Trainer Ralf Eckl kennt das Geschäft zu gut. Es kann genau so schnell abwärts gehen im Fußball. Im Moment sind die Lindenhofer obenauf. Bild: Berno Nix
MFC 08 Lindenhof-Coach Ralf Eckl: „Wir schielen in der Tabelle in beide Richtungen.“
Archiv Kreisliga (Fußball) | erstellt am Di. 24.11.2015
Gerade mal zwei Niederlagen musste die Mannschaft von Trainer Ralf Eckl bislang einstecken. Demgegenüber stehen sieben Siege und sechs Unentschieden. Macht unter dem Strich 27 Punkte nach 15 Spielen. Insgesamt eine Bilanz, die nur die wenigsten Experten dem MFC zugetraut haben.
Vor dem Duell am Wochenende gegen die SpVgg Ilvesheim sprach der Sportkurier mit MFC-Trainer Ralf Eckl.
Sportkurier: Hallo Herr Eckl, wie zufrieden sind Sie denn mit dem bisherigen Saisonverlauf Ihrer Mannschaft?
RALF ECKL: Mit ihm sind wir natürlich sehr zufrieden. Auch, wenn es ein paar Spiele gab, in denen wir unentschieden gespielt haben, obwohl wir auch hätten gewinnen können. Aber das wäre wirklich Jammern auf hohem Niveau.
Sportkurier: Was war denn das Saisonziel in Lindenhof?
RALF ECKL: Wir wollten nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Ein guter Mittelfeldplatz ist das Ziel. Letztes Jahr waren wir nach der Vorrunde ja auch noch Sechster, haben dann im neuen Jahr aber kaum mehr ein Bein auf den Boden gebracht. In den letzten Partien konnten wir den Klassenerhalt dann gerade noch schaffen.
Sportkurier: Gibt es trotz des Höhenflugs noch Dinge im Spiel Ihrer Mannschaft, die Sie gerne verbessern würden?
RALF ECKL: Nun ja, unsere Abwehrleistung ist wirklich sehr gut. Wir stehen sehr stabil. Das Problem ist dann eher ab und an im Spiel nach vorne zu suchen. Da hatten wir gerade in den Spielen, in denen wir unentschieden gespielt haben, zu wenig Durchschlagskraft. Da kann man sicher noch ansetzen. Wobei es zuletzt schon deutlich besser lief.
Sportkurier: Demnach ist die Defensive das Prunkstück für die erfolgreiche Hinrunde…
RALF ECKL: Ja, das kann man so sagen. Hier waren wir auch schon in der Vorsaison stark. Aber dieses Jahr läuft es überragend. Wie ermöglichen den Gegnern kaum Torchancen, weil eben alle sehr konzentriert nach hinten arbeiten.
Sportkurier: Hat man auf dem Lindenhof als Dritter denn auch den zweiten Rang noch im Visier? Sprich schielt man nach dem Aufstieg?
RALF ECKL: Ehrlich gesagt schielen wir in beide Richtungen. Nach oben und nach unten. Denn es kann schnell gehen mit dem Abrutschen. Sobald man in dieser Liga mal zwei, drei Spiele nicht punktet, ist man schnell nur noch Zehnter. Für uns ist es ja kein Muss, wir müssen nicht da oben stehen. Aber natürlich ist es eine tolle Sache. Es kann ruhig noch eine Weile so weitergehen.
Sportkurier: Am Wochenende geht es gegen Ilvesheim. Das wird keine leichte Aufgabe, oder?
RALF ECKL: Es sind noch zwei Partien bis Weihnachten und die habe ich beide im Blick. Zuerst gegen Ilvesheim, danach gegen Rheinau. Das sind zwei richtig dicke Brocken. In der Vorrunde haben wir beide geschlagen. Es wäre toll, wenn wir bis Weihnachten noch Punkte sammeln könnten. Aber gerade Rheinau hat sich mittlerweile stabilisiert. Sie zeigen jetzt, was sie können. Aber wir werden selbstbewusst an die Sache herangehen.
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