Volker Zimmermann kam für Bernd Oßwald. Der erfahrene Coach will Brühl etwas weiter oben positionieren. Bild: lofi
Trainer der Woche: Brühls Coach Volker Zimmermann mit Auftaktsieg in der Landesliga
Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Di. 18.08.2015
Als Trainer hat er sich einen Namen gemacht. Vor allem dem SV Schwetzingen hat er jahrelang seinen Stempel aufgedrückt. Zuletzt war es dann etwas ruhiger um ihn geworden:
Nachdem Zimmermann im November 2013 beim SVS zurückgetreten ist, legte er eine schöpferische Pause ein. Doch nun ist er zurück, fungiert als Trainer des FV Brühl. Und der Start in die Landesliga war vielversprechend: Der FVB gewann seine Premierenpartie am vergangenen Wochenende beim SV Waldhof Mannheim II mit 2:0. Vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die SG Wiesenbach sprach der Sportkurier mit Volker Zimmermann.
Sportkurier: Hallo Herr Zimmermann, zum Landesliga-Auftakt gelang Ihrer Mannschaft ein 2:0-Auswärtssieg bei der Regionalliga-Reserve des SV Waldhof. Wie zufrieden waren Sie mit diesem Spiel?
Zimmermann: Wenn ich gewinne, bin ich eigentlich immer zufrieden (lacht). Spaß beiseite, wir haben uns dort wirklich wacker geschlagen. Denn aktuell ist die Situation nicht leicht für uns: Aufgrund von Urlaubern und angeschlagenen Spielern, stehen uns zurzeit eigentlich nur 12, 13 Mann zur Verfügung. Und Waldhof II ist ja auch keine schlechte Mannschaft. Bei denen weiß man nie, wie sie letztlich spielen. Diesmal waren sie eher mit jungen Spielern bestückt, allerdings mit richtig guten. Unter dem Strich bin ich deshalb hochzufrieden.
Spielszene FV Brühl-VfB Eppingen Spielzeit 14/15. Bild: lofi
Sportkurier: Nach Ihrem Rücktritt in Schwetzingen haben Sie für eine längere Zeit keine Mannschaft trainiert, hatten Sie auch mal daran gedacht, überhaupt nicht mehr als Trainer zu arbeiten?
Zimmermann: Ich habe mir immer gesagt, dass ich einfach alles auf mich zukommen lasse. Es gab ja schon ein paar Kontakte zu Vereinen. Aber es musste eben auch passen. Mir war wichtig, dass ich nicht mehr so große Strecken zurücklegen muss. Brühl kannte ich ja zudem auch schon. Dort war ich schon vor meiner Zeit in Schwetzingen als Trainer tätig. Ich wusste, dass es dort passt. Ich wohne in Schwetzingen, das ist ideal. Außerdem ist die Landesliga eine interessante Klasse. Wie lange ich in Brühl als Trainer arbeiten werde, bleibt abzuwarten. Es hängt eben auch immer vom Erfolg ab. Klar ist aber, dass ich ein Vollblut-Fußballer bin und deshalb auch nur schwer vom Platz wegzubekommen bin.
Sportkurier: Wo liegen denn die Unterschiede zwischen dem SV Schwetzingen und dem FV Brühl?
Zimmermann: Grundsätzlich ist es so, dass die individuellen Voraussetzungen in der Verbandsliga besser sind. In der Landesliga ist es eben auch so, dass ein Student mal seinen Urlaub in die Vorbereitung legt oder sogar zu Beginn der Saison verreist. Aber da kann man ihnen auch keinen Vorwurf machen, wenn das Studium bis Ende Juli geht und sie nicht nur eine Woche weg fahren wollen, ist das ebenso. Fußball ist in der Landesliga vielleicht noch ein Tick mehr Nebensache als in der Verbandsliga. Insgesamt gesehen, ist das Arbeiten als Trainer aber doch vergleichbar.
Sportkurier: Was ist denn in dieser Saison drin für den FV Brühl?
Zimmermann: Wenn wir so weiter spielen und alles gewinnen, werden wir Meister (lacht). Nein, ich habe immer gesagt, dass wir eine schlagkräftige Truppe beisammen haben, wenn alle fit sind wohlgemerkt. Ich denke, dass wir unter den ersten sechs Mannschaften landen können, wobei ich mich da auch schon relativ weit aus dem Fenster lehne. Denn die Liga ist wirklich sehr stark und teilweise auch sehr ausgeglichen. Unser Ziel ist es eben auch, dass wir die nötige Konstanz reinbringen. Letztes Jahr wurden Spiele gegen Topteams gewonnen und Partien gegen Absteiger verloren. So etwas sollte nicht mehr passieren. Daran arbeiten wir.
Sportkurier: Am Sonntag wartet nun das erste Heimspiel gegen die SG Wiesenbach. Was kommt da auf Brühl zu?
Einiges! Wiesenbach zähle ich auch zu den Hochkarätern der Liga. Sie haben sich sehr gut verstärkt. Wiesenbach hätte letzte Saison schon den Aufstieg packen können.
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