Fotos beide: BWA

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Mit kühlem Kopf und personellen Veränderungen sollen neue Impulse freigesetzt werden

Archiv 1. Bundesliga (Fußball) | erstellt am Mi. 15.07.2015

Mit Roberto Firmino (FC Liverpool), Andreas Beck (Besiktas Istanbul), Sejad Salihovic (Guizhou Renhe/China), Anthony Modeste (1. FC Köln) und David Abraham (Eintracht Frankfurt) gingen gleich mehrere etablierte Stammkräfte.  

TSG-Trainer Markus Gisdol krempelte bewusst den Spielerkader um, brach feste Strukturen, setzte neue Impulse und förderte so einen größeren Konkurrenzkampf. Gisdol wünscht sich vor allem in der Offensive ein cooleres Verhalten, eine bessere Chancenverwertung. Auch wenn sein Team in der Vergangenheit sich die drittmeisten Großchancen erspielte, so war die Ausbeute mit dem zweitschlechtesten Liga-Wert am Ende unbefriedigend. Der ehrgeizigen Chef-Trainer wünschte sich künftig von seinen Spieler „einen kühleren Kopf in den entscheidenden Situationen“.

Der torgefährliche Feintechniker Firmino wird den Kraichgauern auf alle Fälle fehlen und nicht eins zu eins ersetzt werden können. Der brasilianische Nationalspieler war zudem ein guter Balleroberer, genau der Typ, den Gisdol sich  für sein Spielsystem wünscht.

Die Lücke, die der zurückhaltende und stille Spielmacher hinterlässt, soll nun auf mehreren Schultern verteilt werden. Besonders Kevin Volland, den man trotz großer Begehrlichkeit vertraglich langfristig halten konnte, soll mehr Verantwortung übernehmen. Er wird zur neuen Saison von der angestammten Außenposition in die zentrale Rolle im Offensivspiel wechseln. Ähnlich, wie er es als Kapitän bereits bei der deutschen U21-Nationalmannschaft spielt.

Einen Systemwechsel ist nicht zu erwarten. Gisdol: „Unser Fußball soll sich weiterentwickeln, damit wir unser Spiel auch gegen ideenreiche Gegner auf den Platz bekommen. Wir wollen noch intensiver unseren TSG-Fußball spielen.“ Man darf gespannt sein, was die neu zusammengestellt Mannschaft zu leisten fähig ist.

Aufgrund des schweren Auftaktprogramms gegen Bayer 04 Leverkusen und den FC Bayern München ist ein ähnlich positiver Auftakt, wie in der vergangenen Saison, eher unwahrscheinlich. Doch es kann auch vorteilhaft sein gegen die Spitzenteams zu einem früher Saison-Zeitpunkt zu treffen, wo sie womöglich noch nicht so eingespielt sind bzw. sich in rhythmischen Schwankungen befinden.

Um eine ähnlich erfolgreiche Hin-Serie, wie in 2014/15 hin zu legen, ist auch entscheidend, wie schnell sich die Neuzugänge integrieren.
Eine spannende und interessante achte Erstliga-Saison steht den Hoffenheimern bevor.

Fotountertitel zum neuen Hoffenheimer Mannschaftsfoto 2015/16

Hintere Reihe von links: Zeugwart Heinz Seyfert – Zeugwart Christian Seyfert – Benjamin Glück – Ermin Bicakcic – Fabian Schär – Joelinton – Tobias Strobl – Niklas Süle – Adam Szalai – Sven Schipplock  – Physiotherapeut Sören Johannsen – Physiotherapeut Peter Geigle – Physiotherapeut Michael Schumacher

Mittlere Reihe von links: Cheftrainer Markus Gisdol – Co-Trainer Frank Fröhling – Co-Trainer Frank Kaspari – Jeremy Toljan – Mark Uth – Benedikt Gimber – Steven Zuber – Nicolai Rapp – Eugen Polanski – Pavel Kaderabek – Torwarttrainer Michael Rechner – Athletiktrainer Otmar Rösch – Athletiktrainer Christian Weigl – Präventivtrainer Christian Neitzert

Vordere Reihe von links: Jiloan Hamad – Jin-Su Kim – Sebastian Rudy – Kai Herdling – Grischa Prömel – Alexander Stolz – Oliver Baumann – Jens Grahl – Joshua Mees – Jonathan Schmid – Pirmin Schwegler – Philipp Ochs – Tarik Elyounoussi
Es fehlen: Kevin Volland und Nadiem Amiri

Foto: BWA

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