Der Ludwigshafener SC zeigt in der U 19 Regionalliga Südwest starke Leistungen

Der Ludwigshafener SC zeigt in der U 19 Regionalliga Südwest starke Leistungen

Der Ludwigshafener SC zeigt in der U 19 Regionalliga Südwest starke Leistungen

Archiv Jugend (Fußball) | erstellt am Mi. 29.01.2014

Foto oben: Treffer für den Ludwigshafener SC. In der Hinrunde erzielte die Öztürk-Elf insgesamt 41 Tore.

Clubs wie Saarbrücken, Trier, Worms, Elversberg,  Koblenz oder Pirmasens spielen in der 3. Liga, Regionalliga oder Oberliga. Da liegt es auf der Hand, dass dort der Nachwuchs entsprechend aufgestellt sein sollte bzw. ist.

Anders verhält sich dies beim Ludwigshafener SC, wo die erste Fußballmannschaft als Drittletzter in der Verbandsliga Südwest um den Klassenerhalt spielt. Aber genau dieser LSC mischte in der U19 Regionalliga in der Hinrunde die Spielklasse auf. Zur Winterpause stehen die Ludwigshafener auf dem 2. Tabellenplatz. Nur das Überteam des 1. FC Saarbrücken steht ohne Punktverlust auf dem „Platz an der Sonne“.

Foto: Sieger des INSEL-CUPS 2013 – der SC Ludwigshafen. Die Pfälzer ließen namhafte Teams hinter sich.

Wir haben uns mit dem Cheftrainer der U19, Selim Öztürk – über den Saisonverlauf unterhalten.

Sportkurier: Konnte man mit einer so tollen Entwicklung und einer solch starken Platzierung vor der Saison rechnen?

SELIM ÖZTÜRK (Foto rechts): Der Verein hatte die Vorgabe gegeben, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Intern war uns im Team schon klar, dass wir eine gute Mannschaft haben würden. Ich hatte dabei auch mein gutes Netzwerk genutzt und einige verheißungsvolle Spieler, insgesamt 11 Neuzugänge – für diese Saison gewinnen können. Die Mischung zwischen dem verbliebenen Kader, den Neuzugängen und Spielern die aus der B-Jugend kamen, hat absolut gestimmt.

Sportkurier: Ihre Mannschaft gewann in der Vorbereitung zur Saison den MVV-Cup und das absolute Highlight war der Gewinn des Inselcups, der immer großes Interesse bei den Fußballfans hervorruft.

SELIM ÖZTÜRK: Insbesondere der Insel-Cup war herausragend. Das war ein tolles Erlebnis für jeden meiner Spieler. Gegen internationale Teams zu bestehen und auch gegen Bundesligisten, das war sensationell. Natürlich hatten wir bei dem Turniersieg auch etwas Glück, aber auch das muss man sich verdienen. Der Ludwigshafener SC hat so mit einem Paukenschlag auf sich aufmerksam gemacht. Das war auch für das Image des Vereins und für „Anpfiff ins Leben“ von Vorteil.

Sportkurier: „Anpfiff ins Leben“ und der Ludwigshafener SC kooperieren und in Ludwigshafen steht eines von mehreren Förderzentren von AIL.

SELIM ÖZTÜRK: Ja, wir haben auch hier in Ludwigshafen bei AIL die „Ganzheitliche Förderung“ im Blick. Schule, Beruf und Soziales stehen neben der sportlichen Entwicklung im Fokus. So ist ja auch die „Anpfiff ins Leben“-Philosophie. Ohne AIL wäre vieles nicht möglich beim LSC.

Sportkurier: Zur Saison. Mit 9 Siegen und vier Niederlagen steht ihr Team hinter dem 1. FC Saarbrücken auf Platz II. Ihr Fazit?

SELIM ÖZTÜRK: In erster Linie steht bei uns die Weiterentwicklung eines jeden Spielers im Vordergrund. Das geht manchmal auch zu Lasten eines Ergebnisses. Viele Spieler haben in der Hinrunde einen Schritt nach vorne gemacht, das freut uns im Trainerteam sehr. Als Mannschaft haben wir einen guten Fußball gezeigt. Es gilt natürlich immer etwas zu verbessern. So wollen wir ein noch höheres Tempo gehen. Es gilt die Spielsituationen schneller zu erkennen und dabei die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wenn wir das in der Rückrunde noch optimieren können, werden wir noch stärker auftreten.

