Thorsten Kniehl auf dem Wege zur 1:0 Führung beim VfL Kurpfalz Neckarau. Im ersten Saisonspiel traf der Torjäger zweifach. Bild: Rafael Kowollik.

Thorsten Kniehl auf dem Wege zur 1:0 Führung beim VfL Kurpfalz Neckarau. Im ersten Saisonspiel traf der Torjäger zweifach. Bild: Rafael Kowollik.

Spieler der Woche: Thorsten Kniehl „knipst“ auch bei der Fortuna

Archiv Landesliga (Fußball) | erstellt am Mo. 24.08.2015

Das war für die TSG 62/09 Weinheim in der letzten Spielzeit. Nun schnürt der „Knipser“ die Kickstiefel eine Klasse tiefer für die Fortuna aus Heddesheim und das bislang sehr erfolgreich.

Sechs Treffer in der Vorbereitung und nun drei Tore innerhalb 8 Tagen im Punktspielbetrieb für die ambitionierten Heddesheimer, das kann sich sehen lassen. „Ja, es läuft nicht schlecht, aber wir haben da alle noch mächtig Luft nach oben“, sagt der bescheidene Angreifer, dem es schon fast peinlich ist, über seine Tore zu sprechen.

Thorsten Kniehl (Nr. 10) köpft das Leder auf das Tor des Regionalligisten SV Waldhof (Testspiel Heddesheim-Waldhof 1:4). Bild: Kowollik

„Fußball ist ein Mannschaftsspiel, dem ist alles untergeordnet. Meine persönlichen Interessen, sprich den persönlichen Erfolg stelle ich immer hinter den Mannschaftserfolg. Lieber bereite ich drei Treffer vor, als einen zu erzielen“, sagt der Beinahe-Profi, der 2012/2013 auf dem Sprung in den Profikader des SV Sandhausen stand, aber aufgrund des Trainerwechsels „Boysen für Dais“ – keinen Vertrag bekam.

„Es hat nicht sollen sein, denkt Kniehl darüber nicht mehr groß nach. Er hat mit seinen 24 Jahren schon einiges erlebt. Ausbildung beim Karlsruher SC, SV Waldhof, 1. FC Kaiserslautern und TSG Hoffenheim – die Elite des Jugendfussballs schlechthin, in der hiesigen Region.

Den Sprung in die Jugendnationalmannschaft verhinderte dem mehrjährigen Badischen Auswahlspieler das „Pfeiffersche Drüsenfieber“. „Ich war damals wegen guter Leistungen zum DFB-Lehrgang eingeladen, musste aber aus gesundheitlichen Gründen absagen“, trauert der 188cm große Angreifer dieser großen, aber verpassten Chance, dennoch nicht nach.

Kniehl setzt sich gegen zwei Gegenspieler der SG Heidelberg-Kirchheim durch. Foto: Kowollik.

Beim SV Sandhausen U23 war er der Top-Torjäger in der Landesliga Rhein-Neckar, ballerte die Hardtwälder mit 24 Treffern in 20 Ligaspielen in die Verbandsliga Nordbaden. Bei der TSG Weinheim setzte er unter Trainer Dirk Jörns seinen guten Lauf fort, kam auf bereits genannte 21 Saisontore in der Spielzeit 2014/2015.

In Heddesheim will er am Aufstieg in die Verbandsliga Nordbaden mitwirken

„Das ist wirklich ein erstklassig geführter Verein, das muss man einfach mal anerkennen. Da hat alles „Hand und Fuß“ und ich fühle mich sehr wohl dort.In Weinheim hatte ich eine schöne Zeit und die möchte ich auch nicht missen, aber zum Glück spiele ich hier bei einem Club, bei dem ich mich ebenfalls gut aufgehoben fühle. Das konnte man ja so vorher auch nicht wissen“, sagt Thorsten Kniehl.

Im ersten Saisonspiel beim VfL Kurpfalz Neckarau stellte er seine Torgefährlichkeit bereits eindrucksvoll unter Beweis. Die Treffer zum 0:2 und 0:3 gingen auf sein Konto. Das waren Tore, die nicht jeder macht.

Am gestrigen Tage zeichnete sich Kniehl mit seinem genialen Treffer zum 0:1 gegen den FC Dossenheim als „Dosenöffner“ aus

Nach der Führung wurde der Gegner zeitweise in Grund und Boden gespielt. Die Vorlage zu diesem Treffer kam übrigens von Gulde. „Ich profitierte da auch von meinem Sturmkollegen Daniel Gulde, der gegen Neckarau und am Sonntag gegen Dossenheim zwei Tore mustergültig vorbereitete“, lobt Kniehl seinen Sturmpartner. „Wir verstehen uns im Sturm-Zentrum immer besser, da wirken langsam auch Automatismen, das ist ganz wichtig“, weiß Kniehl um die Wichtigkeit einstudierter Spielzüge.

Ein besonderes Lob hat er da auch für seinen Trainer Rene Gölz parat

„Der Trainer lässt vieles einstudieren. Wir trainieren da meines Erachtens auf hohem Niveau. Und nach zwei Spieltagen hat auch schon einiges von dem, was wir uns im Training sehr hart erarbeiten, im Spiel gegriffen.Wir müssen das nur über 90 Minuten abrufen können, dann wird es schwer sein uns zu schlagen“, weiß Kniehl, dass da nach oben noch was geht.

Mittwoch geht es gegen den SV Waldhof II und Sonntag gegen die SG Wiesenbach. Was erwartet Thorsten Kniehl von diesen beiden wichtigen Spielen?

„Das sind beides schwere Spiele. Waldhof hat in Bammental gewonnen, das sollte uns Warnung genug sein. Und Wiesenbach hat einen personell gut bestückten Kader. Auch das wird kein Selbstläufer. Im Moment haben wir mit Pfitzner, Pritchett und Höhn drei Leistungsträger verletzt, aber der Kader scheint stark genug, so dass wir das wohl kompensieren können.“

zurück
Das könnte Dich auch interessieren: