Torjäger Steffen Ruf nach langer Verletzungszeit mit starkem Comeback
Torjäger Steffen Ruf nach langer Verletzungszeit mit starkem Comeback
Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Mi. 26.11.2014
Foto: Steffen Ruf entscheidet das Kopfballduell für sich. Archivbild – Szene aus 2012 – FV Ladenburg – DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen.
Bei zwei Kurzeinsätzen und einem Spiel über die volle Distanz traf der 24- jährige dreimal und trug so seinen Anteil am derzeitigen Aufschwung der DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen bei.
Er hat eine lange Leidenszeit hinter sich, der ehemalige Verbandsligaspieler (SG Heidelberg-Kirchheim). Im Oktober der letzten Spielzeit traf der Stürmer in der Schlussminute zum 4:0 gegen den SC Olympia Neulußheim, als ihn ein Tritt seines Gegenspielers so hart traf, dass bei Steffen Ruf ein Stück Knorpel am linken Knie „herausgesprengt“ wurde.
Diagnose: Knorpelschaden 4. Grades!
„Das Foul war aus meiner Sicht vollkommen unnötig. Es war der Treffer zum 4:0 und ich hatte den Ball schon in das leere Tor gespielt, als mich die „Grätsche“ traf.
In der Heidelberger St. Elisabeth-Klinik unterzog sich Steffen Ruf einer neuen OP-Methode, die es ihm überhaupt erst wieder ermöglichen sollte, noch einmal Fußballspielen zu können. Acht Wochen Krücken – fast 12 Monate REHA im Sportomed in Mannheim.
Am 09.11.2014 um 15:48 Uhr das Comeback des Steffen Ruf. Im Spiel bei der SG Oftersheim wurde er von Trainer Christian Emig eingewechselt. Nach 13 Monaten Zwangspause, dufte er wieder ran.
Wir haben uns mit Steffen Ruf über sein Comeback unterhalten.
DAS INTERVIEW
Sportkurier: Herr Ruf, nach 13 Monaten Zwangspause, spielen Sie wieder Fußball und es scheint so, als ob Sie nichts verlernt haben. Drei Tore bei zwei Kurzeinsätzen und einer Partie über die volle Distanz.
STEFFEN RUF: Ja, ich bin erstmal überglücklich, dass ich wieder Fußballspielen kann. Es war eine sehr lange Verletzungszeit mit einer ebenso langen Reha. Aber es scheint sich jetzt auszuzahlen. Ich fühle mich gut und hoffe es bleibt so.
Sportkurier: Wie standen den nach der schweren Verletzung die Erfolgsaussichten, auf eine vollständige Gesundung?
STEFFEN RUF: Nicht wirklich gut. Knorpelschaden 4. Grad ist schon eine heftige Diagnose. Mit einer neuen OP-Methode, die auch bei mir angewendet wurde, bestand zumindest die Hoffnung, dass ich wieder gegen den Ball treten kann. Danach kam auch eine lange REHA, bei der das Bein/Knie entsprechend trainiert wurde. Die Ärzte sagten mir damals: „Machen Sie mindestens 1 Jahr Pause, dann können Sie den Versuch starten, wieder zu spielen.“ So wie es jetzt aussieht, war das richtig, nicht zu früh anzufangen.
Sportkurier: Wann stiegen Sie wieder ins Training ein?
STEFFEN RUF: Vor 6 Wochen begann ich mit dem Training – habe das dann immer mehr intensiviert. Mein erster Einsatz war dann vor etwas mehr als 2 Wochen in Oftersheim. Das Gefühl wieder den Rasen zu betreten und zu spielen, war schon genial.
Archivfoto: Szene aus dem Spiel SC Kaefertal – DJK Neckarhausen, Saison 2012 v.l. Kaefertals Keeper Simon Landa behindert hier Steffen Ruf (blaues Trikot).
Sportkurier: Sind da noch Ängste beim Zweikampf vorhanden?
STEFFEN RUF: Ich denke es ist normal, wenn da die Sicherheit noch nicht zu 100 Prozent vorhanden ist. Angst hat man da nicht, aber ich habe mein Spiel auch etwas darauf angepasst und es scheint nicht zu schaden.
Sportkurier: In der Tat. Beim MFC Phönix Mannheim lag ihre Mannschaft schon 2:0 zurück, als Sie in der 2. Halbzeit eingewechselt wurden und auch gleich den wichtigen 2:1 Anschlusstreffer erzielten. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft und am Ende gewann ihr Team 2:3. Beim 4:0 Sieg über die TSG Eintracht Plankstadt trafen Sie am Wochenende sogar zweifach. Geht es mit Steffen Ruf weiter aufwärts?
STEFFEN RUF: Ja, sicher konnte ich der Mannschaft hier auch helfen, das freut mich. Aber meine Mitspieler haben es mir auch leicht gemacht, indem ich bei den Treffern auch sehr gut angespielt wurde. Ich bin noch lange nicht bei der vollen Leistungsfähigkeit und da ist auf alle Fälle noch Luft nach oben.
Sportkurier: Zuletzt hat ihre Mannschaft vier Siege und zwei Remis in Serie geholt. In der Tabelle konnte man sich auf Rang 8 verbessern. Was ist noch drin in dieser Saison?
STEFFEN RUF: Wir haben im ersten Saisondrittel zu viele Punkte liegenlassen, daher glaube ich weniger, dass wir da noch ganz oben anklopfen können. Das sind immerhin 10 Punkte Rückstand auf den Zweiten – und die Teams im oberen Tabellenbereich lassen ja auch nicht viele Punkte liegen. Aber wir werden uns in der Tabelle sicher noch etwas weiter nach oben arbeiten.
Sportkurier: Dann wünschen wir Ihnen vor allem eine verletzungsfreie Zeit und bedanken uns für das kurzfristig angesetzte Interview.
STEFFEN RUF: Keine Ursache, vielen Dank.
Alle Fotos: Berno Nix
zurück