Der Seckenheimer Lars Hortian (li) im Zweikampf gegen Pfingstbergs Burak Doganay - Archivbild Saison 13/14. Bild: Berno Nix
Sportkurier-Serie (19) – SC Pfingstberg-Hochstätt – Nach der „goldenen Ananas“ soll es nun mit dem Aufstieg klappen
Archiv Kreisklasse (Fußball) | erstellt am Fr. 24.07.2015
Denn letztlich war der dritte Rang in der Kreisklasse B, Staffel I, einer, für den man sich nichts kaufen kann. Andreas Brünnle, der in Pfingstberg gemeinsam mit Ralf Hambücher die Abteilungsleitung innehat, sagt es so: „Da haben wir uns die goldene Ananas geholt.“ Lacht er. Aber es darf kein falscher Eindruck entstehen: Brünnle und Co. konnten mit dem Ausgang der letzten Saison sehr gut leben. Denn es hätte viel schlimmer kommen können.
Stottertstart in die Rückserie verhindert Aufstieg
Sage und schreibe 20 neue Spieler mussten integriert werden. Alles Kicker mit Potenzial, aber die ergeben eben noch lange keine funktionierende Einheit. Doch die formte Trainer Miguel de Mingo dann relativ schnell. „Letztlich hätten wir sogar auf Anhieb den Aufstieg schaffen können“, blickt Brünnle zurück. Das Problem war der Start in die Rückrunde. Hier kam Pfingstberg nicht in die Gänge, verlor wertvolle Punkte. Wobei Brünnle nochmals mit Nachdruck klarstellt: „Hätte uns vor der Saison jemand gesagt, dass wir Dritter werden, hätten wir das sofort unterschrieben.“
In der neuen Saison könnte Pfingstberg den Aufstieg nun perfekt machen. Die Macher hätten jedenfalls nichts dagegen. „Wir wollen so schnell wie möglich aus dieser Liga raus“, gesteht Brünnle, „allerdings hat die Mannschaft keinerlei Druck. Wenn wir es schaffen, ist es super, wenn es nicht klappt, wäre es auch kein Beinbruch.“
8 Spieler kamen, drei Akteure gingen
Die Voraussetzungen sind ähnlich wie vor der letzten Saison. Wieder müssen einige neue Spieler integriert werden. Vornehmlich junge Spieler. Acht Neuzugänge tummeln sich derzeit auf dem Trainingsplatz: Torhüter Jens Weber (LSV Ladenburg), Soni Meinhardt (FC Friedrichsfeld/defensives Mittelfeld), Albert Acquatey (FC Friedrichsfeld/Stürmer), Andreas Luley (BW Mannheim/zentrales Mittelfeld), Jan Grönke (TuS Altrip/Offensive), David Ihrig (TSG Rheinau/offensives Mittelfeld), Marcel Antes (TSG Rheinau/Mittelfeld) und Antonio Russo, der zwei Jahre nicht gespielt hat und nun wieder zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist, um die Abwehr zu stabilisieren.
Demgegenüber stehen drei Abgänge: Alberto Wittmann, Marvin Franz und Umren Paymana. Alle drei zieht es zur TSG Rheinau.

Spielszene aus der Saison 13/14 – Archivbild Berno Nix
Folglich kann sich das Trainerteam in Sachen Kaderbreite nicht beschweren. 24 Feldspieler und drei Torhüter hoffen auf einen Stammplatz. „Für die B-Klasse ist das schon ein großer Kader“, erklärt Brünnle und ergänzt: „Durch diese Luxussituation können wir uns sehr variabel aufstellen und uns auf die Gegner einstellen.“
Pfingstberg/Hochstätt will aufsteigen
Für ein festes System hat man sich noch nicht entschieden. Klar ist aber, dass Pfingstberg eher offensiv ausgerichtet sein wird. Was auch mit den vielen jungen Spielern und vor allem schnellen Spielern zusammenhängt.
Und wer sind die Mannschaften, die Pfingstberg gefährlich werden könnten? Brünnle braucht da nicht lange zu überlegen: „Insbesondere Rohrhof II, die werden sicher mit aller Macht versuchen, hoch zu kommen.“ Und das will Pfingstberg auch – zumindest auf lange Sicht. Und da soll auch nur die A-Klasse eine Durchgangsstation sein. „Irgendwann würden wir schon gerne wieder in die Kreisliga zurückkehren“, betont Brünnle, „aber alles Schritt für Schritt.“ Und ohne Druck.