VfR Mannheim II: Sportkurier-Serie - Rückblick Kreisliga Mannheim Hinserie 2012/2013
VfR Mannheim II: Sportkurier-Serie – Rückblick Kreisliga Mannheim Hinserie 2012/2013
Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Fr. 11.01.2013
Vier Cheftrainer und vier Co-Trainer innerhalb eines Jahres
VfR-Sportvorstand Friedrich Lutterkort hat innerhalb eines Jahres mit Christian Emig, Serkan Zubari und Markus Stegili gleich drei Trainer inklusive der drei Co-Trainer verschlissen. Mit Wolfgang Stamm als neuem Chefcoach und dem 18- jährigen Dustin Paczulla soll der Schleudersitz seine rasante Fahrt einstellen und man hofft auf mehr Kontinuität.

„Ich bekam nach dem letzten Hinrundenspieltag eine Email von der Geschäftsstelle, in der mitgeteilt wurde, ab 15.12.2012 von den Aufgaben als Trainer entbunden zu sein. Gleiches gilt für meinen Co-Trainer Thomas von Aschwege“, so ein überraschter und enttäuschter Chefcoach Markus Stegili (Foto links).
Nur vier Punkte vom Fünftplazierten entfernt
Somit hatte das neue Trainergespann nur ein knappes halbes Jahr die sportliche Verantwortung bei der II. Vertretung des VfR Mannheim. Dabei sind die Rasenspieler nach Ablauf der Hinserie mit 18 Punkten zwar im Dunstkreis der Abstiegsplätze, aber eben auch nur „mickrige“ vier Punkte vom 5. Tabellenplatz entfernt. „Wir haben mit dem vorhandenen Personal das Bestmögliche erreicht und machen uns deshalb auch keine Vorwürfe. Uns war schon vor der Saison klar, dass es um den Klassenerhalt gehen würde“, ergänzt Thomas von Aschwege.
Es war ein Neuaufbau notwendig
Nur zwei Spieler blieben nach der Saison 2011/2012 beim VfR II – für einen Kreisligisten und einem Unterteam für einen Oberligisten eine recht dürftige Zahl. Schon Serkan Zubari monierte die Personalsituation in der Vorsaison, als zu manchen Trainingseinheiten nur 4-5 Spieler auf dem Platz standen. „Hätten wir keine regelmäßige Unterstützung aus dem Oberligateam bekommen, dann wäre die Rückserie 11/12 nicht so gut verlaufen“, so Zubari damals.
Neu-Coach und A-Lizenzinhaber Markus Stegili hatte daher zur Saison 2012/2013 einen schwierigen Neuaufbau zu meistern. Der Club rief mangels Spielermasse zum Fronleichnam sogar zu einem U 23- Probetraining auf. Thomas von Aschwege: „Wir hatten bei dem Probetraining einen guten Zulauf und mit dem einen oder anderen Spieler aus der A-Jugend, als auch einigen Neuzugängen konnten wir letztendlich eine Mannschaft stellen, die durchaus in der Kreisliga bestehen könnte – aber um oben mitzuspielen, bedurfte es auch der Abstellung von Spielern aus dem Oberligateam. Leider hatte die 1. Mannschaft in der Hinserie sehr großes Verletzungspech, sodass wir nur bei wenigen Spielen Verstärkung von der Kocak-Elf bekommen konnten.“
Saisonverlauf mit „Licht und Schatten“ / Wenig Verstärkung aus dem OL-Team möglich
Wie sich der Einsatz von Oberligaspielern auswirken kann, zeigte der 3. Spieltag, als die Stegili-Elf beim SV Schriesheim eine Galavorstellung ablieferte und mit 6:0 Toren beim Aufsteiger gewann. Aber zu selten war eine Verstärkung von oben zu realisieren und so gab es neben Achtungserfolgen wie z.B. dem 3:3 beim FV 08 Hockenheim oder 1:0 Sieg über den MFC 08 Lindenhof, auch teilweise deutlichere Niederlagen, wie das 3:0 bei der DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen, dem 5:2 beim FV 03 Ladenburg oder der 6:3 Niederlage bei der Spielvereinigung Sandhofen. Aus den letzten 5 Ligaspielen holte das Team jedoch drei Siege (2:0 LSV Ladenburg, 7:0 SC Pfingstberg und 2:1 SV Enosis)und konnte so den Kontakt zu den gesicherten Mittelfeldplätzen halten. 
„In der Rückserie hätten wir mit einigen, richtig guten A-Jugendspielern mehr Qualität gehabt.“
„In der Rückserie hätten wir jetzt einige, richtig gute Nachwuchsspieler aus der A-Jugend im Kreisligateam eingesetzt. Da wäre die Qualität in der Mannschaft deutlich gestiegen, denn das Leistungsgefälle innerhalb des Kaders war zu groß. Da waren etliche Spieler dabei, die bei Trainingseinheiten das Niveau eher negativ beeinträchtigten, da eben die Qualität für die Kreisliga nicht ausreichte“, so Thomas von Aschwege (Foto rechts).
Nachteilig wirkten sich auch die Trainingsverhältnisse aus. „Wir konnten kein ganzes Spielfeld für Trainingseinheiten nutzen, da der Platz ständig belegt war. Uns blieb da immer nur eine Spielhälfte. Da kann man natürlich gewisse Spielformen nicht so trainieren, wie dies auch für diese Spielklasse der Fall sein sollte“, hatte Markus Stegili mit seinem Team nicht die allerbesten Bedingungen.
„Entlassung ist für uns nicht nachvollziehbar.“
„Wir klagen nicht, denn wir sind der absoluten Überzeugung mit der Mannschaft das Maximale herausgeholt zu haben. Aus unserer Sicht können wir daher die Entlassung nicht nachvollziehen“, will Markus Stegili nicht „Nachtreten“, zeigt jedoch Unverständnis für diese Entscheidung.
Drittbestes Heimteam der Liga – zweitstärkste Defensive bei Heimspielen
Einige statistische Werte aus der Hinserie verdeutlichen, dass die sportliche Zielsetzung durchaus erreicht wurde. Mit 18 Punkten steht die U 23 nur vier Punkte hinter dem Fünftplazierten der Liga. Hinter den Top-Teams Edingen-Neckarhausen und Wallstadt, ist das Team drittstärkste Heimmannschaft. Nur sieben Gegentreffer kassierte man auf heimischem Boden – da war nur Spitzenreiter Wallstadt besser (5 Gegentore).
Auswärts dagegen belegt man den vorletzten Rang. Nur ein Sieg und ein Remis aus sieben Auswärtsbegegnungen war zu wenig. Aber auch dabei muss man berücksichtigen, dass es auswärts fast durchweg gegen Spitzenteams ging (die ersten 7 Mannschaften der Liga).
Nun soll es Neu-Coach Wolfgang Stamm richten, noch besser machen. Man darf gespannt sein, ob sich die Halbwertzeit der Trainer in der U 23 des VfR Mannheim zukünftig verlängert.
Fotos: FV 08, T.v. Aschwege, M. S
Der Sportkurier bewertet die Hinserie der Rasenspieler mit:

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