FC Hochstaett Tuerkspor - SV 98/07 Seckenheim, Kreisklasse A1, v.l.Seckenheims Christian Heidenreich gegen Hochstaetts Giuseppe Minacapilli. Saison 2014/2015. Bild beide: Berno Nix

FC Hochstaett Tuerkspor - SV 98/07 Seckenheim, Kreisklasse A1, v.l.Seckenheims Christian Heidenreich gegen Hochstaetts Giuseppe Minacapilli. Saison 2014/2015. Bild beide: Berno Nix

SV 98/07 Seckenheim dieser Tage… „Turboangriff und Schießbude zugleich“ +++ Hoher Unterhaltungswert garantiert

Archiv Kreisklasse (Fußball) | erstellt am Mi. 09.09.2015

14 Gegentreffer erinnern hingegen an eine Abwehr, die keine ist, die löchrig ohne Ende ist. Passt beides nicht zusammen? Passt doch: 16:14-Tore ist die Tordifferenz des SV Seckenheim in der Mannheimer A-Klasse, Staffel I. Gleichzeitig hat der SVS neun Punkte auf dem Konto. Drei Siege, bei einer Niederlage. Macht momentan Platz fünf.

Alles in allem also ein Start in die Saison, mit dem man zufrieden sein kann. Genau das ist Trainer Andres Medina Lopez grundsätzlich auch. Wobei ihn die vielen Gegentore natürlich schon stören. Und an denen ist laut dem Chef übrigens nicht die Abwehr Schuld, sondern vielmehr das Mittelfeld.

Medina Lopez (Foto rechts) sagt: „Das Spiel gegen den Ball war in den ersten Partien leider nicht so gut. Die Gegenspieler konnten die Bälle teilweise ganz in Ruhe annehmen und das hat uns nach hinten natürlich Probleme bereitet.“ Doch es geht aufwärts. Was schon am vergangenen Wochenende zu erkennen war: „Wir haben Reilingen in den ersten 30 Minuten an die Wand gespielt, da haben wir richtig gut verschoben und früh zugemacht.“

Aber warum nur für 30 Minuten? „Weil wir in der 33. Minute leider eine unnötige rote Karte bekommen haben, danach war das Konzept etwas über den Haufen geworfen“, erklärt Medina Lopez. Sei’s drum, im Training wird auch in dieser Woche wieder verstärkt auf die Arbeit gegen den Ball geschaut. Die Übungseinheiten sind aufs Pressing ausgelegt. Der Trainer nickt: „Wir gehen da richtig dran und das mit den vielen Gegentoren wird sich sicher bald ändern.“

Demnach könnte Seckenheim möglicherweise auch ein gewichtiges Wörtchen im Titelkampf mitreden?

Medina Lopez schmeicheln solche Einschätzungen, trotzdem bleibt er eher defensiv: „Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass es an der Spitze eng zugehen wird. Ich sehe da fast schon einen Sechskampf.“

Ein Blick auf die Tabelle bestätigt ihn: Zwei Teams haben zehn Punkte auf dem Konto und dahinter folgen drei Mannschaften mit neun Zählern. Danach lauert Neulußheim mit sechs Punkten. Also die Mannschaft, die für Medina Lopez eigentlich der Topfavorit auf den Titel ist: „Das zeigt doch schon, wie eng alles ist. Sie haben bereits zwei Mal verloren.“

Positiv überrascht haben ihn bislang Plankstadt II, Schwetzingen II und Ketsch II

Das Derby zwischen den Reserven aus Schwetzingen und Ketsch hat er übrigens am Spielfeldrand verfolgt. „Das war ein richtig gutes Spiel und hat mir verdeutlicht, dass man in dieser Liga wirklich keinen Gegner unterschätzen darf“, sagt er.

Selbst Edingen-Neckarhausen II nicht, den nächsten Gegner der Seckenheimer. Wobei angsteinflößend anders ist: Die zweite Mannschaft der Partnergemeinde hat lediglich einen Punkt auf dem Konto und eine Tordifferenz von 0:13 vorzuweisen. Medina Lopez warnt dennoch: „Jedes Spiel muss erst gespielt werden und man muss auch in so ein Duell voll konzentriert gehen.“

Stichwort Konzentration, zuletzt fehlte die ab und an. Zum Beispiel gegen den TSV Neckarau: „Da führst du 5:2, kannst das Ding locker nach Hause schaukeln und bekommst noch zwei Tore.“ Zu entschuldigen ist das nur schwer, aber vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass die Seckenheimer Truppe noch verhältnismäßig jung ist. Zudem fehlten zuletzt einige Spieler urlaubsbedingt, die nun noch etwas brauchen, um wieder bei hundert Prozent zu sein.

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