Der Brasilianer Joelinton hat seine Torgefährlichkeit bisher unter Beweis gestellt.  Bild: Siegfried Lörz

Der Brasilianer Joelinton hat seine Torgefährlichkeit bisher unter Beweis gestellt. Bild: Siegfried Lörz

„Hoffe’s“ Coach Markus Gisdol ist mit dem Trainingslager in Norwegen hochzufrieden

Archiv 1. Bundesliga (Fußball) | erstellt am Do. 23.07.2015

Während viele Vereine zu Hause unter der schweißtreibenden Sommerhitze leiden, können sie bei Werten um die 20 Grad unter angenehmen Temperaturen trainieren.

TSG-Coach Markus Gisdol ist mit dem bisherigen Verlauf der Saison-Vorbereitung sehr zufrieden: „Die Einheiten haben wir hier etwas gekürzt, dafür aber intensiviert. Wir werden den Schwerpunkt mehr auf taktische Dinge legen, der Ball kommt dabei mehr zum Einsatz.“

Damit es künftig konstanter, variabler und erfolgreicher im Hoffe-Spiel verläuft, sollen auch die Neuzugänge sorgen, die bislang einen sehr positiven Eindruck hinterließen. Der Schweizer Innenverteidiger Fabian Schär besticht durch guten Spielaufbau und Übersicht, Jonathan Schmid wirbelt auf der Außenposition und erweist sich als wertvoller Vorlagengeber. Der Brasilianer Joelinton und Stürmer Mark Uth zeigten bislang mehrfach ihre Torgefährlichkeit.

Pavel Kaderabek muss kürzer treten

Pech für einen der neuen: Voller Tatendrang wollte der tschechische Neuzugang Pavel Kaderabek, nach der EM-Teilnahme mit der U21 in der Heimat, in die laufende Saisonvorbereitung einsteigen. Dabei hatte er jedoch seine Muskulatur überstrapaziert und zog sich eine Zerrung am linken Oberschenkel zu. Der ehrgeizige Rechtsverteidiger, der den zu Besiktas Istanbul abgewanderten Andreas Beck beerben soll, verpasst somit einen Großteil des Trainingslagers, kann lediglich lockere Laufübungen absolvieren.

Für Nationalspieler Sebastian Rudy kann es eine sehr erfolgreiche Saison werden. Das Vertrauen von Bundestrainer Joachim Löw hat ihn noch stärker gemacht. Der Schwabe wirkt viel selbstbewusster, möchte noch mehr Verantwortung im TSG-Zentrum übernehmen. In den bisherigen Testspielen überzeugte der 25-Jährige mit viel Übersicht und Ballsicherheit.

Seit Wochenanfang ist auch Kevin Volland, nach dreiwöchigem EM-Urlaub, in Norwegen dabei. Nach der Erholung im Allgäu und am Gardasee ist der Stürmer bereits heiß auf die neue Saison. Der 22-Jährige, der künftig mehr in die zentrale Position rücken soll, in einem „Bild“-Interview:

„Letzte Saison wechselten sich Sieg, Unentschieden und Niederlagen ab. Es muss nun konstanter werden. In der Kabine war’s oft zu ruhig. Vor allem, wenn wir hinten waren. Da muss auch einmal ein Spieler aufstehen und zu den Kollegen sagen: ‚So geht’s nicht‘. Da kann es auch auf dem Platz mal fetzen.“ Volland will mit gutem Beispiel voran gehen: „Ich bin kein großer Redner, aber auf dem Platz bin ich schon mal lauter. Ich will und ich kann mitreißen.“

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