bewerte. Im zweiten Schritt wird es darum gehen, dass wir diese dann auch besser nutzen. Daran haben wir jetzt im Training angefangen, zu arbeiten. Ich bin optimistisch, dass wir uns in diesem Bereich noch steigern können.
Sportkurier: Wie sieht es vor dem Duell in Hollenbach personell aus?
CHRISTIAN KLEIN: Wir haben leider drei Langzeitverletzte. Patrick Marschlich fehlt bereits seit Saisonbeginn und Keven Bayram hat sich erneut einen Knorpelschaden zugefügt und fällt bis zum Saisonende aus. Jetzt musste sich Marcel Höhn auch noch einer Leisten-Operation unterziehen. Zudem sind Daniel Gulde und Kerem Arslan angeschlagen, aber die übrigen Spieler sind gut in Form. Es ist auch ein Vorteil für uns, dass wir den Kader im Winter verbreitert haben, um für mehr Konkurrenz zu sorgen. Außerdem konnten wir uns fitter machen und die konditionellen Rückstände aufholen.
Sportkurier: Was ist für den VfR in Hollenbach möglich?
CHRISTIAN KLEIN: Wir fahren dort mit der Überzeugung hin, drei Punkte holen zu können. Wir möchten das Spiel
bestimmen und nicht nur reagieren. Wir werden auf Sieg spielen, können aber auch damit leben, wenn wir am Ende ein Unentschieden holen.
Foto rechts: Links im Bild Chefcoach Christian Klein, daneben Co-Trainer Marco Thürer.
Sportkurier: Der VfR befindet sich im Abstiegskampf der Oberliga, dennoch sprach der neue Sportliche Leiter Ekrem Onuk zuletzt von der Regionalliga und Duellen gegen den SV Waldhof. Stört das nicht hinsichtlich der Konzentration auf das Hier und Jetzt?
CHRISTIAN KLEIN: Nein, man muss die Aussagen auch genauer betrachten. Ekrem hat sich zu den Zukunftsvisionen geäußert und da muss es das Ziel des VfR Mannheim sein, in der Regionalliga zu spielen. Das darf man auch ruhig so formulieren. Wir wissen aber, dass wir uns jetzt darauf konzentrieren müssen, in der Oberliga zu bleiben.
Sportkurier: Die Mannschaft ist überraschend in Abstiegsgefahr geraten, der ganze Klub ist verunsichert. Wie haben Sie die Blockade bei Ihren Spielern gelöst?
CHRISTIAN KLEIN: Wir haben im mentalen Bereich gearbeitet und sind als Team näher zueinander gerückt. Es war auch wichtig, dass wir den gesamten Verein mitnehmen, auch der Vorstand und das nähere Umfeld müssen in eine Richtung gehen. Ich denke, wir haben den Schulterschluss geschafft, der gesamte Klub geht in die gleiche Richtung, und das ist in unserer Situation sehr wichtig.
Foto 1 Berno Nix Foto 2 Rhein-Neckar Picture Foto 3 VfR Mannheim