Thomas Jöhl sieht bei seiner Mannschaft seit seinem Amtsantritt eine sehr positive Entwicklung. Bild: Berno Nix

Thomas Jöhl sieht bei seiner Mannschaft seit seinem Amtsantritt eine sehr positive Entwicklung. Bild: Berno Nix

Sportkurier-Serie (26) – Trainer Thomas Jöhl: „Mit der SG Viernheim ehrgeizige Ziele verfolgen.“

Archiv Kreisklasse (Fußball) | erstellt am Di. 11.08.2015

Unter anderem einst auch beim FV Brühl in der Landesliga Rhein-Neckar. Aktuell gibt er sein Fachwissen ein paar Etagen tiefer weiter: in der Kreisklasse B, Staffel II, bei der SG Viernheim.

Und die hat in der Vorbereitung aufhorchen lassen. Mit guten Leistungen und schönem Offensiv-Fußball. Am vergangenen Wochenende hätte man nun sogar fast für eine Pokal-Überraschung im Mannheimer Kreispokal gesorgt: Denn in der zweiten Runde zwang man die favorisierte TSG Lützelsachsen, die ansonsten in der Kreisliga Mannheim auf Torejagd geht, bis in die Verlängerung. Dort setzte es dann schließlich eine hauchdünne 3:4-Niederlage. Aber enttäuscht war bei den Südhessen niemand.

SG Viernheim – Kreisklasse B Mannheim – Saison 2015/2016. Bild: SG Viernheim 

Bei der SG Viernheim stimmt die Chemie

Im Gegenteil: „Ein großes Lob an die Jungs. Das war ein phantastisches Spiel, wir können mit erhobenem Haupt den Platz verlassen“, erklärt Jöhl.

Überraschend sind solche Leistungen aber nur bedingt. Denn in Viernheim stimmt einfach die Chemie. Alle ziehen voll mit, sind heiß auf jede Trainingseinheit. Jöhl sagt: „Unser Kader umfasst 22 Mann und davon sind in der Regel stets 16 bis 18 Spieler im Training. Da lässt sich wirklich sehr gut arbeiten und neue Dinge einstudieren.“

sg viernheimZusammen hat man ein ehrgeiziges Ziel. In dieser Saison soll es unter die ersten vier Mannschaften der Liga gehen – und insgeheim träumt man natürlich auch von mehr. Langfristig sowieso. Jöhl verrät: „Über kurz oder lang wollen wir in die A-Klasse. Wenn nicht in dieser Saison, dann in der nächsten.“ Und weiter: „Ich wäre ja auch ein schlechter Trainer, wenn ich sagen würden, dass wir nur um die goldene Ananas spielen wollen.“

Der Kader hat Perspektive

Er besteht aus vielen jungen und aufstrebenden Fußballern, die unter Jöhl nun den Feinschliff erhalten sollen. Im Sommer kamen sechs frische Kräfte dazu. Und die sind weitestgehend unbekannt, da sie bislang größtenteils nur im Nachwuchsbereich ihr Können unter Beweis gestellt haben. So wurden vier 19- bis 21-Jährige zur SG Viernheim gelotst, über die sich Jöhl besonders freut. „Die ziehen in allen Bereichen voll mit“, berichtet der Trainer.

Ein weiterer großer Vorteil: Nach der letzten Saison, in der die Viernheimer letztlich auf dem achten Rang gelandet waren, haben nur zwei Spieler den Verein verlassen. „Beide Abgänge tun uns aber nicht weh“, verrät Jöhl (Foto rechts), der sich vielmehr darüber freut, dass der Rest nun eingespielt ist: „Sie wissen jetzt, was ich von ihnen will.“

Routiniers Rühle und D’Asseler

In Manuel Rühle hat er ab dieser Saison übrigens einen spielenden Co-Trainer zur Seite gestellt bekommen. Rühle spielte zuletzt in der zweiten Mannschaft und wird nun auch häufiger für die erste Mannschaft auflaufen. „Manuel hat ein goldenes Näschen. Er steht im Sturm eben oft dort, wo man stehen muss.“

Rühle ist 36 Jahre alt. Doch es gibt da noch einen älteren Spieler im Kader: Alain D’Asseler, der bereits 41 Jahre auf dem Buckel hat. Unverzichtbar ist er trotzdem: „Ich habe in diesem Alter noch nie so einen Spieler gesehen. Er ist extrem laufstark und besticht durch seine hohe Spielintelligenz.“

In Sachen Spielsystem bevorzugt Jöhl das 4-3-3. Also eher eine eher offensive Variante. Titelkandidaten hat er zwei auf der Rechnung: Blumenau und den Absteiger LSV Ladenburg. Doch chancenlos wird auch Viernheim gegen beide nicht sein.

 

Foto rechts: Berno Nix

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