Sportkurier: Der 1.FC Saarbrücken steht als Tabellenführer ohne Verlustpunkt ganz oben. Ohne diese Übermannschaft in der Liga, ginge es für ihr Team in Richtung U19- Bundesliga.

SELIM ÖZTÜRK: Das ist richtig. Wäre der 1.FCS schon in der Bundesliga Südwest, dann hätten wir durchaus die große Chance in die höchste deutsche Spielklasse aufzusteigen. Aber man muss die Stärke der Saarländer anerkennen. In Testspielen haben die Saarbrückener auch die Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern und den FSV Mainz 05 vom Platz gefegt. Die werden aufsteigen und das dann auch hochverdient.

Foto: In der Hinserie gab es bei den Ludwigshafenern oft genug Grund zum jubeln.
Sportkurier: Haben Sie in der Winterpause das Team weiter verstärkt?

SELIM ÖZTÜRK: Berkant Sahin (SV Waldhof U23), Lukas Göttmann und Dominik Rupcic (beide SV Sandhausen), Florian Hoischen (TSV Neckarau) und Daniel Hill (VfB Gartenstadt) stoßen in unseren Kader hinzu. Rupcic und Göttmann waren in Sandhausen keine Stammspieler – und Hill kommt von einem Landesligisten. Ich möchte die Spieler weiterentwickeln und sehe Potenzial, die Jungs schnell an das erforderliche Niveau heranzuführen. Den Club verlassen haben Anthony Hannemann (SpVgg Ilvesheim U19), Alptekin Aksoy (VfR Mannheim U19) und Marvin März (VfR Frankenthal ).

Sportkurier: Sehen Sie in ihrer Mannschaft Spieler, die den Sprung nach oben schaffen können?

SELIM ÖZTÜRK: Ja, natürlich. Aber da gehört nach der Laufbahn in der Jugend auch sehr viel Glück dazu. Das richtige Angebot, der richtige Verein und vor allem auch der Wille und das Durchsetzungsvermögen müssen im Einklang stehen. Aktuell sind in unserem Kader schon ein, zwei Akteure die von höherklassigen Clubs beobachtet werden.

Foto: Die beiden Coaches der U 19 im Gespräch. Links im Bild Co-Trainer Gerhard Bauer, daneben Chefcoach Selim Öztürk.
Sportkurier: Wie sieht es bei Ihnen aus? Sie haben beim VfL Kurpfalz Neckarau sehr erfolgreich als Trainer und Jugendkoordinator gearbeitet. Nun auch in Ludwigshafen mit großem Erfolg als Trainer. Sie haben die C-Lizenz. Ist eine weitere Ausbildung geplant?

SELIM ÖZTÜRK: Die Unterlagen sind alle beim Verband. Jetzt muss nur noch der Termin für den B-Lizenz-Lehrgang stehen. Das wird in Kürze der Fall sein. Ich werde jetzt meine eigene Fortbildung verstärkt angehen, auch gleich die A-Lizenz ins Auge fassen, wenn der nächste Schritt beendet ist. Lernen, lernen, lernen. Was dann kommt, das sehen wir.

Sportkurier: Letzte Frage: Wie geht es mit Ihnen beim Ludwigshafener SC und „Anpfiff ins Leben“ weiter?

SELIM ÖZTÜRK: Mit mir wurde noch nicht gesprochen, aber es stehen Gespräche an. Der Vertrag läuft am Saisonende aus und natürlich ist „Anpfiff ins Leben“ mein erster Ansprechpartner. Es liegen auch andere Angebote vor und ich bin prinzipiell für alles offen. Bis Mitte März sollte alles entschieden sein.

Sportkurier: Wir wünschen weiterhin viel sportlichen Erfolg.

SELIM ÖZTÜRK: Vielen Dank.

 

Fotos: LSC. S.Ö.

 

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