Hohensachsens Coach Frank Schüssler  Bild: Berno Nix

Hohensachsens Coach Frank Schüssler Bild: Berno Nix

Sportkurier-Serie (3) – Die SG Hohensachsen kommt über’s Kollektiv / Coach Frank Schüssler sucht noch Torwart

Archiv Kreisklasse (Fußball) | erstellt am Di. 30.06.2015

Die Mannschaft von Trainer Frank Schüssler mischte bis zum Schluss ganz oben mit, verspielte den Relegationsplatz erst an den letzten beiden Spieltagen.

Mehr erreicht, als erwartet

Frust pur? Im Gegenteil: Der vierte Platz, der es letztlich wurde, war für die Bergsträßer schon ein Riesen-Erfolg, der alle Erwartungen übertroffen hat. Schüssler erklärt: „Eigentlich hatten wir als Verein das Ziel, die Klasse zu halten, was wir dann sehr frühzeitig geschafft haben. Und danach haben wir uns in einen Rausch gespielt.“

Den würde man nun gerne in der neuen Saison fortsetzen. Und die Vorzeichen dafür sind nicht die schlechtesten. Denn ähnlich wie im Vorjahr ist Druck für Schüssler und Co. eigentlich ein Fremdwort. Vieles kann, aber nichts muss. Will heißen: Man möchte möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Aber sonst? „Wir wollen einfach guten Fußball zeigen“, sagt Schüssler, „das ist uns schon in den letzten drei Jahren recht gut gelungen.“

Schüssler setzt auf „kollektiven“ Fußball

Widerspruch zwecklos. Hohensachsen kommt vor allem übers Kollektiv, arbeitet mit Feuereifer gegen den Ball. Schüssler setzt auf ein 4-2-3-1-System, das er manchmal aber auch in ein 4-4-2 abwandelt. Das Personal dazu hat er. Alles junge Leute, die Spaß am Fußball haben, wie es Schüssler formuliert. Und der Spaß und die Kameradschaft müssen auch im Fokus stehen. Denn das „große“ Geld gibt es bei der SGH nicht zu verdienen. „Wir haben nicht die Möglichkeiten dazu“, betont Schüssler.

Was sich auch am Kader zeigt. Während sich bei so manchem Konkurrenten das Wechselkarussell derzeit schier unaufhörlich dreht, gibt es bei der SG Hohensachsen bislang noch gar nichts Konkretes zu vermelden: Keine Abgänge und keine Neuen. „Unser Kader wird nahezu komplett zusammenbleiben“, sagt Schüssler. Wobei aktuell schon ein, zwei Gespräche laufen. Namen will Schüssler aber noch keine nennen.

Spielszene TSV Amicitia Viernheim II vs. SG Hohensachsen. Bild Berno Nix 

Torhüter dringend gesucht

Nur so viel: Sowohl für die Offensive als auch für die Defensive ist Hohensachsen jeweils an einem jungen Spieler dran. Zudem ist man auf der Suche nach einem weiteren Keeper. „Wenn sich ein Torhüter auf diesem Weg über den Sportkurier angesprochen fühlt, kann er sich gerne bei mir melden“, schmunzelt Schüssler. Am liebsten würde er ihn dann bereits am 10. Juli an Bord haben.

Dann startet Hohensachsen nämlich in die Vorbereitung. Ein lockeres Training ist geplant. Mehrere Testspiele werden dann folgen. Unter anderem gegen den SC Neuenheim, die SG Kirchheim II und Schatthausen. „Solche Tests sind mir sehr wichtig, weil man sich so sehr gut für die neue Saison einspielen kann“, plaudert Schüssler aus dem Trainer-Nähkästchen.

SGH-Coach sieht SC Käfertal und 03 Ladenburg vorne

Und wie sieht’s an der Tabellenspitze in der neuen Saison aus? Gibt es einen Topfavoriten in der A2? Aus Schüsslers Sicht nicht. Viel traut er zwei Mannschaften zu: dem SC Käfertal, der einige starke Einzelspieler in seinen Reihen hat, und dem FV Ladenburg. Und die „Nulldreier“ vergleicht er gerne mit seiner eigenen Elf.

Schüssler: „Auch die kommen eher übers Kollektiv.“ Ebenfalls auf der Rechnung hat er Enosis Mannheim. Was mit Dimitrios Tsionanis zusammenhängt. „Er ist ein sehr guter Trainer, von dem ich viel halte“, lobt Schüssler das Waldhof-Urgestein.

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