Großer Umbruch beim 1. FC Kaiserslautern

Großer Umbruch beim 1. FC Kaiserslautern

Großer Umbruch beim 1. FC Kaiserslautern

Archiv 2. Bundesliga (Fußball) | erstellt am So. 22.07.2012

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga steht Sparen und ein Neuaufbau an erster Stelle, weshalb die Erwartungen derzeit nicht allzu hoch sind. Der sofortige Wiederaufstieg ist sicher wünschenswert für den FCK, ob er jedoch realisierbar ist, das darf bezweifelt werden.

Von Trainer Krassimir Balakov hat sich der FCK nach der Saison gleich wieder getrennt – zu groß die Negativbilanz des Trainers, der bei Amtsantritt als großer Hoffnungsträger in der Pfalz gefeiert wurde. Als Nachfolger wurde der Trainer verpflichtet den die Pfälzer schon vor der Verpflichtung von Balakov gerne verpflichtet hätten: Franco Foda. Als Trainer von Sturm Graz wurde Foda österreichischer Meister und somit nach der Saison ein gefragter Mann in der Alpenrepublik. Austria Wien machte Foda ein Angebot, doch dieser wollte lieber wieder in Deutschland arbeiten und unterschrieb beim pfälzer Traditionsverein.

Foto: Beim 1.FCK brannte nach dem Abstieg der Baum

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„Der FCK und der Betzenberg sind meine fußballerische Heimat. Hier habe ich in der Jugend gespielt, hier bin ich groß geworden. Die leidenschaftlichen Fans und dieser große Verein haben im Laufe der Zeit einige Höhen und Tiefen durchgemacht. Ich habe die Roten Teufel nie aus den Augen verloren. Jetzt freue ich mich sehr auf die Aufgabe und möchte mithelfen, in den kommenden Jahren mit dem FCK gemeinsam erfolgreich zu sein“, sagte Foda bei seinem Amtsantritt.

Realistisch gesehen hat der FCK mit Itay Schechter, Neuzugang Albert Bunjaku und Rückkehrer Ilian Micanski (vom FSV Frankfurt zurück) wohl die beste Sturmreihe der 2. Bundesliga. Auch Jakub Swierczok  und Andrew Wooten besitzen viel Talent, das sie in Deutschland bisher noch nicht zeigen konnten, in der 2. Liga aber sicher unter Beweis stellen können. Nur müssen diese Spieler eben auch entsprechende Vorlagen aus dem Mittelfeld erhalten und da wird der mögliche Abgang von Kapitän Christian Tiffert in die amerikanische MLS nicht gerade hilfreich sein. sge-fck2610110044

Foto rechts: Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz

Diesen Transfer abfangen und das Mittelfeld stärken soll Ex-Mainzer Mimoun Azaouagh (kam aus Bochum), der als hervorragender offensiver Mittelfeldspieler gilt und auch Bälle verteilen kann. Von Fast-Aufsteiger SC Paderborn kommt Enis Alushi an den Betzenberg. Schwerwiegend sind die Abgänge von Olcay Sahan (Besiktas Istanbul), Oliver Kirch (Borussia Dortmund) und Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt) allemal. Trapp gilt als großes Talent auf der Torwartposition und spielte für die U21 Nationalmannschaft als Stammtorwart, vor Spielern wie Bernd Leno (Leverkusen) oder Marc-Andre ter Stegen (Gladbach). In der Verteidigung baut man weiter auf Matthias Abel und Jan Simunek, sollte sich aber hier nach Verstärkungen umsehen. Gelingt es Franco Foda schnell den Frust des Bundesligaabstiegs aus den Köpfen seiner Spieler zu löschen, so sollte der FCK mit einem Kader wie diesem zumindest in den oberen Tabellenregionen mitspielen.

Um den Aufstieg kann es aber nur gehen, wenn die Mannschaft geschlossen auftritt und es endlich gelingt ein harmonisches, funktionierendes Mittelfeld aufzubieten. Dies war in der vergangenen Saison die größte Schwachstelle und ist auch diese Saison noch keine ausgewiesene Stärke des Vereins – noch weniger sollte Tiffert wirklich nach Nordamerika wechseln.

Artikel aus der Sportkurier- Magazinausgabe 19.07.12    Fotos: Marc Schüler

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