Das Team des VfB Gartenstadt in der Spielzeit 2015/2016. Bild: lofi

Das Team des VfB Gartenstadt in der Spielzeit 2015/2016. Bild: lofi

VfB Gartenstadt-Coach Hollich: „Ich glaube kaum, dass man mit zwölf Siegen aus 13 Spielen rechnen konnte.“

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Mo. 02.11.2015

Die Hollich-Elf scheint in einer anderen Liga zu spielen und gewinnt eben auch dann, wenn es spielerisch mal nicht so läuft. Das ist in der Regel das Holz, aus dem Meister geschnitzt sind.

Der Sportkurier fragte deshalb mal nach und sprach mit Reiner Hollich, dem Vater des Erfolgs.
 
Hallo Herr Hollich, mal ehrlich, wer soll Ihre Mannschaft denn eigentlich noch aufhalten?

HOLLICH: Na, da gibt es ein paar Teams (schmunzelt). Bammental und Heddesheim zum Beispiel. Gerade mit der Fortuna rechne ich noch. Wenn die mal einen Lauf kriegen, können sie schnell wieder dran sein. Aber natürlich will ich hier jetzt nicht auf Understatement machen. Wir haben eine starke Mannschaft. Und nehmen alles mit, was kommt. Und es ist mittlerweile sicher kein Zufall mehr, dass wir da oben stehen. Wir haben die Qualität. Aber es gibt da trotzdem noch ein, zwei Kleinigkeiten, die wir intern klären müssen, um uns noch weiter zu verbessern. Aber grundsätzlich bin ich natürlich sehr zufrieden mit unserer bisherigen Saison.
 
Bislang hat Gartenstadt alle Topteams aus dem Weg geräumt, die da kamen…

HOLLICH: Man muss sehen, dass der VfB auch schon unter meinen Vorgängern häufig gut gestartet ist. Dann aber Einbrüche kamen. Jetzt hat das Team einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Wichtig ist, dass wir kein großes Verletzungspech mehr bekommen. Wobei wir auch schon einige Verletzte zu beklagen hatten. So konnte ein Rene Streich in dieser Saison beispielsweise noch gar nicht spielen und das ist ein Topspieler. Genau wie Dimitrios Georgakopoulos. Wir hatten manchmal wirklich Probleme ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. Aber die jungen Spieler haben sich super integriert. Ein Dennis Geißelmann zum Beispiel. Er hat trotz seines jungen Alters schon eine große Qualität.

 
Hätten Sie vor der Saison mit so einem Start gerechnet?

Nein, nach unserer durchwachsenen Vorbereitung, in der viele Spieler gefehlt haben, sicher nicht. Ich wusste aber natürlich, dass ein großes Potenzial in der Mannschaft steckt. Aber gerade Heddesheim sah ich vor uns. Vielleicht habe ich nun auch etwas zu unserem Lauf beigetragen. Und nochmals zurück zur Frage: Ich glaube kaum, dass man mit zwölf Siegen aus 13 Spielen rechnen kann. Da habe ich natürlich niemals daran geglaubt.

Trainer Reiner Hollich ist „der Vater des Erfolges“. So stark war der VfB noch nie in eine Saison gestartet. Bild: Lofi.
 
Wo liegen denn die Stärken Ihrer Mannschaft?

Ich denke, dass wir sehr ausgeglichen sind. Auch der Teamgeist ist sehr gut. Wir haben zudem erst acht Gegentore bekommen, das heißt, dass wir hinten gut stehen. Dazu kommt die starke Offensive. Und diese hohe spielerische Qualität leugnen wir auch nicht. Wenngleich man eben auch den einen oder anderen Bonuspunkt mitnimmt, wenn man oben dabei ist. Nach individuellen Fehlern hat man da eben auch mal das Glück des Tüchtigen. Aber die zwölf Siege holst du eben auch nicht nur durch Glück.
 
Hätte Gartenstadt die Strukturen, um in der Verbandsliga bestehen zu können?

Ganz ehrlich: Darüber habe ich mir noch nicht einmal Gedanken gemacht, weil das noch so lange hin ist. Aber ich bin mir sicher, wenn es weiter so laufen sollte, wird der Verein diese Strukturen schaffen. Ich bin ein Typ, der auf dem Teppich bleibt. Ich weiß genau, dass man genauso schnell wieder unten sein kann, wie man hoch gekommen ist. Im Fußball geht das schnell. Alles andere werden wir sehen. Es kommt wie es kommt.
 
Wie sieht es denn in der Winterpause aus, wird Gartenstadt personell nochmals nachlegen?

Geplant ist da nichts. Wobei es schon Anfragen von Spielern gibt, die gerne kommen würden. Also falls es passen sollte und es Spieler gibt, von denen ich überzeugt bin, werden wir natürlich alles versuchen, um sie zu bekommen. Aber wenn dann ein, zwei Spieler und nicht mehr. Das Team soll so zusammen bleiben. Wir halten die Augen offen.

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